Des Eusebios Chronographie ist dieses.

Durchgangen habe ich die mannigfaltigen Schriftwerke der Geschichten der Altvorderen: was die Chaldäer und Assyrer berichten, was im einzelnen auch die Egypter schreiben, was auch die Griechen erzählen, als sicher, gleich als ob solches möglich wäre; in welchen enthalten waren die Zeiten der Könige und der Olympiaden, d. i. übersetzt »der Ringkämpfe«; und was alles für Großtaten verrichtet worden sind von Barbaren und von Griechen, von Ariern und von Nichtariern, sowie auch die erstaunliche Heeresmacht jeder Einzelnen, die Heerführer, die Weisen, die Helden, die Dichter, die Geschichtschreiber, die Philosophen: alles dies habe ich zu Fug erachtet, zumal insoweit als wirklich nützlich und zur Sache wichtig, in gedrängter Zusammenfassung der Bearbeitung zu unterziehen; dazu auch die von den Hebräern aus den heiligen Schriften überlieferte alte Geschichte und Zeitbeschreibung dem vorhin Erwähnten gegenüberzustellen, damit wir in Erfahrung zu bringen vermöchten, um wieviel früher als die heilbringende Gotteserscheinung Moses und die nach ihm folgenden Propheten der Hebräer seien, und was alles dieselben in göttlichem Geiste vorher geweissagt haben, damit wir leicht erkennen können, mit welchen von denen, die unter den Griechen oder den Barbaren bei den jedesmaligen Völkern sich als Helden auszeichneten, sie zusammengetroffen sind, und zu welchen Zeiten gewesen sind von Anbeginn an die Häupter unter den Hebräerpropheten sowie alle, die der Reihenfolge nach unter ihnen ihre Vorsteher gewesen sind.

Und angelegentlich lasse ich es hier von vornherein einem jeden anempfohlen sein, sich nicht etwa irgend aufzulehnen und zu widerstreiten, gleich als ob mit irgend welcher Sicherheit man die Kenntnis der Zeiten ermitteln könne. Dies dürften wir zunächst wohl daraus gewinnen, daß man für wahrhaft jenes Wort, das der Meister zu seinen Genossen gesprochen, erachte, nämlich: »nicht steht es bei euch zu kennen

die Standen und die Zeiten, die der Vater unter seine Gewalt gestellt hat«. Es scheint mir nun aber, daß er als Gott und Herrscher nicht bloß mit Bezug auf das <Welt->Ende, sondern bezüglich aller Zeiten diesen in wenigen Worten <gefaßten> Spruch getan habe; um diejenigen, die geneigt sind, sich dreist zu solch eitler Forschung zu vermessen, abzuhalten.

Aber auch diese unsere Erörterung soll hiermit, indem sie ebendasselbe bezeugt, jenes Wort des Meisters glaubwürdig machen: daß nämlich weder von den Griechen, noch von den Barbaren, noch von den anderen, ja selbst nicht einmal von den Hebräern man mit Sicherheit die allgemeine Chronographie der Welt lernen könne; daß vielmehr bloß dieses gelte, daß überhaupt von uns aus dieser gegenwärtigen Abhandlung füglich zweierlei zu erlernen sei: erstens, daß ja keiner nach Art jener anderen sich einbilden solle, mit urkundlich zuverlässiger Gewißheit die Berechnung der Zeiten erfassen zu können und sich täusche; daß man vielmehr <zweitens> wissen möge, daß solches lediglich <als Streitsache öffentlicher Musterung> für den Ringplatz bestimmt sei; wie also und welcherweise wäre es da möglich ein Wissen über die vorliegende Frage zu erlangen, und nicht zweifelnd zu bleiben?

Über die Griechen ist keineswegs zu verwundern, daß sie außerhalb des Bereiches jeglicher weiten Zeiten stehen, die da unter allerlei zersetzendes Verderben sich selbst gebracht haben und lange Zeiten hindurch, bis zu des Kadmos Geschlecht, einer Schrift gänzlich ermangelten; denn Kadmos, sagen sie, hat zuerst ihnen die Schrift gebracht aus dem Lande der Phöniker. Und mit Recht auch wirft in Piatons Schrift der Ägypter dem Solon vor: »O Solon«, sagt er, »ihr Griechen seid immer Kinder, denn ein greiser griechischer Mann wird nie gefunden, und ein Lernen der Kunde der alten Zeit gibt es bei euch nicht«.

Von den Fgyptern aber werden zahlreiche überspannte Geschichten erzählt; ebenso auch von den Chaldäern. Diese nämlich berechnen auf vierzig und noch mehr Myriaden von Jahren ihre von ihnen beschriebenen Zeiten. Die Egypter aber erdichten über Götter und andere gewisse Halbgötter, dazu noch über die Totengeister und andere, sterbliche Könige mancherlei alberne Sagen.

Und nun denn, was sollte mich nötigen, der ich über Alles die Wahrheit ehre, solcherlei Sachen kleinlich zu untersuchen, da doch sogar bei den Hebräern, meinen Lieblingen, sich Zweifel finden, die ich zu geeigneter Zeit vorbringen werde. ---- Dieses aber habe ich

gesagt zur Widerlegung der in eitler Überhebung befangenen Chronographen.

Ich werde nun von wegen des vorliegenden Themas, die Bücher der Alten, durchgehend, an erste Stelle setzen die Chronographie der Chaldäer, dann die der Assyrer, dann die Könige der Meder, dann die der Lyder und auf diese die der Perser. Von da zu einer andern Stelle übergehend, werde ich die gesamte Chronographie der Hebräer aufstellen, ihrer Reihenfolge nach. Nach dieser hinwieder in dritter Ordnung die Zeiten der egyptischen Dynastie. Hieran werde ich anschließen auch die der Pt<o>lomäer, die nach Alexandros dem Makedonier geherrscht haben über Egyptos und Alexandria. Darauf werde ich, eines nach dem andern mit je anderem <neuen> Ansätze, wie die Griechen ihre Geschichten erzählen, zur Darstellung bringen: zuerst diejenigen, welche in Sikyon regiert haben; und die über das Land der Argiver2, und jene fürwahr die in der Stadt der Athener, vom Ersten bis zum Allerletzten; die in Lakod<ae>monia, und die in Kor<i>nthos, und die <überhaupt> auf irgend einem Himmelsstrich als Meeresbeherrscher geherrscht haben. Beifügen werde ich zu diesem auch die Schrift der Olympiaden, welche von den Griechen beschrieben sind. Sodann, nach Zusammenstellung und Aneinanderreihung dieses Sämtlichen, werde ich weiter die ersten Könige der Makedonier und die der Thet<t>aler, darauf dann die der Syrer und die der Asianer, die nach Alexandros zu Führern geworden, im einzelnen der Reihe nach anführen. Darnach werde ich sämtliche, jedoch in je gesonderter Abteilung und getrennt voneinander, anordnen die von Eneas, welche nach der Einnahme Ilions über die Latiner regiert haben und später Römer genannt wurden. Weiter, nach diesen der Reihe nach diejenigen, die von Romilos <abstammen>, welche die Stadt Rom erbauten, und die, welche von Julios Kaisr und Augostos der Reihe nach Selbstherrscher gewesen sind, sowie auch die Hypaten, die inmitten dieser vorhanden waren als jährliche.

Und aus diesem Sämtlichen den Stoff mir zusammenziehend werde ich zu dem Chronikon-Kanon8 übergehen; und indem ich wieder von vorne an aus jenem ausziehe die, welche in jeglichem Volke regiert haben, werde ich ihre Zeiten in je gesonderte Abschnitte einteilen; und werde einander entsprechend gegenüberstellen die Zahlen der Jahre eines jeglichen von ihnen, damit man leichter und rascher darauf komme, zu welcher Zeit ein jeglicher gewesen ist; und werde die Großtaten einer

jeden Regierung, die von jeglichen Völkern erzählt werden, kurzgefaßt unter der <betreffenden> Regierung anführen.

Doch diesem zweiten <Teil> soll nachher unsere Arbeit gelten. Vorderhand aber, in dieser unserer nächstfolgenden Darstellung, wohlan! laßt uns nun sehen

Die von den Chaldäern bezüglich ihrer Altvorderen erzählte Chronographie.

Wie die Chaldäer die Chronik schreiben.

Aus dem Polyhistor Alexandros: über die Schriften der Chaldäer und über das erste Königtum derselben.

Dieses hat Berosos im ersten Buch erzählt. Und im zweiten hat er die Könige, einen nach dem andern darstellend, beschrieben; wie er <z. B.> sagt: Nabonassaros war zu joner Zeit König. Der Könige Namen nur tut er sammelnd aufschichten; ihre etwaigen Taten jedoch erzählt er keineswegs genau, oder auch erachtet sie gar nicht einmal der Erwähnung würdig, wenn <nur> dabei die Zahl der Könige aufgestellt werde. Und er beginnt zu schreiben nach folgender Art der Darstellung: Apol<l>odoros berichtet, daß zuerst König gewesen Alöros zu Babelon ---- er war aber ein Chaldäer ---- regierend zehn Saren, ein Sar geteilt in die Zahl von dreitausend und sechshundert Jahren, wobei er zugleich auch die Neren und Sossen beschreibt: ein Ner, sagt er von den Neren ist 600 Jahre, und ein Sos von den Sossen 60 Jahre, unter Zählung solcher Jahre nach irgendeiner uranfanglichen Weise der Alten. Dieses berichtet er und weiter vorwärtsschreitend zählt er im einzelnen der Reihe nach die Könige der Assyrer auf, 10 Könige, von Alöros dem ersten König bis zu Xisuthron, unter welchem, sagt er, die große und erste Sintflut gewesen sei, deren auch Moses Erwähnung tut. Und die Zeiten der Herrschaft dieser Könige gibt er auf 1.00 und 20 Saren an, welches im ganzen 43 Myriaden von Jahren sind. Und er schreibt im einzelnen dieserweise:

Nach dem Tode des Alöros, sagt er, regierte dessen Sohn Alaparos, 3 Saren; und nach Alaparos Almelon von den Chaldäern aus der Stadt Pautibiblon: er regierte 13 Saren; und nach Almelon Ammenon von den Chaldäern aus der Stadt Pautibiblon: er habe regiert 12 Saren; zu dessen Tagen sei ein Untier erschienen, welches sie Idötiön nennen, aus dem Roten Meere, das die Formen des Menschen und des Fisches hatte. Und nach diesem <sei gewesen> des Amegalaros aus der Stadt Pautibiblon Regierung, 10 Saren. Und nach diesem sei die des Daonos, des Hirten aus der Stadt Pautibiblon: regiert habe auch dieser 10 Saren. Unter ihm seien abermals erschienen aus dem Roten Meere, mit ebendenselben Gestalten des Menschen und des Fisches behaftet, vier Ungeheuer-Tiere. Darauf habe regiert Evedöranchos aus der Stadt Pautibiblon 18 Saren; und unter ihm sei wiederum erschienen aus dem Roten Meere ein anderes Fisch- und Menschen-ähnliches, dessen Name Ödakön genannt wurde.

Dieses Sämtliche gibt er vor aus dem Oan auszugsweise eins nach dem andern berichtet zu haben. Danach die Herrschaft des Amenp-sinos, des Chaldäers aus Lanchara; regiert habe auch er 18 Saren. Und hierauf die Herrschaft des Otiartes, des Chaldäers aus Lanchara; regiert habe auch er 18 Saren. Dann, nach dem Tode des Otiartes, dessen Sohnes Xisuthros Regierung, 8 Saren. Unter diesem sei gewesen die große Sintflut. Alle zusammen sind es: 10 Könige, 120 Saren. Berechnet werden sie aber folgenderweise:

1.  Alöros........... Saren 10

2.  Alaparos.........Saren 3

3.  Almelon.........Saren 13

4.  Ammenön.........Saren 12

5.  Amegalaros........Saren 10

6.  Daonos..........Saren 10

7.  <Ev>edö<r>anchos......Saren 18

8.  Amenpsinos........Saren 18             ;

9.  Otiartes..........Saren 18

10. Xisuthros.........Saren 8

Im ganzen 10 Könige, 120 Saren. Und 120 Saren sollen 43 Myriaden von Jahren ausmachen, wenn ein Sar 3 Tausend und sechshundert Jahre bedeutet. Dieses berichtet des Polyhistor Alexandros Buch. Wenn nun jemand es mit jenem Buche als einer wahrhaften Geschichte halten möchte, so daß wirklich es so viele Myriaden von Jahren gewesen wären, so müßte ein solcher weiter auch das Übrige, welches im Zusammenhang mit jenem sich als offenbar unglaubwürdiges in demselben Buche befindet, glauben. Was es nun aber auch immer sei, was derselbe Berosos eben dort im ersten geschichtlichen Buche schreibt, ich werde es erzählen und werde zu dem ersten bereits Gesagten hinzufügen, was eben gerade in jenes sein Buch der Polyhistor eingeschlagen hat. Derselbe führt eines nach dem andern auf, folgenderweise, in dieser Form der Darstellung:

Über die chaldäische unverbürgte Geschichte: aus des Polyhistor Alexandros dieselben Chaldäer betreffendem Buche.

Berosos fürwahr berichtet im ersten babylonischen Buche, daß er gewesen ein Zeitgenosse des Alexandros, des <Sohnes> von Philippos, und die Bücher Vieler ausgeschrieben habe, die mit großer Sorgfalt zu Babelon aufbewahrt wurden seit zweihundert und fünfzehn Myriaden von Jahren; worin die Berechnungen der Zeiten und die Schrift der Geschichten <dasjenige> von dem Himmel und von der Erde und vom Meere und von der Urschöpfung und von den Königen und von ihren Werken und Taten erzähle. Und zuerst [setzt es,] sagt er, daß das Land der Babylonier gelegen sei an dem Flusse Deklath <Tigris>, und daß der Aratzani <Euphrat> mitten hindurch fließe. Und selbstwachsend, wild, bringe das Land hervor: Weizen, Gerste, Linse, Hirse und Sesam. Und in den Sumpfniederungen und Röhrichten, des Flusses fänden sich gewisse eßbare Wurzeln, welche mit dem Namen Gong bezeichnet würden; es hätten diese Wurzeln die Kraft des Gerstenbrotes. Erzeugt würden daselbst auch Datteln und Äpfel und noch allerlei anderes Obst; auch Fische und Geflügel, sowohl Feld- als Sumpf-<Vögel>. Es habe dasselbe <Land> auch wasserlose und unfruchtbare Gegenden, <nämlich> die ara-

bischen; und gegenüber dem Araberlande gebirgige und fruchtbare, in Babelon aber sei eine ungeheure Masse fremden Volkes angesiedelt gewesen, im Lande der Chaldäer, und sie lebten in Ungebundenheit wie die vernunftlosen Tiere und das wilde Vieh.

Und im ersten Jahre sei erschienen aus dem Roten Meere eben dort inmitten des Gebietes der Babylonier ein furchtbares Untier, dessen Name Oan heiße; wie denn auch Apol<l>odoros berichtet in seinem Buche: daß sein ganzer Körper der eines Fisches war, und unter dem Kopfe des Fisches ein anderer Kopf an jenen angefügt; und am Schweife Füße wie die eines Menschen, und die Stimme gemäß der Stimme der Menschen; dessen Bild noch bis jetzt in Zeichnung aufbewahrt werde. Und von demselben Tier sagt er, daß es tagsüber mit den Menschen verkehre und irgendwelcher Speise sich durchaus nicht nahe; und es lehre die Menschen die Schriftkunde und die mannigfaltigen Ver-fahrungsweisen der Künste, die Bildungen von Städten und die Gründungen von Tempeln; auch der Gesetze Handhabung sowie der Grenzen und der Teilungen Bedingungen lehre dasselbe; auch der Getreide und der Früchte Ernten zeige dasselbe; und überhaupt alles, was nur immer dem gesellschaftlichen Leben der Welt von statten kommt, überliefere es den Menschen; und seit jener Zeit werde von keinem anderen mehr etwas erfunden. Und bei Sonnenuntergang tauche das Untier Oan wieder zurückkehrend in das Meer: unter und gehe nachtsüber in der hohen See zur Küste; so daß es gewissermaßen ein doppellebiges Leben lebe. Auch später seien noch andere diesem ähnliche Untiere erschienen: über welche, sagt er, im Buch der Könige Meldung geschehe. Und vom Oan sagt er, es habe dieser über die Schöpfung und das Staatswesen geschrieben und habe verliehen Sprache und Kunstfertigkeit den Menschen.

Es war, sagt er, einstens, da durch das <Welt->All hin Finsternis und Wasser war. Und es waren daselbst gewisse andere Untiere, von denen ein Teil selbsterzeugte waren, und mit lebenerzeugenden Formen ausgestattete; und sie hätten erzengt Menschen, doppeltbeflügelte; dazu auch andere mit vier Flügeln und zwei Gesichtern und einem Leib und zwei Köpfen, Frauen- und Männer<köpfen>, und zwei Naturen, männlichen und weiblichen; weiter noch andere Menschen, mit Schenkeln von Ziegen und Hörnern am Kopfe; noch andere, pferdefüßige; und andere von Pferdegestalt an der Hinterseite und Menschen<gestalt> an der Vorderseite, welche der Hippokentauren

[Jusaparik-]formen haben; erzeugt hätten sie auch Stiere, menschenköpfige, und Hunde, vierleibige, deren Schweife nach Art der Fischschwänze rückseits aus den Hinterteilen hervorliefen; auch Pferde mit Himdeköpfen; und Menschen sowie noch andere Ungeheuer, pferde-köpfige und menschenleibige und nach Art der Fische beschwänzte; dazu weiter auch allerlei drachenförmige Unwesen; und Fische [Jusapariks] und Eeptilien und Schlangen und eine Menge von Wunderwesen, mannigfaltig gearteten und untereinander verschieden geformten, deren Bilder sie im Tempel des Belos eins neben dem andern dargestellt aufbewahrten. Und es habe über alle diese ein Weib geherrscht, dessen Name Markaye heiße, das auf chaldäisch Thalattha genannt werde und auf griechisch verdolmetscht werde Thalattha [das ist Meer].

Während nun dieses Sämtliche aufgeregt stand zu einer chaotischen Masse, sei Belos dagegen angestürmt und habe das Weib mitten entzwei gespalten: aus der einen Hälfte habe er gemacht die Erde, aus der andern Hälfte den Himmel; und auch die andern Tiere, die in ihr waren, habe er vernichtet. Sinnbildlicherweise aber, sagt er, und in übertragener Bedeutung sei solches mythologisiert worden über die Naturen: daß nämlich, als noch überall Feuchtigkeit und Wasser war und allein die Ungeheuer in demselben waren, jener Gott sich das Haupt abgeschlagen habe, und das Blut, das von ihm herabrami, die andern Götter aufgefangen, mit Erde verknetet und Menschen daraus gebildet hätten; weshalb diese auch weise und des Geistes des Göttergeschlechtes teilhaftig würden.

Und von Belos sagt man, der auf griechisch Dios übersetzt wird und auf armenisch Aramazd, er habe die Finsternis mitten durchschnitten und habe getrennt von einander den Himmel und die Erde, und habe ordnend eingerichtet die Welt; die Untiere aber hätten nicht ertragen des Lichtes Kraft und seien untergegangen. Belos aber, als er eine öde und fruchtbare Gegend sah, habe einem von den Göttern Befehl gegeben von dem Blute, das von seinem abgetrennten Haupte herabfließe, mit Erde zu vermischen und Menschen zu bilden, sowie andere Tiere und wildes Vieh, die diese Luft ertragen könnten. Gegründet habe Belos die Gestirne und die Sonne und den Mond und die fünf Wandelsterne.                     

Dieses erzählt, nach des Polyhistors <Zeugnis>, Berosos im ersten Buche; im zweiten aher beschreibt derselbe die Könige, einen nach dem andern, und läßt die Zeit der zehn Könige, worüber wir vorhin gesprochen, über mehr als 40 Myriaden von Jahren sich erstrecken. Wenn nun aber jemand meinen würde, es hätten die Chaldäer etwas Richtiges gesagt, die eine so große Anzahl von Jahren verzeichnet haben, dann wäre es billig auch ihre übrigen trügerischen Erzählungen zu glauben. Wenn aber dieses die Natur übersteigt und überschreitet, und an sich gänzlich unglaubhaft ist ---- wiewohl es auf eine andere Weise verstanden sein könnte ----, wenn also jemand sich hiervon überzeugt, so wird er auch darnach verfahren und jene Zeitenberichte nicht annehmen ohne Untersuchung. Wenn sie nun für soviele Tausende von Jahren, die nach ihrer Chronographie zusammenkommen, <nur auch noch> die Thronfolger der Völker entsprechend der Ausgedehntheit der Zeit vorführen würden, sowie irgendwelche Werke und Taten, die im Zwischenraum vollbracht worden, im entsprechenden Verhältnis zu der Länge der Zeiten, so könnte man vielleicht mit Hecht hin- und herschwanken, ob denn nicht vielleicht doch in Wirklichkeit bei ihnen die Wahrheit vorläge. Da sie nun aber bloß der Regierung jener zehn Männer so viele Myriaden von Jahren zugerechnet haben, wer sollte da nicht solche maßlose Berichte für Sage halten. Es sei denn etwa, daß die sogenannten Saren nicht die bei uns gemeinten Jahre bedeuten, sondern irgendeinen andern kurzen Zeitraum. Denn auch bei den Vorfahren der Egypter sprach man von Lunaren, das heißt, die Monatstage, 30 Tage zusammengefaßt, nannten sie Jahre. Und andere nannten Hören die dreimonatlichen Zeiten; diese <Jahres>zeiten, sage ich, und. die in den einzelnen Jahren <statthabenden> dreimonatlichen Wandlungen rechneten sie zu einem Jahre. Angemessen und zu Fug ist es, daß auch der sogenannte Sar der Chaldäer etwas derartiges bedeuten will.

Also, nur zehn Geschlechter von Alöros, ihrem ersten genannten Könige, bis auf Xisuthron zählen sie; unter welchem die große Sintflut gewesen sei, <so> lauten ihre Geschichtsberichte. Auch in den Schriften der Hebräer nennt zehn Geschlechter vor der Sintflut Moses; denn auch

bei den Hebräern werden ebensoviele Folgen von Männern der Reihe nach beschrieben vom ersten Menschen an, über den von ihnen berichtet wird, bis zur Sintflut. Aber die Hebräergeschichte zieht die Jahre dieser 10 Geschlechter auf die Zahl von etwa Zweitausend zusammen; die der Assyrer jedoch, die im einzelnen ins kleine hinein verfolgt die Geschlechter, hat <zwar> ihre Gesamtzahl entsprechend derjenigen der Bücher Moses', ihre Zeiten jedoch nicht ebenso übereinstimmend. Denn 120 Saren, sagen sie, nähmen ein die zehn Geschlechter; worüber sie prahlen, daß es die Zeiten von 43 Myriaden von Jahren ausmache.

Darum also ist es naheliegend auch dir, der du nach dem Worte der Wahrheit trachtest, aus diesem da von selbst zu begreifen, daß Xisuthros derselbe ist, der von den Hebräern Nö genannt wird, unter welchem gewesen ist die große Sintflut, über welche auch des Polyhistors Schriften Nachricht geben. Er schreibt nämlich darüber etwa folgenderweise :

Alexandros des Polyhistors <Bericht> von der Sintflut: aus derselben Schrift, von welcher gesprochen ist.

Nach dem Ende des Otiartes, sagt er, habe dessen Sohn Xisuthros regiert 8 Saren; und unter diesem sei gewesen die große Wasserflut. Und das Einzelne in die Schrift einschlagend, erzählt er dieserweise:

Krön, sagt er, habe ihm im Schlafe geoffenbart [derselbe, den sie »Vater des Aramazd« nennen, und Andere »Zeit«], daß am fünfzehnten des Monats Desios [d. i. Mareri] die Menschheit durch die Sintflut untergehen werde; Befehl habe er gegeben: sämtliche, sowohl die ersten als die mittleren und die letzten Schriftwerke zu vergraben und niederzulegen m der Sonnenstadt der Siparer; ein Schiff zu bauen und in das Innere einzugehen mit seinen Geschlechtsgenossen und nötigen <nächsten> Freunden; aufzuspeichern darinnen Mundvorräte und Getränke; hineinzuführen auch wilde Tiere und Vögel und Vierfüßler; und. mit allen Zurüstungen sich bereit zu halten zur Schiffahrt. Gefragt habe er, wohin denn nur er schiffen werde; Antwort sei ihm geworden: zu den Göttern, Gebete zu verrichten, damit Heil den Menschen werde.

Und nicht unterließ er zu wirken das Werk des Schiffswerkes; dessen Länge war fünfzehn Pfeilschüsse und seine Breite zwei Pfeilschüsse.

Fertig, ausgerüstet nach allem, wie er auch Befehl erhalten hatte, habe er Frau und Kinder und die nötigen Freunde in das Innere eingeführt.

Als nun die Sintflut hereingebrochen and eilends wieder abgenommen, entlasse Xisuthros etliche Vögel, und sie finden keine Nahrung und weder Stelle noch Standort sich niederzulassen; zurückgekehrt nehme er sie wieder in das Schiff auf. Und nach einigen wenigen Tagen entlasse er wieder andere Vögel; und auch diese kehren abermals in das Schiff zurück, von Lehm schlammige Krallen führend. Darauf lasse er ein drittes Mal welche los, und sie kehren nicht wieder in das Schiff zurück. Da erkenne Xisuthros, daß die Erde zum Vorschein gekommen und offen liege; er erbreche eine Seite des Schiffsdeckes und sehe das Schiff aufgefahren, an einen Berg angelehnt. Er steige heraus, begleitet yon Frau und einer Tochter, mitsamt dem Schiffsmeister und bete an auf der Erde, errichte einen Altar und bringe den Göttern Opfer dar. Und seither sei er aus den Augen entschwunden gewesen samt jenen, die mit ihm aus dem Schiffe herausgestiegen waren. Und die dort im Schiffe geblieben waren, und mit den Xisuthriden nicht herausgegangen waren, als sie nachher hinausgetreten, suchten sie ihn und umherirrend riefen sie ihn laut an, mit Namen nennend. Xisuthros ist ihnen fürderhin nicht mehr ererschienen; der Schall einer Stimme jedoch, die aus den Lüften kam gab Vorschrift: daß es ihnen Pflicht sei, Götterverehrer zu werden; und daß er selbst von wegen seiner Götterverehrung hingefahren in der Wohnung der Götter wohne; und daß seine Gattin und Tochter und der Schiffsmeistor ebendieselbe Ehre genössen; und er gebe ihnen Weisung und Vorschrift, wiederum nach Babylon zu gehen; so nämlich laute für sie der Schicksalsspruch der Götter: zu gehen, aus der Stadt der Siparer ausgrabend die Bücher zu holen, die dort geborgen lägen, und sie der Menschheit zu übergeben; und daß der Ort, woselbst sie gelandet sich befänden, das Land Armenien sei.

Und jene, als sie alles dies vernommen, hätten den Göttern Opfer dargebracht und seien zu Fuß nach Babylon gezogen. Von dem Schiffe aber soll dort, wo es landend sich niedergelassen in Armenien, noch bis auf heute ein kleiner Teil auf dem Korduäergebirge im Armenierlande als Überrest geblieben sein; und etliche sollen von der Naphta-

Tünche des Schiffes Abschabsei mitnehmen zu Heilzwecken und als Schutzmittel zur Abwehr von Krankheiten. Und jene seien abgereist, eingelangt zu Babelon; hätten nachgegraben und die Bücher hervorgezogen; und viele Städte gebaut, und Tempel den Göttern errichtet, und abermals Babelon erneuert.

Und nebst diesem allen tut der Polyhistor auch von dem Turmbau, übereinstimmend mit Moses' Schriften, solcherlei Weise, selbst bis auf die Silben <getreu entsprechend>, Erwähnung.

Alexandros des Polyhistor <Bericht> über den Turmbau.

Sibylla spricht: Einstimmig alle Menschen erbauten den hochragenden Turm, damit sie zum Himmel aufstiegen. Und der allgewaltige Gott blies einen Wind an, stürzte den Turm um, und teilte einem jeden seine Sprache zu; weswegen auch der Name der Stadt Babilon genannt wurde. Nach der Sintflut aber waren der Titan und Prometheus; welcher Titan auch den Kriegskampf mit Krön entfachte. ---- Soviel über den Turmbau.

Zu demselben jedoch fügt der Polyhistor noch dieses bei, indem er schreibt: nach der Sintflut herrschte über das Chaldäerland Euexios, vier Neren. Und nach ihm übernahm die Herrschaft dessen Sohn Chomasbelos, vier Neren und fünf Sossen. Von Xisuthros aber und von der Sintflut bis die Meder Babelon nahmen, zählt Polyhistor im ganzen 86 Könige; und mit Namen erwähnt er einen jeden aus des Berosos Buche; und die Zeit der sämtlichen faßt er zusammen in die Zahl von drei Myriaden Jahren und dreitausend und einundneunzig. Und nach ihnen, auf ihre so gewaltige Dynastie, haben die Marer <Moder>, nachdem sie ein Heer gegen Babelon zusammengezogen, es eingenommen und daselbst Gewalthaber aus ihnen selbst eingesetzt. Hiernach führt er auch die Namen der Gewalthaber der Marer an, 8 an der Zahl, und ihre Jahre 224. Und wiederum 11 Könige und Jahre 28. Dann auch die chaldäischen, 49 Könige und 158 Jahre. Darauf auch die arabischen, 9 Könige und 245 Jahre. Nach welchen Jahren er auch der Samiram Herrschaft über Assyrien

berichtet. Dann wiederum zählt er einzeln auf die Namen von 45 Königen1 und setzt deren Jahre an auf 526 . Nach welchen, sagt er, gewesen sei der König der Chaldäer, dessen Name ist Phulos, welchen wiederum auch die Geschichte der Hebräer erwähnt und Phulos nennt, von welchem sie sagen, daß er gegen das Land Judäa gezogen sei. Und nach ihm, so berichtet der Polyhistor, sei Senecherib König gewesen, den die hebräischen Bücher erwähnen als geherrscht habend unter König Ezekia und unter dem Propheten Esaia. Es sagen nämlich die Göttlichen Schriften, der Reihenordnung nach: »Es geschah im vierzehnten Jahre des Königs Ezekia, da zog herauf Senecherib, König der Assyrer, gegen die festen Städte Judäas und nahm sie ein«. Und nach der ganzen Erzählung setzt er demselben hinzu und sagt: »Und es regierte Asordan, dessen Sohn, für ihn«. Und wieder weiter fortschreitend, führt er in demselben Betreff an: »Es geschah zu derselben Zeit, da erkrankte Ezekia«. Und der Reihe nach anschließend berechnet er: »zu jener Zeit sandte Marödach Baldan, König der Babylonier, Gesandte und Briefe und Geschenke an Ezekia«. Soviel die Hebräerschriften. Den Senecherib jedoch und seinen Sohn Asordan und den Marodach Baldan erwähnt auch der chaldäische Geschichtsschreiber, nebst diesen auch den Nabuchodonosor, wie die hier erwähnte Abhandlung ist, geschrieben in ihrem Betreffe mit folgenden Worten:

Desselben Alexandros von Senecherib und von Nabuchodonosor und von ihren Werken und Großtaten.

Nach der Regierung des Bruders des Senecherib und nach der Herrschaft des Akises über die Babylonier, bevor er noch dreißig Tage die Herrschaft innegehabt hatte, ward er getötet von Marudach Baldan. Und Marudach Baidan behauptete sich als Gewaltherrscher sechs Monate; und es tötete ihn einer, dessen Name war Elibos, und er wurde König. Und im dritten Jahre der Regierung desselben sammelte Senecheribos, König der Assyrer, ein Heer gegen die Babylonier, bot Stirne gegen sie und siegte; und gefangen nehmend ihn samt seinen Freunden, ließ er <sie> führen in das Land der Assyrer. Er herrschte über die Babylonier und setzte als König über sie seinen Sohn, den Asordanios; und er selbst zog hin in das Land der Assyrer.

Wie ihm das Gerücht geworden, daß angerückt seien Griechen in das Land der Kilikier, Krieg zu führen, eilte er gegen sie: Front gegen Front stellte er auf und, nachdem viele von seinen eigenen Truppen durch die Feinde niedergehauen waren, siegte er in der Schlacht; und als Denkmal des Sieges ließ er sein auf der Stätte errichtetes Bildnis zurück; und befahl in chaldäischer Schrift seine Tapferkeit und Heldentat <darauf> einzugraben zum Gedächtnisse für die künftigen Zeiten. Und die Stadt Tarson, so berichtet er, erbaute derselbe, nach dem Ebenbilde Babelons, und er legte der Stadt den Namen Tharsin bei. Und nach allen den übrigen Taten des Sinecherim bemerkt er noch dieses hinzusetzend: »18 Jahre war er <an der Herrschaft>; und indem ihm ein Hinterhalt bereitet wurde von seinem Sohn Ardumuzan, endete er«. Soweit der Polyhistor.

Aber auch die Zeiten fürwahr sind übereinstimmend mit den von den Göttlichen Schriften gesprochenen Worten. Denn »unter Ezekia regierte Sinecherim«, wie der Polyhistor darstellt, »18 Jahre; und nach ihm sein Sohn 8 Jahre; und darauf Sammuges 21 Jahre; und dessen Bruder 21 Jahre; und darauf Nabupalsar 20 Jahre, und nach ihm Nabukodrossoros 43 Jahre«. Und im ganzen werden zusammengefaßt von Sinecherim bis zum Nabukodrossoros 88 Jahre. Auch nach den Hebräerschriften findet man es, wenn man es genau betrachtet, diesem entsprechend: denn nach Ezekia regiert über die zurückgebliebenen Juden Manasse, Sohn des Ezekia, 55 Jahre; darauf Arnos 12 Jahre, und nach diesem Josia 31 Jahre; und darnach Jöakim; zu dessen Regierungsbeginn Nabuchodonosor heranzog, Jerusalem belagerte und die Gefangenschaft der Juden nach Babelon wegführte. Es ergeben sich aber von Ezekia bis auf Nabuchodonosor 88 Jahre, eben so viel wie auch Polyhistor aus dem chaldäischen Schrift berichte herausgerechnet hat.

Und nach all diesem erzählt wiederum Polyhistor etliche Werke und Taten des Senecherib, und. er gedenkt dessen Sohnes in Gemäßheit mit der Hebräerschrift, und zählt im einzelnen alles auf. Auch wird berichtet, daß Pythagoras der Weise um diese Zeit unter diesen <Regenten> gewesen sei. »Und nach Sam<m>oges gelangte Sardanapallos zur Regierung über die Chaldäer, 21 Jahre. Dieser sandte zu Azdahak, dem Stamm Häuptling und Satrapen der Marer, Heerestruppen zu Hilfe, um als Gattin zu erhalten für seinen Sohn Nabukodrossoros eine Tochter des Azdahak, die Amuhidin. Und darauf regierte Nabukodrossoros

43 Jahre; und ein Heer zusammenziehend., zog er aus, nahm gefangen, die Juden und Phöniker und Syrer.« Daß nun auch in diesem mit den hebräischen Schriften übereinstimmend sei der Polyhistor, darüber bedarf es nicht vieler Worte.

»Und nach Nabukodrossoros regierte sein Sohn Amilmarudochos, 12 Jahre«; den die Hebräergeschichte Ilmarudochos nennt. Und nach ihm, sagt der Polyhistor, regierte über die Chaldäer Neglisaros, 4 Jahre. Und darauf Nabodenos, 17 Jahre. Unter welchem Kyros des Kambyses <Sohn> mit Krieg überzog das Land der Babylonier. Welchem sich entgegenwarf Nabodenos, der eine Niederlage erlitt und flüchtig wurde. Und es herrschte über Babelon Kyros 9 Jahre. Darauf, als er in der Ebene Daas sich in einen andern Kampf eingelassen, kam er um. Nach ihm Kambyses: herrscht 8 Jahre. Und darauf Dareh 36 Jahre. Nach diesem Xerxes und weiter die übrigen Perserkönige.

Also, gleich wie Berosos in betreff des chaldäischen Königtums kurzgefaßt im einzelnen überliefert, ebenso berichtet dasselbe auch der Polyhistor. Woraus es denn deutlich hervorgeht, daß Nabuchodonosor Heeresmacht zusammenzog und die Juden gefangen habe; und daß von diesem bis auf Kyros, den Perserkönig, eine siebzigjährige Zeit inbegriffen sei. Hiermit stimmt nun auch die Geschichte der Hebräer überein, daß sie <nämlich> 70 Jahre gewesen in der Gefangenschaft, vom ersten Jahre des Nabuchodonosor ab die Gefangenschaft der Juden gerechnet bis zu Kyros, dem Perserkönig.

Dasselbe macht auch Abidenos übereinstimmend mit diesen in der »Geschichte der Chaldäer« offenbar; denn auch er erzählt gleich dem Polyhistor Folgendes:

Des Abidenos <Bericht> you dem ersten Königtum der Chaldäer.

Über die Weisheit der Chaldäer nun soviel. ---- Regiert aber habe über das Land zuerst Alöros, sagen sie; in betreff seiner Person aber ist so viel an Worten zu berichten: daß ihn dem Volke der allsorgende Gott als Hirten angewiesen habe. Welcher regierte 10 Saren ---- und ein Sar ist 3000 und 600 Jahre, und ein Ner 600, und ein Sos 60. Nach ihm regierte Alapa[u]ros. Nach diesem Almelon aus der Stadt

Pautibiblon;. unter welchem der zweite Anido[s]tos hervorstieg aus dem Meere, ähnlich dem Oan, dessen Formen die der Halbgötter [Göttersprößlinge] waren. Nach welchem Ammenon. Nach welchem Amegalaros. Darauf Daonos der Hirte; unter welchem die vier Doppelwesen aus dem Meer auf das Festland hervorbrachen: der lödokos, der Eneugamos, der Eneubolos und der Anementos. Und unter Edoreschos, der nach jenem regierte, der Anodaphos. Nach welchem regierten andere und Xisuthros. ---- Wie nun also in diesem der erwähnte Geschichtschreiber mit dem Polyhistor übereinstimmt, so auch schreibt er von der Sintflut in derselben Weise:

               Des Abidenos <Bericht> von der Sintflut.

»Nach welchem andere regierten und Xisuthros; welchem Kronos im voraus weissagte, daß ein Überfluß von Regen sein würde am fünfzehnten des Monats Desios, das ist Mareri. Befehl gibt er, die Bücher sämtlich in der Sonnenstadt der Siparer zu verbergen. Und als Sisithros dieses zur Ausführung gebracht und erledigt hatte, da, während sie gehißten Segels nach Armenien schiffen wollten, waren unversehens angelangt die Schiffsführer von Gott. Am dritten Tage, als die Regengüsse nachließen, entließ er etliche Vögel aus den Vögeln, sein Augenmerk darauf nehmend, ob sie die Erde als aus dem Wasserschwall hervortauchende zu erblicken vermöchten. Diese aber, über das unendliche, allverbreitete Wogenmeer hintreibend, fanden nirgends Ruhestätte für ihre Füße; daher sie sich wiederum wendeten, zu Sisithros zurückkehrend. Und nach einer Rast von weiteren drei Tagen entsandte er abermals; und sie kamen, führten mit Schlamm beschmierte Fänge. Da alsbald enthoben ihn die Götter spurlos aus den Menschen hinweg. Und das Schiff, nach dem Lande Armenien treibend, blieb <dort> stehen; und spendete aus seinem Holze ein heilkräftiges Arzneimittel den Bewohnern des Landes.«

Daß nun hiermit auch Abidenos nach ein und derselben Art der Darstellung mit der hebräischen Geschichte von der Sintflut über-

einstimmt, scheint mir, daß allen wohl klar ist. Daß aber, da Griechen die Geschichtschreiber waren oder Chaldäer, sie auch mit anderm Namen den Nö bezeichneten, indem sie ihn Xisuthros nannten, darüber darf man sich keineswegs wundern. Daß sie ferner nach ihrer Gewohnheit die Bezeichnung »Götter« für »Gott« angewandt haben und über die Taube geschwiegen, während sie »Vögel« unbestimmt genannt haben, auch darüber braucht man sich nicht sehr zu verwundern. ----Soviel nun Abidenos aus der Chaldäergeschichte über die Sintflut. Derselbe schreibt auch über den Turmbau übereinstimmend mit Moses' Geschichte auf folgende Art und Weise:

Des Abidenos <Bericht> vom Turmbau.

Damals sollen gewesen sein die Altvorderen üppig strotzend durch Stärke und riesige Leibesgröße, bis <zu dem Grade> sogar die Götter zu verachten und in Ruchlosigkeit zu verfallen. Sie begannen den hochzinnigen Turm zu erbauen, der jetzt Babelon heißt; und wie sie <ihn> bis nächst den Himmeln der Götter aufgeführt hatten, da stürmten, den Göttern zu Hilfe kommend, die Winde hervor und stürzten zur Erde nieder das mechanische Werk der ungeschlachten Riesen; und zu Boden hingestürzt ward es Babelon genannt. Jene waren bis dahin einlippig, einsprachig gewesen; und von den Göttern herkommend trat eine vielfache mischsprachige Redeverwirrung bei den Einhelligen ein. Und hierauf gerieten der Krön und der Titan im Kriegskampf aneinander. ---- Ferner berichtet er zudem auch über Sinecherib auf diese Weise:                                                               

Des Abidenos <Bericht> über Sinecherim.

Zu jener Zeit wurde als der fünfundzwanzigste endlich auch Senecherib gefunden von den Königsherrschern, der Babelon seiner

Botmäßigkeit unterwerfend bezwang und an der Seeküste des kilikischeu Landes das Geschwader der seekämpfenden Schiffe der Ionier besiegte und in die Flucht schlug. Und er baute auch den Tempel der Athener, errichtete eherne Säulen und inschriftlich fürwahr, sagt er, ließ er seine Großtaten einhauen. Auch Tarson erbaute er, nach Plan und Muster Babilons, so daß ebenso durch Tarson der Fluß Kydnos hindurchflösse, wie der Aratzani durch Babelon.

Auf ihn und nach ihm regierte Nergilos, der von seinem Sohne Adramelos beseitigt wurde. Und diesen tötete dessen Bruder Axerdis von demselben Vater, nicht aber von derselben Mutter; und verfolgend warf er die Streitmacht desselben in die Stadt der Byzantier, welche zuvor Söldnertruppen ihm zu Hilfe gesammelt hatte, aus welchen einer war Pythagoras, der chaldäischen Weisheit Schüler. Weiter nahm, Axerdis Egiptos und die Gegenden des Hohlen Syriens erobernd in Besitz; aus welchem auch Sardanapallos war.

Nach ihm regierte Sarakos über die Assyrer. Als er erfahren, daß ein aus gemischten Scharen zusammengerottetes Heervolk vom Meere herauf gegen ihn angestürmt komme, entsandte er schleunig den Bupolassoros als Heerführer nach Babelon, Und dieser, im Entschlüsse der Empörung entschlossen, verlobte die Amuhidin, die Tochter des Azdahak, des Häuptlings der Marer, seinem Sohne Nabukodrossoros zur Gattin; und hierauf eilends aufbrechend zog er hin zum Angriffe gegen Ninos, das ist die Stadt Ninve. Kunde ward von allem diesem dem König Sarakos; in Feuer ließ er aufflammen die Königsburg Evörits. Nabukodrossoros aber, nachdem er übernommen die Herrschaft des Königtums, umgab Babelon mit einer festen Mauer.

Und nach diesen Worten stellt Abidenos auch was nur immer für Berichte über Nabuchodonosoros sind, übereinstimmend mit den hebräischen Schriften anordnend dar in folgender Weise.

Des Abidenos <Bericht> über Nabuchodonosoros.

Nabukodrossoros, nachdem er übernommen die Herrschaft, ummauerte Babelon mit Mauer und mit dreifachem Walle innerhalb einer Zeit von nahezu fünfzehn Tagen. Und den Fluß Armakales leitete er aus dem Aratzani herführend ab. Und das Wasserbecken der Hochfläche, dasjenige bei der Stadt der Siparener, umgrub er ringsum 40 Parasangen <weit> und auf eine Tiefe von 20 Ellen; und er errichtete <Schleusen->Pforten daran, die sich öffneten und die ganze Ebene bewässerten; und der Name der Pforten heißt Echetognomonas, gleich als ob sie Willen oder Willfährigkeit aus sich selbst hätten. Er bemauerte auch die Küste des Roten Meeres gegen die Wogenbrandung. Und er erbaute die Stadt Teredon an den Zugängen des Landes der Araber. Und die Königsburg schmückte er aus mit zangewachsenen Baumpflanzen und nannte dieses »Hängende Gärten«. Hierauf bietet er im einzelnen die Erklärung der genannten »Hängenden Gärten«, welche, sagt er, auch die Griechen <'Ionier'> unter die sogenannten sieben »Außerordentlichen Wunderwerke« rechnen.

Und wiederum an anderer Stelle erzählt er in demselben Betreffe nach dieser Art und Weise: »Alles«, sagt er, »war von Anbeginn an Wasser, das mit Namen Meer genannt wurde. Und Belos schränkte sie <die Gewässer ein>; und an jegliche verteilte, vergab, er ihre Länder; und Babelon mit Mauer umschließend befestigte er; und als hinreichend lange Zeiten darüberhingegangen, verstrichen waren, verfiel sie. Dasselbe umgab abermals Nabukodrossoros mit Mauer; und sie dauerte, hielt aus bis zu den Zeiten der makedonischen Herrschaft, mit ehernen Toren.«

Sämtliches erzählt Abidenos übereinstimmend mit Daniel, bei welchem, von Nabuchodonosor redend, berichtet wird, daß er prahlend hochmütig gesprochen: »Ist nicht dies das große Babelon, das ich erbaut habe zur Wohnung des Königtums durch die Kraft meiner Gewalt und zur Ehre meines Ruhmes?« Und da nun einmal die Herrschaft seiner Gewalt bezeugt wurde durch solche Worte, gesprochen über Nabuchodonosoros von Daniel dem Propheten, so vernimm auch

den Abidenos: »Als Herakles sogar«, sagt er, »war er gewaltiger«. Der denn auch schreibt nach diesem Wortlaut: »Der Großmächtige«, sagt er, »Nabukodrossoros, welcher gewaltiger war als Herakles, gelangte, nachdem er ein Kriegsheer angesammelt, in das Land der Libyer und in das der Iberer, und überwindend niederschmetternd unterwarf er sie seiner Hand; und einen Teil von ihnen versetzte er auf die rechte Seite des Pontos-Meeres, siedelte sie an.« Sodann aber, nach diesem, wird erzählt von den Chaldäern, als er gekommen, in die Königsburg wieder angelangt war, habe irgendeiner der Götter in ihn fahrend seinen Geist in Besitz genommen, so daß er folgenderweise sprach: »Ich, Nabukodrossoros, o tapfere Babylonier, will euch Unheil, das über euch hereinzubrechen im Begriffe steht, voraus verkünden.« Und noch weiteres vermeldet er im einzelnen diesbezüglich. Darauf, an dasselbe anschließend, berichtet der Geschichtschreiber: »Er, der mit Allmacht wohl Befehle gab, er verschwand plötzlich den Augen spurlos entrückt. Und es regierte dessen Sohn Amilmarödokos, welchen sein eigener leibhafter Schwiegersohn Niglisaris tötete. Ihm blieb ein. Sohn am Leben, Labossorakos; auch diesem widerfuhr das Mißgeschick, durch das Verhängnis eines gewaltsamen Todes zu sterben. Den Nabonedochos befahl er auf den Thron des Königreiches zu erheben, der doch diesem durchaus nicht gehörte. Diesem gewährte Kyros, als er Babelon eingenommen hatte, die Markgrafschaft des Landes der Kermane; Darius der König riß von seiner Provinz einiges an sich.

Dieses alles nun stimmt mit den von den Hebräern überlieferten Schriften überein. In Daniels Geschichte vom Nabuchodonosoros wird erzählt, wie und weichermaßen er des Verstandes verlustig gegangen. Daß aber die griechischen Schriftsteller oder die chaldäischen das Leiden beschönigen und von ihm als von einem Gottbesessenen sprechen und seinen Wahnsinn einen 'Gott' nennen, der in ihn gefahren sei, oder einen 'Dämon' <'Dev'> der über ihn gekommen sei, ist kein Wunder. Denn das ist ja oben so bei ihnen Sitte, alles dergleichen einem Gott zuzuschreiben und Götter die Dämonen <'Devon'> zu nennen. ---- Alles dieses Abidenos.

Aber auch Phlavios Josepos, der Juden historischer Schriftsteller, schreibt in der »Ersten Geschichte der Alten« übereinstimmend mit diesem berichtend in folgender Art und Weise.

Aus des Josepos »Erster Geschichte der Alten« über Nabuchodonosoros.

Berichten werde ich hiermit, sagt er. das von den Chaldäem im einzelnen über uns Geschriebene und Erzählte, in welchem viel Übereinstimmung vorhanden ist auch mit unseren übrigen Schriften1. Und Zeuge desselben ist Berosos, ein Mann von Nation ein Chaldäer, und ausgezeichnet unter allen, die sich mit der Unterweisung durch die Weisheit befaßten: denn auch die Bücher der Sternkunde und was nur immer sonst von den Chaldäern für eine Wissenschaft der Weisheit dargestellt ward, hat er in die Sprache der Griechen übertragen.

Derselbe Berosos nun hat, fleißig nachgehend den uralten Büchern, von der Sintflut und der geschehenen Ausrottung des Verderbnisses der Menschheit in ebenderselben Art berichtet gemäß der Geschichte des Moses; auch von dem Archekasten, durch welchen Nöchos4, der Urahnherr unseres Volkes, sich gerettet, und der hinverschlagen auf den Bergeshäuptern des Landes Hayastan sich niedergelassen hat. Darauf, einen nach dem andern von Nöchos ab aufzählend und ihre Zeiten beifügend, gelangt er zu Nabupalsaros, dem Könige von Babelon und der Chaldäer; und nachdem er dessen Werke und Heldentaten erzählt hat, sagt er, wozu und in welcher Absicht er in das Land der Ägypter und in unser Land geschickt habe seinen eigenen Sohn Nabukodrosoros mit gewaltigen Heeresmassen, mit weitausgebreiteten Lagern: es war ihm nämlich Nachricht geworden, daß ihren Sinn zum Abfalle gewendet hätten die Bewohner des Landes. Herangerückt gewann er siegend die Oberhand über die Sämtlichen. Und den Tempel von Jerusalem steckte er in Brand, zerstörte er; und das gesamte Volk unserer Nation entwurzelte er, siedelte es im Babylonierlande an. Widerwärtiges Geschick widerfuhr der Stadt verwüstet zu werden, dem Tempel zerstört zu werden, auf eine siebzigjährige Zeit hin, bis auf Kyros, den ersten Perserkönig. Es herrschte, so sagt er, der Babylonier über das Land der Ägypter und der Syrer und der Phöniker und der Araber, weit übertreffend, überragend an Tüchtigkeit und Tapferkeit alle, die vor ihm über die Chaldäer [und die Babylonier] geherrscht

Latten. Dasselbe will ich urkundlich aus Berosos anbei darstellen nach dieser Fassung.

Nachricht wurde seinem Vater Nabupalsaros, daß der Satrap [Gauherren-Fürst]1, der gesetzt war über das Land der Egypter und die Gegenden der Syrer und die phönikischen Gaue, seine Köcher umgekehrt, zur Empörung sich gewandt habe. Und da er nicht vermögend war fürder noch selber Strapazen zu ertragen, sammelte er, übergab in die Hand seinem Sohne Nabukodrosoros, der bereits eben das Alter der Reife erreicht hatte, einen Teil von den Truppen und sandte ihn aus, entgegen zu ziehen. Nabukodrosoros, hingezogen angelangt, stellte sich in Schlachtordnung auf, lieferte eine Schlacht mit dem Rebellen und siegte; und das Land unterwarf er, so wie es auch ursprünglich gewesen war, wieder ihrem Königtum. Seinem Vater Nabupolasar aber ereignete es sich zu derselben Zeit, zu erkranken in der Stadt der Baby-lonier und sein Leben zu beschließen, nachdem er regiert hatte 21 Jahre.

Kunde wurde nach langer Zeit dem Nabukodrosoros von dem Ende des Vaters. Er ordnete, legte bei die Angelegenheiten des Landes der Egypter und der anderen Länder, und die Gefangenen der Juden und der Phöniker4 und der Syrer und der egyptischen Völker befahl er etlichen von den Freunden mit starker Kerntruppenbedeckung samt der übrigen Beute und dem Geräte und der Ausrüstung überzuführen nach Babelon. Abgezogen, angelangt fand er Sämtliches von den Chaldäern in Beschlag genommen, das Königtum aber für ihn verwahrt von einem gewissen Edlen aus denselben. Er bemächtigte sich der ganzen väterlichen Herrschaft. Und die Gefangenen betreffend, befahl er sie in den vorzüglichsten Örtlichkeiten des babylonischen Landes anzusiedeln. Er selbst aber stattete von der eroberten Kriegsbeute den Tempel des Belos und alle übrigen reichlich aus. Und in die ursprüngliche Stadt leitete er noch andere Gewässer von außen her hinein.

Und er befestigte die Örtlichkeit, damit es nicht weiter Belagerern möglich wäre, den Fluß nach der Stadt hinzuwenden. Und drei Mauern legte er der inneren Stadt and drei der äußeren zu; und die Hälfte der Mauern baute er aus gebranntem Ziegelstein und aus Asphalt <'Naphta'> und die Hälfte aus bloßem Ziegelstein: und herrlich umfriedete er die Stadt mit Mauern, und die Tore stattete er aus, heroenhaft. Und eine andere Königsburg nebenan der väterlichen Königsburg erbauend fügte er hinzu, deren Maß und Schönheit und mannigfaltige Ausstattungen wohl kaum jemand zu erzählen vermögen wird; nur soviel indessen, daß es

ein gar neugestaltiges, neuwunderliches, allüberstrahlendes, überirdisches Werk war und vollendet wurde insgesamt in fünfzehn Tagen. Und in der Königsburg erbaute, errichtete er Turmsteinpyramiden, hochzinnige mit Todessäulen, und die Fronten der Giebel gestaltete er nach Ähnlichkeit der Berge aus und pflanzte darauf Bäume allerlei Art, und schuf und richtete ein die sogenannten »Hängenden Gärten«, um der Sehnsucht seiner Gemahlin willen nach bergigen, kühlschattigen Gegenden, die da im Mederlande kühlschattigwachsend auferwachsen war. ----

Dieses alles hat er dieserweise geschichtlich berichtet über den hier besprochenen "König, und weiter noch vieles in demselben Betreffe im dritten babylonischen Buche, in welchem er die griechischen Schriftsteller tadelt, daß sie ohne weiteres von Samiram der Assyrerin Babelon erbaut gemeint hätten, und über jenes erstaunliche Wunderwerk fälschlich, als sei es von dieser geschaffen, schriftlich berichtet hätten. Und diese Geschichte der Chaldäer muß für glaubwürdig erachtet werden. Und nicht diesermaßen bloß, sondern auch in dem phönikischen Königsarchiv ist übereinstimmend mit den Worten des Berosos geschrieben ins einzelne von dem König der Babylonier, daß er Syrien <und> ganz Phynikia niedergeschlagen habe. Hierzu stimmt auch die Geschichte des Philostratos, wo sie die Belagerung von Tyros erwähnt; auch Megasthenes im Vierten Indischen Buche, in welchem er zeigen will inbetreff des vorhin besagten Königs der Babylonier, daß er an Tapferkeit und Heldentaten den Herakles übertraf, überflügelte, so weit daß er einen großen Teil, sagt er, von Libyen und Iberien eroberte. Ferner bezüglich des vorerwähnten Tempels, daß er in Brand gesteckt wurde von den babylonischen Truppen, den feindlich anstürmenden, und daß der Beginn der Wiedererbauung war, als Kyros das Königtum der Asiaten erlangte: auch dieses wird aus des Berosos Geschichtsbüchern glaubhaft erwiesen werden. Denn er berichtet im dritten folgenderweise:

Nabukodrosoros, nach dem Beginnen, die vorhin besagte Mauer zu erbauen, in ein Krankheitsleiden verfallen, schied aus dem Leben hin, regiert habend 43 Jahre. Und des Königtums waltete dessen Sohn Evilumarudochos; und da dieser zügellos und ungesetzlich in Sachen

des Königtums befunden ward, wurde ihm Nachstellung bereitet von sein ein Schwager, dem Schwestermanne, von Neriglasaros und wurde er getötet, regiert habend 2 Jahre. Nach der Ermordung desselben ergriff die Herrschaft Neriglasaros, der ihm nachgestellt hatte, und regierte 4 Jahre. Und dessen Sohn Labesorachos waltete des Königtums, jung an Tagen, 9 Monate. Und nachdem ihm nachgestellt worden wegen sich erweisender zahlreicher böser Veranlagungen, wurde dieser gar von seinen eigenen Freunden mit Knütteln niedergeschlagen, getötet. Nach der Beseitigung desselben, sammelten sich dessen Nachsteller und übergaben einstimmig das Königtum einem gewissen Babylonier Nabonedos, der von jener selben aufrührerischen Verschwörung gewesen war. Unter ihm wurden um den Fluß herum die Mauern Babelons aus gebranntem Ziegelstein und aus Asphalt hergestellt. Und im 17. Jahre seiner Regierung brach Kyros aus Perserland mit zahlreichen Heertruppen auf, unterjochte alle übrigen Königreiche, stürmte los gegen Babelon. Kunde wurde dem Nabodenos von dessen Einfall; entgegen warf er sich ihm mit Heeresmacht, Schlacht zu liefern. Nachdem er eine Niederlage erlitten im Kampfe, wandte er sich zur Flucht und mit wenigen nur sich in die Stadt der Borsipener werfend, befestigte er sich <darin>. Kyros, nachdem er Babelon eingenommen, gab Befehl, die äußere Stadtmauer von Grund aus zu zerstören, ihrer Befestigung wegen und weil die Stadt schwer einzunehmen schien. Und er selbst brach auf, zog gegen Borsipon, zu belagern den Nabodenos. Und Nabodenos, da er keinen Aushalt zur Belagerung hatte, reichte ihm die Hand von vornherein. Kyros, mit Menschlichkeit verfahrend, gab ihm zum Wohnsitz das Land der Karmanier, von Babelon ihn ausschließend und ihn dorthin entsendend. Nabonedos, nachdem er noch fürdere Zeiten in jenem Lande verbracht hatte, schied aus dem Leben. Dieses alles stellt ebendieselbe mit unsern Büchern überein-

stimmende Wahrheit dar: daß im achtzehnten Jahre seiner Regierung Nabuchodonosoros unseren Tempel zerstörte und er in Trümmern liegen blieb auf fünfzig Jahre hin, und im zweiten Jahre der Regierung des Kyros gelegt wurden die Fundamente zum Tempel, und im sechsten Jahre des Königtums des Dareh er vollendet wurde.

Beifügen will ich zu demselben auch die Schriftsteller der Phönikor; denn nicht sind sie unglaubwürdig zur Erbringung eines starken Wahrheitsbeweises. Diesergestalt etwa ist ihre Zeitenrechnung: Unter Ethobalos, dem Priester, belagerte Nabuchodonosor Tyros, 13 Jahre lang. Nach diesem regierte Balla, 10 Jahre. Nach diesem warenRichter und richteten: Ednibalos, des Basechos <Sohn>, 2 Monate, und Chelbes, der Abdäer, 10 Monate; Abalos, der Priesterfürst, 3 Monate, Sypunosthos und Gerastartas. Abdelima, während er im Richtertume war, regierte 6 Jahre. Balatoros, dessen Sohn, regierte ein Jahr. Bei seinem Ende schickten sie hin zu rufen den Merbalos aus Babelon; und der regierte 4 Jahre. Und bei dessen Ende riefen sie seinen Bruder Irömos, der 20 Jahre regierte; unter ihm warf sich Kyros auf zum Fürsten der Perser.

Und wenn dem so ist, dann beträgt die gesamte Zeit 54 Jahre und 3 Monate, nach ihrer Rechnung. Denn im siebenten Jahre der Regierung des Nabuchodonosor begann er zu belagern Tyros; und im vierten Jahre des Irömos erlangte Kyros, der Perser, die Herrschaft. Und dieserweise berichten in Übereinstimmung mit unseren Schriften über den Tempel auch die Bücher der Chaldäer und der Tyrier. Dieses in diesem Betreffe solcherweise Jösepos.

Hiernach jedoch bewältigt wiederum auch Abidenos den Vorwurf des Chaldäer-Königtums, ihn übereinstimmend mit dem Polyhistor darstellend. Getrennt und gesondert zählt er die Assyrerkönige der Reihe nach auf in folgender Weise:

Des Abidenos <Bericht> über das Königtum der Assyrer.

»Dieserweise stellen sich die Chaldäer ihres Landes Könige von Alöros bis auf Alexandros vor. Des Ninos und der Samiram haben

sie nicht sonderlich acht.« Nachdem er dieses gesagt, macht er sofort den Beginn der Geschichte. »Es war«, sagt er, »Ninos des Arbelos des Chaalos des Arbelos des Anebos des Babios des Belos, des Königs der Assyrer.« Darauf zählt er sie im einzelnen auf von Ninos und von Samiram bis zu Sardanapallos, welcher der allerletzte war; von welchem bis zur ersten Olympiade es 67 Jahre sind. Abidenos hat über das Königtum der Assyrer im einzelnen dieser Gestalt und Weise geschrieben. Nicht er allein, sondern auch Kastör im ersten Kurzgefaßten Buche der Zeitgeschichten1 berichtet nach derselben Weise und Norm, bis auf die Silben genau übereinstimmend, von dem Königtum der Assyrer.

Aus Kastors Kurzgefaßtem Buche vom Königtum der Assyrer.

»Belos war«, sagt er, »König der Assyrer. Und unter ihm waren die Kyklopen mit Blitzen und feuerllammenden Strahlen dem Aramazd, dem mit den Titanen kämpfenden, im Streite behülflich. Und Könige der Titanen wurden gekannt zu jener Zeit; deren einer war Ogygos der König«. Hierauf fährt er wenige Worte darnach hinzufügend fort: »Die Riesen stürzten sich auf die Götter und wurden zerschmettert, da hilfreiche Bundesgenossen den Göttern geworden waren Herakles und Dionos, welche von den Titanen waren«.

»Belos, von dem wir vorhin gesprochen haben, schied aus dem Leben, der denn gar für einen Gott gehalten wurde. Nach welchem Ninos über die Assyrer herrschte 52 Jahre; dieser heiratete die Samiram. Nach welchem Samiram über die Assyrer herrschte 42 Jahre. Und darauf Zam.es, der auch Ninuas.« Sodann im einzelnen die Könige der Assyrer, welche nach diesen waren, der Heihe nach anführend, zählt er sie auf bis zu Sardanapallos, bei Namen erwähnend die Sämtlichen; von denen auch wir wenig hiernach sowohl die Namen als die Zeiten der Regierungen anführen werden. Da ja auch jener in seinen Canones, die er aufgestellt hat, in eben dieser Weise von ihnen schreibt: »Zuerst haben wir die Könige der Assyrer angeführt, mit Belos beginnend; und da die Jahre von dessen Königtum nicht sicher überliefert sind, haben wir <bloß> den Namen erwähnt, jedoch den Beginn der Chronologie mit Ninos gemacht, und haben sie mit dem andern

Ninos, der von Sardanapallos das Königtum überkommen hat, abgeschlossen, damit dieserweise offensichtlich würde sowohl die gesamte Zeit im allgemeinen als auch die eines jeglichen von den Herrschern im besonderen; und so ergibt sich die Zeit von tausend zweihundert und achtzig Jahren.«

Dieses Kastör. Übrigens erzählt ebendasselbe auch der die »Bibliotheken« gesammelt hat, Diodoros der Sikeler, in derselben Form und er schreibt ebendenselben Bericht.

Aus Diodors Büchern vom Königtum der Assyrer.

»Zu Anbeginn waren im Lande der Asianer Könige aus dem Lande selbst; von denen weder Großtat noch Namen erwähnt wird. Als erster der Geschichtsüberlieferung und Erwähnung würdiger fand sich Ninos, König der Assyrer, der gewaltige Heldentaten und Tapferkeiten vollbrachte, von dem wir ausführlich der Reihe nach zu schreiben uns beflissen haben.« Darauf, nach anderen Worten, berichtet er: »Er erzengte einen Sohn aus der Samiram, den Ninuas. Und als er verstarb, hinterließ er sein Weib als Herrscherin. Den Ninos begrub Samiram im Königspalast.« Weiter sodann nach wenigen zwischengefügten Worten fährt er fort über Samiram: »Diese herrschte über alle Asianer, außer den Indern; und sie verstarb auf die Weise, wie wir vorhin gesagt haben, nachdem sie gelebt 62 Jahre und geherrscht 2 Jahre über vierzig.« Und im einzelnen führt er an: »Nach deren Tode übernahm Ninuas, des Ninos und der Samiram Sohn, die Herrschaft; und behielt sie in Frieden; und ward nirgendwie ein Nacheiferer des kriegslustigen und unermüdlichen Sinnes seiner Mutter.« Und wieder nach anderen Worten fügt er hinzu: »Dementsprechend«, sagt er, »übernahmen auch die andern Könige, vom Vater der Sohn, die Herrschaft; und regierten von Geschlecht zu Geschlecht bis auf Sardanapallos. Unter diesem nämlich ging das Königtum der Assyrer auf die Meder über, nachdem es gedauert, überstanden hatte mehr als tausend und dreihundert Jahre; wie Ktesies der Knidäer berichtet im zweiten Buche. Die Namen der Könige jedoch, welche Menge von Jahren sie geherrscht haben, kümmern sie sich keineswegs zu verzeichnen wegen des Nicht-Vollbrachtseins von irgend etwas Erwähnenswertem durch dieselben; bloß die Hülfstruppen, die den Troern gesandt wurden von den Assyrern, sind der Geschichts-aufzeichnung gewürdigt worden, deren Heerführer Memnon der Tithonide war. Während der Regierung des Tautanos über das Asianerland, der der sechsundzwanzigste war der Samiramiden von Ninos ab, berichten

sie, haben mit <Aga>memnon die Griechen einen Feldzug in das Land der Troer unternommen, Krieg zu führen, als die Herrschaft über die Asianer die Assyrer innehatten mehr als eine tausendjährige Zeit. Priamos, König der Troer, schwer bedrängt vom Kriege, reichte die Hand dem Könige der Assyrer, sandte Unterhändler hin, ihm zu schicken Hilfstruppen. Und jener gab ihm zehntausend Mann Truppen aus dem Athioporlande und weiter ebensoviele Nusianer, samt zweihundert Wagen; und als Heerführer sandte er den Memnon, den Tithoniden.« Und hierauf wiederum bemerkt er, dasselbe weiterführend: »Von Memnon werden derartige Heldentaten als in den königlichen Büchern erzählte berichtet durch die Barbaren.«

»Sardanapallos war der fünfunddreißigste von Mnos ab, der zusammenhielt, behauptete die Herrschaft; er war der allerletzte König der Assyrer; und übertraf bei weitem alle, die vor ihm gewesen waren, an Wohlleben und Üppigkeit.« Ein wenig weiter heißt es sodann: »Solchermaßen war er zügellos, daß er nicht bloß persönlich schnöde sein Loben zugrunde richtete, sondern auch die gesamte Assyrerherrschaft zu Falle brachte, die als die langdauerndste sich aufrecht behauptet hatte von <allen> den erwähnten. Ein gewisser Varbakes, ein Meder von Geschlecht, von erprobtem Heldenmut und hochherziger Tapferkeit, war Heerführer der Meder, einer von denjenigen, die Jahr für Jahr nach der Stadt Ninos zogen in Heerführung und in Geschäften. Dieser befreundete sich mit dem Feldherrn der Babylonier; und von diesem aufgefordert zerstörte er die Herrschaft der Assyrer.«

Dieses Diodoros im zweiten Buche der »Historischen Bibliothek«. Außerdem tut der Assyrerherrschaft auch Kephalion Erwähnung und berichtet folgendermaßen.

Kephalion des Geschichtschreibers <Bericht> vom Königtum

der Assyrer.

»Ich beginne zu schreiben worüber auch andere Erwähnung getan haben; und zwar zunächst <H>ellanikos der Lesbier, und Ktesies der Knidier, sodann <H>erodotos der <H>alikarnier. Zuerst herrschten über die Asiaten die Assyrer; von welchen war Ninos der Belide, unter dessen Riegierung viele Dinge und gewaltige Großtaten vollbracht wurden.« Im Anschlusse hieran berichtet er sodann auch die Genera-

tionen der Samiram; und von Zaravyst dem Magier, von seinem des Baktrerkönigs Kriege und seiner Besiegung durch Samiram; und die Jahre des Königtums des Ninos, 52 Jahre, und von dessen Ende. Nach welchem das Königtum von Samiram übernommen ward; die umgab Babelon mit Mauer von jener Art und Gestalt, wie von vielen ja gesagt worden ist, von Ktesies und Zenon und <H>erodot und andern, die nach diesen. Darauf erzählt er ferner den Feldzug der Samiram gegen das Inder-Land und ihre Besiegung und Flucht; und wie sie selbst ihre Söhne niedermetzelte; und selber von Ninos, ihrem Sohne, getötet wurde, nachdem sie regiert hatte 42 Jahre. Nach welcher Ninuas die Herrschaft übernahm; von welchem Kephalion berichtet, daß er keine der Erwähnung würdige Tat verrichtete. Und sodann führt er einen nach dem andern auch die weitern übrigen auf; daß sie bis zu einer Periode von tausend Jahren geherrscht haben, Sohn vom Vater die Herrschaft übernehmend; und zwar habe kein einziger von ihnen sie weniger als zwanzig Jahre innegehabt. Denn ihre unkriegerischen, strapazenscheuen und weibischen Sitten bewahrten sie in gesichertem Gewahrsam; denn daheim saßen sie, und eine Beschäftigung hatten sie nicht; und niemand bekam sie zu Gesichte, außer ihren Kebsen und weibischen Männern. Wenn indessen es jemanden gelüsten sollte, Bekanntschaft mit diesen Königen zu machen, so zählt Ktesies dieselben im einzelnen mit Namen auf, wie mir dünkt dreiundzwanzig Könige. Mir jedoch, welche Lust oder Vergnügen könnte es mir bereiten, die Namen barbarischer Idiome zu nennen, <die> jeglicher männlicher Tugend und Tapferkeit lediger, die von Tyrannen, feigen, verweichlichten, verwilderten?«

Weiter in Fortsetzung hieran sagt er: »Als sie etwa um sechshundert und 40 Jahre waren, regierte Belimos über die Assyrer; und. es kam Perseus Danaes in das Land derselben an, 100 Schiffe mit sich führend; und es wandte sich Perseus zur Flucht vor Dionysos dem Sohn der Semele«. Sodann, hinweggehend über des Perseus durch Dionysos <erlittene> Niederlage, fährt er in weiterm Anschluß hieran fort: »In dem letzten Geschlechte, unter des Paninos Herrschaft über Assyrien, segelte der Argonauten Kriegsllottengeschwader zum Flusse Phasin und zum kolchischen Mente; und Herakles irrte ab vom Schiffe

wegen seiner Leidenschaft und aus Sohnsucht nach Hylas und gelangte, wie man sagt, irrfahrend irgend nach Gamir <= Kappadokien> hin«. Und wiederum sagt er: »Tausend Jahre von Sainiram bis zu König Mitreos: wenn jemand zählt, wird er die beiderseitige Übereinstimmung finden. Aledia aber, ein kolchisches Weib, eine Zauberin, ging weg vom König Eties; deren Sohn Medos war, woher die Meder, d.h. die Marer, und ihr Land ward geheißen Media, d.i. Marastan. Und als Nachfolger übernahm, so berichtet er, die Herrschaft des Mitreos Teutamos; auch dieser lebte gemäß Sitte und Brauch der Assyrer; und auch durch ihn geschah keine neue Tat«.

»Agamemnon und Meneleos, die Mykenäer, zogen zu Felde mit den Argivern gegen die Stadt Ilion unter der Feldherrschaft des Priamos des Phrygers.« »Die Heere der Griechen«, sagt er, »sind herangerückt gegen mich in dein Land; und wir haben uns im Kampfe entgegengeworfen: bald siegen wir, bald werden wir besiegt. Nun aber, siehe! ist auch mein Sohn <H>ektor gestorben und von den übrigen Söhnen viele und tapfere; schicke also uns Truppen, die uns zu Hilfe kommen werden, und einen Heerführer, einen tapferen!« Hierauf berichtet er im einzelnen, wie Teutamos ihm Ersatztruppen zur Hilfe sendet und als Anführer des Heeres den Memnon, Sohn des Tithonos, welchen durch einen ihm gelegten Hinterhalt die Thettaler töteten. Sodann sagt er im einzelnen: »König der Assyrer wird Sardanapallos im Jahre 1013«. Und schließlich besiegelter dessen Untergang: »Und nachdem Tode des Sardanapallos ließ Varbakes der Meder, als er die Herrschaft der Assyrer gestürzt hatte, auf die Meder die Herrschaft übergehen«. ---- Dieses Sämtliche Kephalion.

Es sind aber die Könige der Assyrer, die in den Büchern stehen, nach den zuverlässigen Büchern diese:

Könige der Assyrer.

1.   Ninos, von dem sie sagen, er habe als erster regiert

über alle Asianer, außer den Indern......    Jahre 52

Unter welchem sich findet gewesen zu sein Abraham, des Hebräervolkes Stammvater.

2.   Samiram................    Jahre 42

3.   Zames, welcher Ninuas...........    Jahre 38

4.   Arios.................    Jahre 30

5.   Aralios, welcher Amyros..........    Jahre 40

6.   Xerxes, welcher auch Baleos.........    Jahre 30

7.   Amramithes...............    Jahre 38

8.   Belochos................    Jahre 35

9.   Baleas.................    Jahre 12

10.   Aladas................    Jahre 32

11.   Mamythos................    Jahre 30

12.   Machchaleos...............    Jahre 30

13.  Spheros.................    Jahre 22

14.   Mamylos................    Jahre 30

15.   Sparethos................    Jahre 40

16.   Askatades...............    Jahre 40

Unter ihm war Moses, Gesetzgeber der Juden.

17.   Amyntas................    Jahre 45

18.   Belochos................    Jahre 45

Dessen Tochter Tratres, die zubenannt ward Achurard,

regierte demselben zufolge, 17 Jahre. Dionesios und Perseus waren um diese Zeiten.

19.   Balatores................    Jahre 30

20.   Lamprides ...............    Jahre 32

21.   Sosmares................    Jahre 8

22.   Lampares................    Jahre 30

23.   Pannyas................    Jahre 42

Unter diesem wurde die Schiffsflotte der Argier und Herakles erkannt.

24.   Sosarmos................    Jahre 19

25.   Mithreos................    Jahre 27

26.   Teutamos................    Jahre 32

Unter welchem Ilion eingenommen wurde.

27.   Teuteos................    Jahre 40

28.   Thineus................    Jahre 30

29.   Derusos................    Jahre 40

30.   Eupalmes................    Jahre 38

Unter diesem war Davith, der erlauchte König der Hebräer, dessen Sohn Salomon den Tempel von Jerusalem erbaute.

31.   Laosthenes...............Jahre 45

32.   Peritiades................Jahre 30

33. Ophrateos................Jahre 21

34.   Ophatanes................Jahre 50

35.    Akrazanes................Jahre 42

36.   Sardanapalles..............Jahre 20

Unter diesem gab Lakoriges Gesetze den Laked<ä>moniern.

Von Ninos bis auf diese haben die Könige der Assyrer geherrscht, da über die Athener Thespios, Sohn des Ariphron, regierte. Insgesamt ergeben sich für die ganze Assyrerdynastie nach den glaubhaften Schriftstellern 1240 Jahre, und nach andern 1300. Thonnos Konkoleros, der auf griechisch Sardanapalles heißt, hat, nachdem er die Niederlage erlitten von Varbakes und von Belesios, sich selbst dem Feuer überliefert; von welchem bis auf die erste Olympiade es 40 Jahre sind. Und nachdem Varbakes die Assyrerherrschaft beseitigt hatte, setzte er den Belesis zum Könige der Babylonier ein, und er selbst übertrug auf die Moder die Herrschaft der Assyrer, die so lange Zeit hindurch sich erstreckt hatte.

Könige der Meder.

1.   Varbakes................    Jahre 28

2.   Maudakes................    Jahre 20

3.   Sösarmos................    Jahre 30

4.   Artikas .................    Jahre 30

5.   Dei<o>kes...............    Jahre 54

6.   Phraortes................    Jahre 24

7.   Kyaxares................Jahre 32

8.   Azdahak................Jahre 38

Unter diesem regierte Kyros über die Perser; abgesetzt habend den Azdahak beseitigte er die Meder-herrschaft, die sich über 298 Jahre hin erstreckt hatte.

Andere indessen stellen andere Könige der Meder in schriftlicher Überlieferung dar.

Könige der Lyder.

1.   Ardyos der Alyatide............Jahre 36

2.   Alyates.................Jahre 14

3.   Meles.................    Jahre 12

4.   Kandaules................   Jahre 17

5.   Gyges.................   Jahre 35

6.   Ardys.............    Jahre 37

7.   Sardyartes................   Jahre 5

8.   Odiartes................    Jahre 49

9.   Krisos.................    Jahre 15

Krisos wurde getötet durch Kyros, der die Lyderherr-

schaft beseitigte.                                                                 

Könige der Perser.

1.   Kyros................Jahre 31

2.   Karnbyses................Jahre 8

3.   Zmerdis der Magier............Monate 7

4.   Dareh der Vestaspier............Jahre 36

Unter diesem wurde der Tempel von Jerusalem erneuert nach seiner ersten Inbrandlegung durch die Babylonier .

5.   Xerxes der Darehide............Jahre 20

6.   Artases, der genannt wurde »Langarm«.....Jahre 41

Unter diesem wurden Ezr und Neemia, Führer der Hebräer, erkannt.

7.   Dareh.................Jahre 7

8.   Artases.................Jahre 40

9.   Ochos.................Jahre 26

10.   Arses.................Jahre 4

11.   Dareh.................Jahre 6

Diesen tötete Alexandros der Philippide und bemächtigte

sich zugleich der Perser- und der Assyrerherrschaft, 12 Jahre. Nach welchem die Makedonier waren,

294 Jahre, bis zum Ende Kleopatras, einer Frau, die regiert hat um die hundertsiebenundachtzigste Olympiade. Unter welcher Augostos über die Römer regierte, der Sebastos zubenannt wurde, was verdolmetscht heißt »Verehrungswürdiger«; das fünfzehnte Jahr der Herrschaft über die Römer führte er; von welchem bis zur 202. Olympiade, mit der das fünfzehnte Jahr

des Kaisers Tiberios zusammentrifft, sich 52 Jahre ergeben; von da ab bis zu Kostandianos' Vicennalien sind 300 Jahre. Dieses nun soweit! Indessen wollen wir von hier weiter übergehen zu der Chronographie der Hebräer.

<Hebräer.>

Wie von den Hebräern die Chronographie überliefert

worden ist.

Die der Hebräer haben wir vorliegend aufgestellt aus Moses und denen nach ihm, was <diesbezüglich> für Bücher bei den Hebräern überliefert werden; und aus des Phlavios Jösepos »Jüdischer Alten Geschichte«, und aus des Aphrikanos »Zeitbeschreibungen«.

Wie die Hebräer die Chronographie schreiben.

Der Chaldäer und Assyrer, der Meder und Perser Zeiten- und zugleich Königs-Geschichte, das fürwahr ist's was wir im ersten Hauptstück erörtert haben. Daß ferner ein chaldäisches seinem Ursprung nach das Volk der Hebräer war, auch dies ist klar dargetan und erwiesen worden; denn daß ein Chaldäer Abraham war und dessen Vorfahren im Chaldäerland angesiedelt waren, ist ja bezeugt; wie denn auch Moses der Schrift überliefernd erzählt: »Und es nahm«, sagt er, »Thara den Abraham, seinen Sohn, und den Lot, den Sohn Arrans, seinen Enkel, und die Sara, seine Schnur, die Frau Abrahams, seines Sohnes, und führte sie weg aus dem Lande der Chaldäer«. Daher denn es sehr angemessen ist, im Anschluß an die Geschichtschreibung der Chaldäer auch die alte Geschichte der Hebräer darzustellen.

Sind doch auch die Sintflutberichte, die von jenen <den Chaldäern> erwähnt werden, von der Griechen Fabelei sehr fern abweichend, die sie über die unter Deukalion <stattgehabte> Flut vorbringen, und gar weit früher als die Zeiten des Ogyges und als die große Wasserflut unter Ogyges, die von den Griechen angeführt wird; vollends denn gar liegt fern ab von diesen Zeiten <der griechischen Sintfluten> die Sint-

Hut, die von den Hebräern erzählt wird, <nämlich> um nahezu tausend und zweihundert Jahre früher als des Ogyges Zeiten, die früher als die unter Deukalion <gewesene> Flut fallen, derselben um 250 Jahre vorangehend. Dagegen mit der assyrischen Geschichtschreibung und mit der Erzählung, die darin von der Wasserflut überliefert ist, haben nicht unerhebliche Verwandtschaft die hebräischen Schriftworte, in der Lehre <nämlich>, daß vor der Sintflut die Nachfolgen der Generationen der Reihe nach bis zur zehnten Zahl sich erstreckt und ausgedehnt haben. Nach der Sintflut aber wurde von drei Männern über den ganzen Erdkreis das Menschengeschlecht ausgebreitet. Von Jabeth nämlich, sagen sie, sei ganz Europa und <das Gebiet> vom Berge Amman bis zum westlichen Okianos zur Völkerwohnung <geworden>; und von Chain Egiptos und das Libyerland und weiter hinaus alle auf den westlichen Strichen; und von Sem, welcher der älteste Bruder war, die Assyrer und alle Gegenden des Orients. Und Babelons erste Erbauung schreiben dem Nebröth zu die Schriften der Hebräer. In dieserlei Form, nach diesen selben Worten erzählen sie: »Chus erzeugte den Nebroth«. Chus ist ein Äthiopier, von dem sie erzeugt erachten den Nebroth; von welchem denn auch sagt die Schrift: »Dieser hub an ein Riese zu werden auf Erden; er war ein riesiger Jäger vor Gott; weshalb man sagt: wie Nebröth ein Riese vor Gott. Und es ward der Anfang seines Königtums Babelon und Ored und Achad und Chalane im Lande Senaar. Aus jenem Lande ging As<s>ur hervor und erbaute Ninue« Ninue, sagen sie, sei Ninos, welches die erste königliche Stadt der Assyrer war, die Assur erbaute. Und er war von den Söhnen Sems, der, wie wir gesagt haben, innehatte sämtliche Gegenden des Sonnenaufgangs. Sie sagen, daß auch Söhne Sems seien Elam und As<s>ur und Arphaxad und Aram und Lud. Von Elam aber wurden <erzeugt> die Elamäer, das erste Geschlecht der Perser, von denen auch die Stadt Elamais erbaut ward. Und von As<s>ur die Assyrer; es erbaute As<s>ur die Stadt Ninos, die Ninue genannt wurde. Und von Arphaxad die Arphaxäer, die auch Chaldäer genannt wurden. Und von Aram die Aramäer, die auch Syrer <'Asori'> genannt wurden. Und von Lud die Lyder. Und des Arphaxad war ein Sohn Sala, und von diesem Eber, von welchem der Ebräer Name und Geschlecht ausging. Und von Eber war der sechste Stammnachfolger Abraham, des Judenvolkes Stammherr, das 10. Geschlecht nach der Sintflut. Dieses möchte soweit genügen. Denn gezeigt ist worden kurz zusammengefaßt, daß mit

den Chaldäern und den Assyrern die Hebräer gemeinsame <'gemischte'> Verwandtschaft haben. Deshalb dürfte es wohl angemessen sein, sofort nach jenen zu beginnen die Chronographie der Ebräer.

Der Anfang nun der Chronographie berichtet zuerst dasjenige, was auf unsern Eintritt ins Werden1 bezüglich ist, von dem Abweichen vom Guten. Zunächst stellt sie den Bericht von den Geschlechtern der Menschen auf, als deren ersten Stammherrn sie den Adam anführt, der gleichnamig war dem allgemeinen Geschlechte: denn <mit>. Adam bezeichnet im allgemeinen die gesamte Menschheit die Ebräersprache. Deren <d. h. der Stammeltern> Lebenszeit nach der Verbannung aus dem Garten der Göttliche Geist durch Moses berichtet; und der Reihenfolge nach hieran anreihend fügt er hinzu die Aufzählung von dessen Nachkommen, den Erbnachfolgern, und zu den Lebensaltern eines jeden die entsprechenden Zeiten; also daß es aus demselben auch uns ermöglicht wird anzuschließen und einzugliedern die Zeitbeschreibung der Ebräer.

Denn für den Wohnungsaufenthalt in dem sogenannten Gottes-Garten ist es niemandem möglich die Zeiten zu bestimmen. Mir scheint, daß auch der wunderbare Moses durch den Göttlichen Greist auf irgend eine bessere Wohnstätte als die unserer Welt hindeute, auf die glückseligen Stätten gottgeliebten Lebens, da er ja auch Garten nennt die erste Wohnstätte des Menschengeschlechts; denn es war im Garten Adam in einem wonnigeren und glückseligeren Leben, als das der Menschen; womit er schlechthin allgemein das gesamte Menschengeschlecht zu verstehen zu geben andeutet.

Es wird aber weder von jener Wohnung <der Paradies-Existenz> den Behandlungsgegenstand zur Erzählung herleiten unsere gegenwärtige Zeitbeschreibung; noch auch von wo ab des Himmels und der Erde und des Alls Schöpfuug gegründet und bewirkt ward, was etliche <tun zu können> gewähnt haben; sondern von wo ab als ein sterbliches, uns gemäß, unser Geschlecht festgesetzt ward, und von wo ab durch unsern ersten Vorfahren eines solchen <sterblichen> Weges Eingang für uns zu werden begann. Dieser war es, der aus dem Garten gefallen ist und aus dem wonnigen, glückseligen Leben verwiesen worden ist und mit Namen genannt ist Adam; dessen, seines verhängnisvollen und dem Tode verfallenen Lebens Jahreszahl aus den Hebräerschriften sammelnd werde ich weiter bei den Folgenden einfügen; womit auch die ebräische Chronographie ihren Anfang nimmt; von welchem auch die mosesische Schrift in dieser Weise und Gestalt zur Darstellung bringend erzählt:

»Und es vertrieb«, sagt er, »ihn«, das ist offenbar den ersten Menschen, »der Herr Gott aus dem Garten der Wonne, zu bearbeiten die Erde, woher er genommen war; und er vertrieb den Adam und ließ ihn wohnen gerade gegenüber dem Garten der Wonne.« Wozu er beifügend sagt: »Einging Adam zu Eva seinem Weibe; sie ward schwanger und gebar den Kam«. Von hier ab nun möge den Anfang nehmen unsere gegenwärtige Chronographie; und die etwaige vorausgehende <Ur->Geschichte möge sie aus der Verbindung mit diesen folgenden Zeiten als unbestimmte weg- und beiseite lassen.

Da jedoch auch bei den Hebräern es manche Nicht-Übereinstimmung gibt bezüglich ihrer nach ihnen <überlieferten> Zeiten, so möchte es gut sein, nachzugehen den Abweichungen der Worte bei jedem Einzelnen von ihnen, damit aus der abwägenden Vergleichung der Sämtlichen mit einander der richtige Befund hervorgehe. Nun erzählen die Mosesischen fünf Bücher die Weltschöpfung und des vorsintflutlichen Lebens und der nachsintflutlichen Altvorderen Geschichte, und die der ebräischen Erbnachfolgen und die von Moses Abgang aus dem Leben. Anders haben die Nachkommen der Juden die Gesetzesschrift, und anders die der Samyrtäer <Samaritaner>, welche Zuzügler der Juden waren. Ja sogar auch die Schriftzeichen der Hebräerschriften: verschiedenartig finden sie sich bei den Juden und verschiedenartig bei den Samyrtäern, welche <letztere> für die wahren und ursprünglichen zu halten auch nicht einmal die Nachkömmlinge der Juden leugnen dürften. Es war daher auch kein Zwiespalt unter ihnen bis zur Umbildung der Schriftzeichen. Aber auch in der Chronographie findet sich sehr viel Nichtübereinstimmung zwischen beiden Parteien, welche sofort nun gegenwärtige gegenüberstellende Vergleichung offen dartuend zeigen wird.

Es ist jedoch die Passung der griechischen Übersetzung von der jüdischen mitunter gar sehr verschieden; von der hebräischen der Samyrtäer aber nicht sehr, sondern bis zur Sintflut stimmt sie nicht überein, von da aber bis zu Abrahams Zeit hat sie übereinstimmend die Überlieferung; die bei uns Lesung ist, der siebzig hebräischen Männer Verdolmetschung, aus der Landessprache in griechische Sprache übersetzt; die sie unter Philadelphos Pt<o>lomeos wörtlichübereinstimmend überliefert in der Alexandriner-Stadt in der Bücherei der Divane niedergelegt verwahrten, sorgfältig, angelegentlich.

Nun werde ich also darstellen im einzelnen der Reihenfolge nach die einer jeglichen der Schriften <Bibelversionen> eigentümliche Bezeichnung; damit leicht sich ergebe das Verständnis von der jeweiligen Verschiedenheit der einzelnen prophetischen Berichte. Sehen wir daher zunächst, wie die Übersetzung der Siebenzig von Adam bis zu den Zeugungen Abrahams die Zeitbeschreibnng hat.

[Die der Siebenzig.]

1 er erste Mensch, Adam, geworden der Jahre 230, zeugt den Seth; und lebte außerdem Jahre 700, bis zum 135. Jahre des Malalael.

2.   Seth, geworden der Jahre 205, zeugt den Enös; und lebte außerdem Jahre 707, bis zum 20. Jahre des Enoch.

3.   Enös, geworden der Jahre 190, zeugt den Kainan; und lebte außerdem Jahre 715, bis zum 53. Jahre des Mathusala.

4.   Kainan, geworden der Jahre 170, zeugt den Malalael; und lebte außerdem Jahre 740, bis zum 81. Jahre des Lamech.

5.   Malalael, geworden der Jahre 165, zeugt den Jared; und lebte außerdem Jahre 730, bis zum 48. Jahre des Nö.

6.   Jared, geworden der Jahre 162, zeugt den Enoch; und lebte außerdem Jahre 800, bis zum 280. Jahre des Nö.

7.   Enoch, geworden der Jahre 165, zeugt den Methusala; und lebte außerdem Jahre 200; er verschied im 33. Jahre des Lamech.

8.   Mathusala, geworden der Jahre 165, zeugt den Lamech; und lebte außerdem Jahre 802; diesen habe überragt die Sintflut um 22 Jahre; was seines Lebens Zahl kund macht. Wie es jedoch in anderen Abschriften steht, lebte er außerdem noch Jahre 782, und verstarb gerade während der Sintflut.

9.   Lamech, geworden der Jahre 188, zeugt den Nö; und lebte außerdem Jahre 535; vor seinem Vater Mathusala starb Lamech; und er lebte bis zum 535. Jahre des Nö.

10. Nö, geworden der Jahre 500, zeugt den Sem, den Cham und den Jabeth; und lebte dazu bis zur Sintflut Jahre 100. Im Jahre 600 des Nö kam die Sintflut. Und es lebte Nö nach der Sintflut unter seinen Söhnen Jahre 350, bis zum 80. Jahre des Eber. Zusammen alle diese Jahre: 2242.

Dieses nach der Übersetzung der Siebenzig. Nach der hebräischen der Juden aber folgenderweise:

[Die der Juden.]

1.   Adam, geworden der Jahre 130, zeugt den Seth; und lebte dazu noch Jahre 800, bis zum 56. Jahre des Lamech,

2.  Seth, geworden der Jahre 105, zeugt den Enös; und lebte dazu noch Jahre 807, bis zum 168. Jahre des Lamech.

. 3. Enös, geworden der Jahre 90, zeugt den Kainan; und lebte dazu noch Jahre 815, bis zum 84. Jahre des Nö.

4.   Kainan, geworden der Jahre 70, zeugt den Malalael; und lebte dazu noch Jahre 840, bis zum 179. Jahre des Nö.

5.   Malalael, geworden der Jahre 65, zeugt den Jared; und lebte dazu noch Jahre 830, bis zum 234. Jahre des No.

6.   Jared, geworden der Jahre 162, zeugt den Enoch; und lebte dazu noch Jahre 800, bis zum 366. Jahre des Nö.

7.   Enoch, geworden der Jahre 65, zeugt den Mathusala; und lebte dazu noch Jahre 300; hin schied er im 113. Jahre des Lamech.

8.   Mathusala, geworden der Jahre 187, zeugt den Lamech; und lebte dazu noch Jahre 782, bis gerade zur Sintflut.

9.   Lamech, geworden der Jahre 182, zeugt den Nö; und lebte dazu noch Jahre 595; dieser endet 5 Jahre vor der Sintflut.

10. Nö, geworden der Jahre 500, zeugt den Sem, den Cham, und den Jabeth; und lebte dazu noch <bzw. 'unter diesen'> Jahre 100, bis zur Sintflut; im 600. Jahre Nös ward die Sintflut; und es lebte Nö dazu noch nach der Sintflut Jahre 350, bis zum 58. Jahre Abrahams.

Zusammen im ganzen 1656 Jahre.

Verschieden ist sie von der Siebziger Verdolmetschung um 586 Jahre. Hierbei weichen die der übrigen, <nämlich> die Zeiten von Adam bis zu Nö, vor eines jeglichen Kinderzeugung von der Siebziger-Übersetzung ab; und es stimmen überein mit derselben die Zeiten des Jared und des Mathusala und des Lamech. Und aus der Übereinstimmung dieser ist es naheliegend für uns zu vermuten, daß auch die denselben vorangehenden <Zeiten> unsere Lesung besser <überliefert> habe. Denn aus

der langen Zeit der Jarediden geht doch wohl hervor, daß auch bezüglich der vorangehenden man Schulter an Schulter gehen muß mit der Siebenziger-Überlieferung. Denn wenn bei den Jüngeren und Nachkömmlingen Zusätze von Hunderter-Zeiten sich finden mit der hebräischen Schrift übereinstimmend in der Siebenziger-Übersetzung, um wieviel mehr müßten da nicht angemessenerweise die jenen Vorangehenden und deren Vorfahren langlebiger sein als jene, ihre Abkömmlinge? Nun sehen wir in den einzelnen Lebenssummen eines jeden Mannes verschieden die Zeit vor der Kinderzeugung und verschieden die nach der Kinderzeugung: nach der Kinderzeugung nämlich wird dieselbe der Rechnung der Siebenzig entsprechende Zahl vollkommen ebenso auch in der Hebräer Lesart gefunden; nur vor der Kinderzeugung werden in den jüdischen Abschriften die Jahre gekürzt. Ich vermute, daß dies der Juden geflissentliches Werk war, sich zu erkühnen zu verkürzen, zu verstümmeln die Zeiten vor der Kinderzeugung, zu dem Behufe einer frühzeitigeren Verehelichung und Kinderzeugung. Denn wenn die Vorfahren, die langlebigen und hochbetagten Menschen, so früh zur Ehe und Kinderzeugung schritten, wie ihre Lesung angibt, wer würde da nicht ein eifernder Nachahmer jener ihrer Frühverheiratungs-Sitte werden?

Nach dem hebräischen <Texte> bei den Samyrtäern. [Die der Samyrtäer.]

1.   Adam, geworden der Jahre 130, zeugt den Seth; und lebte außerdem noch Jahre 800, bis zum 223. Jahre des Nö.

2.   Seth, geworden der Jahre 105, zeugt den Enös; und lebte außerdem noch Jahre 807, bis zum 335. Jahre des Nö.

3.   Enös, geworden der Jahre 90, zeugt den Kainan; und lebte außerdem noch Jahre 815, bis zum 433. Jahre des Nö.

4.   Kainan, geworden der Jahre 70, zeugt den Malalael; und lebte außerdem noch Jahre 840, bis zum 528. Jahre des Nö.

5.   Malalael, geworden der Jahre 65, zeugt den Jared; und lebte außerdem noch Jahre 830, bis zum 583. Jahre des Nö.

6.   Jared, geworden der Jahre 62, zeugt den Enoch; und lebte außerdem noch Jahre 785, bis gerade hin zur Sintflut.

7.   Enoch, geworden der Jahre 65, zeugt den Mathusala; und lebte außerdem noch Jahre 300; hin schied er im 180. Jahre des Nö.

8.   Mathusala, geworden der Jahre 67, zeugt den Lamech; und lebte außerdem noch Jahre 603, bis gerade hin zur Sintflut.

9.   Lamech, geworden der Jahre 53, zeugt den Nö; und lebte außerdem noch Jahre 600, bis gerade hin zur Sintflut.

10. Nö, geworden der Jahre 500, zeugt den Sem; und lebte außerdem . noch Jahre 100 bis zur Sintflut. Im 600. Jahre Nös ward die Sintflut. Und es lebte außerdem noch Nö nach der Sintflut Jahre 350, bis zum 83. Jahre des Eber. Insgesammt alle Jahre: 1307.

Sie weicht ab von der jüdisch-hebräischen um 349 Jahre, und von der Siebziger-Übersetzung um 935 Jahre. ---- Dieses nun vor der Sintflut.

Wir wollen indessen herantreten auch zu denjenigen Zeiten, die nach diesen Zeiten folgen. Und vorläufig werden wir dieses merkend im Sinne behalten, wie übereinstimmend mit dem Hebräerbericht von der Sintflut auch die Chaldäerschriften berichten und von der Arche, die von Nö angefertigt ward. Da ich jedoch nun einmal in der Reihenfolge dargestellt habe die bei den Chaldäern berichtete Erzählung, halte ich es für überflüssig, abermals dieselben Worte von neuem zu wiederholen. Daß aber die Sintflut über alle höchsten Berge hinaus emporgestiegen sei, ist uns wenigstens, die wir dies schreiben, als eine augensichtliche Wahrheit glaubhaft geworden durch die Auffindung gewisser Fische, die zu unsern Tagen <sich ereignete> oben auf den Hochkämmen des Libanangebirges. Denn als Steine von dort zu Bauwerken aus den höchsten Jochsenkungen des Gebirges Etliche herausbrachen, da fanden sie die mannigfaltigsten Arten von Seefischen in den Berghöhlungen, geradezu damit verwachsen, gleichsam eingepökelt und gedörrt und wohl aufbewahrt bis zum heutigen Tage; also daß es auch uns wirklich zuteil ward, Augenzeuge davon zu sein, zur Bezeugung der Glaubwürdigkeit jenes alten Geschichtsberichtes. Indessen möge man auch dieses so wie immer man es zu verstehen beliebe, auffassen. Wir aber gehen zum Folgenden über.

Nach der Sintflut, gemäß der Siebziger-Übersetzung, im zweiten

Jahre. [Die der Siebenzig.]

1. Sem, Sohn des Nö, zeugt den Arphaxad; und lebte außerdem noch Jahre 500, bis zum 101. Jahre des Phalek.

2.   Arphaxad, geworden der Jahre 135, zeugt den Sala; und lebte außerdem noch Jahre 403 bis zum 9. Jahre des Ragau.

3.   Sala, geworden der Jahre 130, zeugt den Eber; und lebte außerdem noch Jahre 406, bis zum 7. Jahre des Seruch.

4.   Eber, geworden der Jahre 134, zeugt den Phalek; und lebte außerdem noch Jahre 430 und drei, bis zum 38. Jahre des Nachör.

5.   Phalek, geworden der Jahre 130, zeugt den Ragau; und lebte außerdem noch Jahre 209, bis zum 75. Jahre des Seruch. Zu den Tagen desselben wurde geteilt die Erde; weshalb auch denn bedeutet Phalek in der Hebräersprache Teilung. Und dieser starb vor seinem Vater. Unter diesem wurde der Turmbau aufgeführt. Und aus einer Sprache wurden sie in viele Mundarten zerteilt; und

je nach jedem einzelnen Volk wurden je verschiedene Zungen zugeteilt. Es erwähnen dies die Göttlichen Schriften und bekennen es mitzeugend auch die profanen Bücher: es verzeichnet dies der Polyhistor Alexandros in dem Chaldäerbuche, und in derselben Fassung auch Abydenos; deren Aussagen in der Chaldäergeschichte im Vorhergehenden ich zu Urkunde niedergelegt habe. ---- Nach Phalek aber:

6. Ragau, geworden der Jahre 135, zeugt den Seruch, und lebte außerdem noch Jahre 207, bis zum 77. Jahre des Nachör.

7.   Seruch, geworden der Jahre 130, zeugt den Nachör; und lebte außerdem noch Jahre 200, bis zum 51. Jahre Abrahams.

8.   Nachör, geworden der Jahre 79, zeugt den Thara; und lebte außerdem noch Jahre 119, bis zum 49. Jahre Abrahams.

9.   Thara, geworden der Jahre 70, zeugt den Abraham; und lebte außerdem noch Jahre 135, bis zum 35. Jahre des Isahak.

10. Abrahams erstes Jahr. Dieser war des Judenvolkes erster Stammherr. Unter ihm <zu seiner Zeit> herrschte über Assyrien und alle Asianer Ninos und Samiram. Im ganzen sind es von der Sintflut bis zum ersten Jahre Abrahams

942 Jahre. Und von Adam bis zur Sintflut waren es 2242 Jahre. Und

alle insgesamt sind es 3184.

Nach der jüdisch-hebräischen aber, im zweiten Jahre nach der

Sintflut.

[Die der Juden.]

1.   Sem, Sohn Nös, zeugt den Arphaxad; und lebte außerdem noch Jahre 500, bis zum 50. Jahre Jakobs.

2.   Arphaxad, geworden der Jahre 35, zeugt den Sala; und lebte außerdem noch Jahre 403, bis zum 48. Jahre des Sahak.

3.   Sala, geworden der Jahre 30, zeugt den Eber; und lebte außerdem noch Jahre 403, bis zum 18. Jahre Jakobs.

4.   Eber, geworden der Jahre 34, zeugt den Phalek; und lebte außerdem noch Jahre 430, bis zum 79. Jahre Jakobs.

5.   Phalek, geworden der Jahre 30, zeugt den Ragau; und lebte außerdem noch Jahre 209, bis zum 48. Jahre des Abraham.

6.   Ilagau, geworden der Jahre 32, zeugt den Seruch; und lebte außerdem noch Jahre 207, bis zum 78. Jahre des Abraham.

7.   Seruch, geworden der Jahre 30, zeugt den Nachor; und lebte außerdem noch Jahre 200, bis zum 1. Jahre des Sahak.

8.   Nachor, geworden der Jahre 29, zeugt den Thara; und lebte außerdem noch Jahre 119, bis zum 49. Jahre Abrahams.

9.   Thara, geworden der Jahre 70, zeugt den Abraham; und lebte außerdem noch Jahre 105, bis zum 35. Jahre des Sahak.

10. Abrahams erstes Jahr.

Zusammen von der Sintflut bis zum ersten Jahre Abrahams: Jahre 292; und insgesamt von Adam an Jahre: 1948. Ein Unterschied ist von der Siebziger-Übersetzung um Jahre 1235.

Nach der Samyrtäer-hebräischen aber, im zweiten Jahre nach

der Sintflut:

[Die der Samyrtäer.]

1.   Sem, Sohn Nös, zeugt den Arphaxad; und lebte darnach noch Jahre 500, bis zum 101. Jahre des Phalek.

2.   Arphaxad, geworden der Jahre 135, zeugt den Sala; und lebte darnach noch Jahre 80, bis zum 39. Jahre des Phalek.

3.   Sala, geworden der Jahre 130, zeugt den Eber; und lebte darnach noch Jahre 80, bis zum 39. Jahre des Ilagau.

4.   Eber, geworden der Jahre 134, zeugt den Phalek; und lebte darnach noch Jahre 270, bis zum 140. Jahre des Ilagau.

5.   Phalek, geworden der Jahre 130, zeugt den Ilagau; und lebte darnoch Jahre 109, bis zum 109. Jahre des Ilagau.

6. Ragau, geworden der Jahre 132, zeugt den Seruch; und lebte darnach noch Jahre 207, bis zum 77. Jahre des Nachör.

7.   Seruch, geworden der Jahre 130, zeugt den Nachör; und lebte darnach noch Jahre 100, bis zum 21. Jahre Abrahams.

8.   Nachör, geworden der Jahre 79, zeugt den Thara; und lebte darnach noch Jahre 69, bis zum 69. Jahre des Thara.

9.   Thara, geworden der Jahre 70, zeugt den Abraham; und lebte darnach noch Jahre 75, bis zum 75. Jahre des Abraham.

10. Abrahams erstes Jahr.

Zusammen von der Sintflut bis zum ersten Jahre Abrahams: Jahre 942; ebensoviel wie es bei der Siebziger-Version war.

Nun also stimmen überein mit unserer Lesung die von den Samyrtäern geführten hebräischen Schriften nach den vorderen Jahresüberlieferungen vor der Kinderzeugung; und sind abweichend zu der hebräischen der Juden um 650 Jahre; denn es waren von der Sintflut bis zum ersten Jahr Abrahams nach der Jüdenschrift 242 Jahre. Wenn nun aber nach dem ursprünglichen alten hebräischen Gesetz, das bis auf heute bei den Samyrtäern sich unversehrt erhalten findet, übereinstimmend mit der Siebziger-Übersetzung erscheinen die von der Sintflut ab und bis auf Abraham <gewesenen> bezüglich ihrer Hunderter-Jahre, welche vorliegen, und die gemäß der Zahl derselben <Jahre> Kinder zeugten: welche Logik wäre es da zu sagen, daß jene soviel hochbetagteren und soviel Jahre mehr als ihre Nachkommen gelebt habenden frühzeitiger zur Kinderzeugung schritten? und nicht vielmehr gemäß der Siebenziger Zeitenrechnung? Auch gibt dies wahrlich die nüchterne Überlegung zu verstehen; also daß es nötig ist zu bekennen, daß in der jüdischen Schrift ein Fehler ist in den Zeiten von Adam bis auf Abraham, mit Ausnahme von Dreien, den Jarediden sage ich; bei den Samyrtäern hingegen nur bis zur Sintflut, da von der Sintflut bis auf Abraham sich übereinstimmend finden die Jahre mit der bei den Siebzigern vertretenen Überlieferung der Jahrebezeichnung.

Es ist also wohl ganz klar, daß die hebräische der Juden fehler-

haft ist. Denn solcherweise berechnet sie auf dieselbe Weise für die Zeiten des Abraham und des Nö die Zahl, die auch nicht ein einziger von den Geschichtsberichten darstellt. Wenn nämlich, der Juden Schrift gemäß, von der Sintflut bis zu Abraham sich 292 Jahre herausstellen, da Nö nach ihrer Rechnung nach der Sintflut 350 Jahre gelebt hat, ist es offenbar, daß er sein Leben bis zum achtundfünfzigsten. Jahre Abrahams ausgedehnt habe. Aber auch noch auf andere Weise kann man die Mangelhaftigkeit der jüdischen Fassung erkennen: darin daß sie schreibt, daß als Dreißigjährige die vor Abraham <Gewesenen> zur Kinderzeugung schreiten; da doch nicht einmal die, welche nach Abraham dargestellt werden, sich als zuerst im dreißigsten Jahr zur Kinderzeugung Gelangende finden!

Es ist daher allenthalben wohl klar, daß die Siebenziger-Übersetzung aas alten und fehlerlosen Vorlagen der Hebräer übersetzt worden ist; und billigerweise werden auch wir dieselbe zugrunde legen bei unserer Zeitbeschreibung, die uns vorgesetzt ist. Und zumal da auch gar die Kirche Christi, die über den ganzen Erdkreis ausgedehnt ist, diese allein führt. Welche auch unseres Heilandes Apostel und Jünger von Anbeginn an zu gebrauchen überliefert haben.

Es finden sich also, nach den Siebenzig: von Adam bis zur Sintflut 2242 Jahre; und von der Sintflut bis zum ersten Jahre Abrahams 942 Jahre; und im ganzen 3184 Jahre.

Nach der Jüdisch-hebräischen aber: von Adam bis zur Sintflut 1656; und von der Sintflut bis zum ersten Jahre Abrahams 292 Jahre; und im ganzen 1948 Jahre.

Nach der Samyrtäisch-hebräischen aber: von Adam bis zur Sintflut 1307; und von der Sintflut bis zum ersten Jahre Abrahams 942 Jahre; und im ganzen 2249 Jahre.

Und vom ersten Jahre Abrahams bis zu Moses und zum Auszuge der Juden aus Egiptos ergeben sich übereinstimmend nach allen Übersetzern 505 Jahre; welche nach dieserlei Weise berechnet werden:

Im fünfundsiebzigsten Jahre des Lebens Abrahams hat ihm Gott, der sich ihm offenbarte, versprochen, zu geben seiner Nachkommenschaft das Land der Verheißung. Denn es steht geschrieben, daß »Abraham war der Jahre siebzig und fünf, als er aus Charan auszog; und es nahm Abraham die Sara, sein Weib, und den Lot, seinen Brudersohn«. Und hieran fügend sagt im einzelnen die Schrift: »Und es erschien Gott dem Abraham und sagt zu ihm: Deinem Samen werde

ich dieses Land geben«. Daher ergeben sich von dem ersten Lebensalter Abrahams ab 75 Jahre; und vom fünfundsiebzigsten Jahre Abrahams bis zum Auszug der Juden aus Egiptos 430 Jahre. Dasselbe bezeugt auch der Apostel Polos: »Das Testament« , sagt er, »das vorher bestätigt war von Gott, das Gesetz, das nach 430 Jahren geworden ist, kann es nicht nichtig machen zur Verhinderung der Verheißung.« Und hieran anschließend sagt er: »Dem Abraham aber hats durch Verheißung geschenkt Gott«. Geboren wird dem Abraham ein Sohn Isahak im hundertsten Jahre desselben, nach 25 Jahren der ihm von Gott versprochenen Verheißung. Und weiter ergeben sich als noch fehlend bis zum Auszuge aus Egiptos 405 Jahre, so dass von der Verheißung bis zu jener Zeit 430 Jahre sind. Der aber sich offenbart hatte dem Abraham, Gott, abermals erscheinend sagt ihm: »Wissend wisse, daß pilgern wird dein Same in einem Lande, das nicht sein ist; und knechten wird man sie und plagen 400 Jahre «. Überaus nachdrücklich hat er Erwähnung getan des Samens. Damit wir nicht es für des Isahak Zeiten halten, ist angegeben beim Auszug der Söhne Israels aus dem Lande der Egypter jene 430jährige Zeit. Denn so spricht die Schrift: »Die sie gewohnt haben in Egiptos und im Lande der Chananäer, sie und ihre Väter, 430 Jahre. Und es geschah, nach 430 Jahren zogen weg die Heere des Herrn aus dem Lande der Egypter bei Nacht«. Da nun aber insgesamt 430 Jahre sind seit Gottes Verheißung her, die im fünfundsiebzigsten Jahre der Lebenszeit Abrahams geschah, so erhellt denn, daß vom ersten Jahre Abrahams bis zu Moses und zum Auszug aus Egiptos es 505 Jahre sind; welche ausführlich aufzählen Etliche auf dieserlei Weise:

Abraham, geworden der Jahre 100, zeugt den Isahak.

Und Isahak, geworden der Jahre 60, zeugt den Jakob.

Jakob, geworden der Jahre 86, zeugt den Levi.

Levi, geworden der Jahre 46, zeugt den Kahath.

Kahath, geworden der Jahre 63, zeugt dem Amram.

Amram, geworden der Jahre 70, zeugt den Moses. Moses, geworden der Jahre 80, führt heraus das Volk aus Egiptos.

Insgesamt im ganzen vom ersten Jahre Abrahams bis zum Auszug aus Egiptos: 505 Jahre. Und im ganzen von Adam bis zum Auszug aus Egiptos: nach den Siebenzig 3689 Jahre, und nach den Juden 2453 Jahre, und nach den Samyrtäern 2753 Jahre.

Und nach Moses' Tode bis zu Solomon und zur Erbauung des

Tempels überliefert anders das Buch der Richter, mit welchem auch der geweihte Apostel Polos in den »Werken der Apostel« übereinstimmt, und anders die Geschichte des Königtums und die Auslegung <Unterscheidung> der Ebräer. Am besten dürfte es sein, ein jegliches eins nach dem andern durchzugehen und das, was das nichtige zeigt, anzunehmen.

Zuvörderst jedoch darf auch über dieses nicht ohne Untersuchung hinweggegangen werden, wie auch Aphrikanos fünf Zeitbeschreibungsbücher verfaßt hat. Und mir scheint, daß er denn gar gewaltig irregeht in Diesem, was uns vorliegt. Denn vom Auszuge Moses bis zu Solomon und des Tempels von Jerusalem Erbauung sammelt er nach seiner freilich ihm eigentümlichen Zählung 744 Jahre; und dieselben großenteils ohne Zeugnis aufstellend, fehlt er nicht nur gegen der Göttlichen Schriften Aussage, sondern führt, indem er auch ein gewisses Anmaßungsverfahren in Anwendung bringt, volle hundert Jahre gar von sich aus ein. Denn er setzt zuviel Jahre an: für die Greise, die nach Jesu gewesen sind, 30 Jahre; und nach Sampson für den Genossenschaftsbund 40 Jahre; und wiederum 30 Jahre des Friedens. Soviel Jahre überschüssig ohne Bezeugung ansetzend, führt er stillschweigend eine Menge vieler Jahre von sich selbst heraus ein; zwischen Moses' Zeiten und Solomons Königtum seien, sagt er, mehr als siebenhundert und 40 Jahre.

Man muß in Betracht nehmen die Geschlechter, die vorher gewesen sind, wieviele ihrer waren, und daraus den Schluß ziehen auf nichtiger Worte Kunstgriffe. Wenn nämlich von Abraham bis zu Davith vierzehn Geschlechter sind, und oben schon unter Moses das elfte Geschlecht vorüber war, unter welchem Naasön, Sohn Aminadabs als Fürst des Stammes Juda erkannt ward, und dieser eben dort in der Wüste verstarb ---- denn er war einer von denen, die aus Egiptos ausgezogen waren und in der ersten Zählungsmusterung vorbeizogen: so ist's offenbar, daß weiter noch fünf Geschlechter nach Naasön bis zu Davith fehlten bei der Zählung. Denn Naasön zeugte den Salmon, und dieser den Boos, und dieser den Obed, und dieser den Jesse, und dieser den Davith. Welcher Grund ließe sich daher dafür anführen, daß auf die fünf Geschlechter nach Moses sich eine Summe von 700 Jahren vereinigte? Wenn man nämlich gleichmäßig auf die einzelnen Männer eines jeden Geschlechtes diese Zeit verteilte, so ergäben sich 140 Jahre, die gelebt hätte ein jeder Einzelne vor der Nachwuchszeugung; und dieses würde doch keiner von den Gesunddenkonden zugeben mögen. Denn selbst Moses endigte ja als 120 jähriger; und

dessen Nachfolger Jesu schied hin als 110 jähriger; und ihrem Vorfahren Joseph war für's ganze Leben 110 Jahre beschieden gewesen zu leben; und auch der neben diesen ältere Jakob, der auch Israel genannt wurde und aller Juden Stammherr war: im ganzen lebte er 145 Jahre. Also denn, welche Gründe ließen sich wohl beibringen dafür, daß weiter abwärts und nach Moses es jemandem beschieden gewesen wäre, solch lange Zeiten zu leben, wie sie im Vorigen1 angegeben worden sind? ---- Aphrikanos aber ist hierin solcherweise irregegangen. Kleines jedoch bringt von Jesu, des Moses Nachfolger, bis zur Erbauung des Tempels 574 Jahre zusammen; worüber man sich aus dessen Erstem Buche unterrichten kann. Nun sagt aber der göttliche Apostel Polos in seiner Juden-Standrede: »Ausgerottet hat Jesu 7 Stämme im Lande der Chananäer und hat ihnen dies Land vererbt; und nach 450 Jahren gab er ihnen Richter bis auf Samuel den Propheten; und von da hinfürder verlangten sie einen König; und er gab ihnen den Saul, Sohn des Kis, einen Mann vom Stamme Benjamin, 40 Jahre; und er entsetzte diesen und erweckte ihnen den Davith.« Dieses spricht der Apostel. Und es belaufen sich nach demselben die Zeiten nach Jesu zusammen auf 534 Jahre: die der Richter auf 450 Jahre, bis zu Samuel, wie derselbe berichtet, insgesamt; und hierzu, wenn zu den Samuelischen [man hinzufügt Sauls 40 Jahre, und des Davith nach derselben Weise 40, und des Solomon 4 bis zur Erbauung des Tempels, so ergeben sich insgesamt, gemäß dem Apostel: von Jesu, des Moses Nachfolger, bis auf Solomon 534 Jahre. Wenn man aber noch die des Moses hinzurechnet, die vierzig Jahre in der Wüste, und Jesus des Sohnes Naves 27 Jahre, so dürften sich zusammen im ganzen ergeben nach des Apostels Rechnung 600 Jahre. Und nicht soviel nur, sondern es dürfte auch das Buch der Richter übereinstimmend sein mit dem Apostel: denn auch dieses berechnet die Zeit der Richter auf 450 Jahre, bis zu Samuel: es steht nämlich darin im einzelnen folgendermaßen:

[Aus dem Buche der Richter.]

Nach Jesu herrschten:

Fremdgeschlechtige......Jahre. 8

Gothoniel..........Jahre 40

Fremdgeschlechtige ......Jahre 18

                  Aöd und Samegar...... . Jahre 80

Fremdgeschlechtige......Jahre "20

Barak und Debora.......Jahre 40

Fremdgeschlechtige...... Jahre 7

Gedeon...........Jahre 40

Abimelech.......... Jahre 3

                  Thola...........Jahre 23

Jair............Jahre 22

Fremdgeschlechtige ......Jahre 18

Jephthai...........Jahre 6

Esebon...........Jahre 7

                  Eglon........... Jahre 10

                  Abdon...........Jahre 8

Fremdgeschlechtige.......Jahre 40

Sampson..........Jahre 20

Heli, unter welchem Samuel . . . Jahre 40 Im ganzen sämtliche Jahre der Richter 450 bis auf Samuel. Dieserweise ergibt sich hiermit die Berechnung übereinstimmend so wie auch der geweihte Apostel angegeben hat. Es ist nämlich in dieser Rechnung weder des Moses Zeit, noch die des Jesu, des Nachfolgers Moses', noch die des Samuel, noch auch die des Saul <mitinbegriffen>. Die des Samuel und des Saul mögen einstweilen beiseite bleiben, und die des Jesu. Nach dem Apostel jedoch sollen auch des Saul 40 Jahre hinzugestellt sein zu den vierhundertundfünfzig Jahren der Richter; mit diesem zusammengefaßt auch des Davith 40 und des Solomon 4 Jahre: was im ganzen macht 534 Jahre. Dieser-maßen war auch die apostolische Überlieferung. Hierzu gerechnet die 40 Jahre Moses' in der Wüste und Jesu des Nave 27 Jahre, wie auch die Söhne der Hebräer angeben, und es macht im ganzen 600 Jahre. Wenn man nun dies auf die besprochenen fünf Geschlechter zwischen Naason und Davith anwendet und es auf ein jedes derselben gleichmäßig verteilt im einzelnen, so bringt dies für jeden einzelnen mehr als 115 Jahre heraus, bevor derselbe zur Kinderzeugung schreitet, was doch wohl nicht allzusehr glaubwürdig sein dürfte. Denn wenn für Moses sich finden 120 Jahre Lebenszeit, werden da etwa die nach ihm Gewesenen, als sie gleichalterige mit ihm geworden, Kinder gezeugt

haben? ---- Was nun dürfte uns also <noch> fehlen, es sei denn, daß wir von hier aus zum Zeugnisse der Königtums-Bücher übergehen.

Nun bezeichnen die Königtums-Bücher mit Sicherheit, daß im ganzen vom Auszug der Kinder Israels aus Egiptos bis zu Solomon und zur Erbauung des Tempels 440 Jahre seien, so zwar, daß der Ebräer 480 Jahre sagt. Denn so spricht das dritte Buch der Königtümer: »Es geschah im 440. Jahre des Auszuges aus Egiptos, da begann zu bauen Solomon das Haus des Herrn«. Der Hebräer aber: »Und es geschah«, sagt er, »im 480. Jahre ----«. Diese Jahressumme behaupten die Lehrmeister der Juden auf 480 Jahre nach zuverlässiger Zählungsrechnung herausgebracht zu haben: sie berechnen nämlich nicht besonders die Jahre, während welcher sie sagen, daß die Fremdgeschlechtigen geherrscht haben über das Volk, indem sie allein die Herrschaft der Richter des Volkes zählen und mit derselben die Zeiten der Oberherrschaft der Fremden zusammenfügen. Und zwar billigerweise; da ja anders auch nicht eine Zeit von vierhundertundachtzig Jahren herauskommen würde. Betreffend den geweihten Apostel aber, so meine ich, daß er nicht gleichsam eine Abhandlung über Chronologie gegeben, noch auch mit genauer Sicherheit eine Rechnung überliefert habe, indem er besagter Jahre Zahl anführte, und daß er nicht etwa mit müßiger Eitelkeit zum heilsamen Worte der Lehre die Erwähnung der Zeiten getan habe, indem er von der gemeinen Lesung bezüglich der Richterherrschaft Gebrauch machte.

Die Königtümer-Bücher jedoch berichten klar und ausdrücklich, daß vom Auszuge bis auf Solomon die Jahressumme sich auf 440 oder 480 belaufe. Wenn wir die Zeiten der Richter gesondert abgetrennt nehmen, und wiederum für sich besonders ausscheiden die von den Richterbüchern erwähnten Jahre der Herrschaft der Fremdvölker, so beläuft sich die gesamte Zeit von Moses bis auf Solomon auf die Zahl von 600 Jahren. Denn es macht: für Moses in der Wüste 40 Jahre, und für Jesu 27; nach diesem für die Richter und Fremdstämmige 450, wie der Apostel berichtet, und das Buch der Richter stimmt ebendem bei; hiernach für Samuel und Saul 40 Jahre, dann auch für Davith 40, und für Solomon 4, bis zum Bau des Tempels: zusammen also im ganzen 600. Derart, daß einem jeglichen von den besagten fünf Geschlechtern, je einem einzelnen Manne die Zeit von 120 Jahren zuzuteilen vor der Kinderzeugung ein Ding von wohl starker Unwahrscheinlichkeit sein dürfte.

Wenn wir indessen den Königtums-Büchern nachgehen möchten, werden wir 480 Jahre zusammenbringen, mit Ausscheidung der Ebräer-

Knechtschaftszeit von 120 Jahren, zu welcher sie berichten, daß sie den Fremvölkern gedient haben; oder vielmehr indem wir in einem zugleich als der Zeit nach zusammenfallend die Periode der Freiheit vermengt mit derjenigen der Knechtschaft des Volkes zählen, wie die Ebräerrechnung überliefert, was auch wir in Anwendung bringen wollen, in ebendieser Rechnung, die uns vorgesetzt ist: die Zeiten der Fremdvölker zu der Zahl der Jahre der Richter zu rechnen. Und ---- zumal da uns noch nicht glaubhaft dünken will der fünf Geschlechter, die zwischen Naasön und Davith waren, Zeitzwischenraum ---- wenn wir abziehen von diesen 480 Jahren die vierzig Jahre des Moses in der Wüste, und des Solomon 4, so ergeben sich, als welche übrigbleiben, 436 Jahre bis zu Daviths Ende. Diese nun auf die fünf Geschlechter verteilen, je 87 einem jeden der Geschlechter geben: falls man aufmerkt, wird man diese Überlieferung für die richtige befinden; und zwar aus Daviths Geburt. Dem greisen Jesse ward als achter Sohn Davith, und nach den sieben Brüdern, welche älter waren als er: so daß auch hieraus wir auf ein nicht unähnliches Zahlenverhältnis bei den Vorfahren rechnen dürfen.

Es möge darum also nach unserm Königtumsbuche sein: vom Auszug aus Egiptos bis zu Solomon und des Tempels Erbauung der Reihenfolge nach gezählt 480 Jahre, hierin auch inbegriffen die Zeit der Fremdvölker nach der Folge der Herrschaft der Richter, die gewaltet haben einer nach dem andern.

Es wird dies aber auch noch andererweise deutlicher veranschaulicht aus dem Buche der Richter selbst. Jephthae war einer von den Richtern des Volkes. Als ein Krieg sich erhob gegen ihn von denen, die um den Jordanfmß herum wohnhaft waren, den Amorhäern, schickte er Botschaft an die Feinde, dieses Wortlautes: »Und nun möchtest du wohl wackerer sein«, sagt er, »als Balak, der Sohn Sephphors, des Königs der Moabiter? Hat er etwa im Kampfe gekämpft mit Israel? oder auch hat er die Stirn geboten gegen sie im Hause Israel, in Esebon und ihren Töchtern, in Jazer und in den Städten dieser um den Jordanfluß, 300 Jahre? Warum haben sie dieselben nicht gerettet zu jener Zeit?« Hierdurch nämlich lehrt er, daß 300 Jahre inmitten sich Befinden von den Zeiten Moses' und von Balak dem Sohne Seph[ph]ors bis zu seiner Zeit. Diese 300 Jahre aber werden nicht anders zusammengebracht, wenn nicht die Zeiten, für welche die Herrschaft der Fremdvölker be-

richtet wird, den Jahren der Richter, die geherrscht haben, zugezählt werden. Wenn man dagegen gesondert für sich ansetzt die Jahre der Volksknechtschaft und der Fremdvölkerherrschaft, so gehen sie durch ein Übermaß über die Zeit der dreihundert Jahre hinaus. Wenn man jedoch bloß zählt die Jahre der Eichter, die geherrscht haben, so wird man finden von der bemerkten Zeit des Moses bis zu Jephthai 300 Jahre!; soviel auch eben des Jephthai Ausspruch bezeugt.

Es werde daher diese Zeitbeschreibung, die uns vorgesetzt ist, folgendermaßen:

Von Moses bis zu Solomön.

Moses'...................Jahre 40

Jesus....................Jahre 27

Fremdstämmiger und Godoniels des Richters.....Jahre 80

Fremdstämmiger und Deböras und Baraks......Jahre 40

Gedeons ................... Jahre 40

Abimelechs................ Jahre 3

Thölas...................Jahre 22

Jairs....................Jahre 22

Fremdstämmiger und Jephthais des Richters......Jahre 6

Sebegons.................. Jahre 7

Abdons...................Jahre 8

Fremdstämmiger und Samphsons..........Jahre 20

Unter diesem entbrannte der Ilionische Krieg.

Helis.................... Jahre 40

Samuels und Sauls...............Jahre 40

Daviths...................Jahre 40

Solomons bis zur Erbauung des Tempels.......Jahre 4

Zusammen von Moses und dem Auszuge aus Egiptos bis zur Ausrüstung des Tempels 480 Jahre.

Von Moses' Stellvertreter Jesu bemerkt das gleichnamige Buch nichts weiter als bloß bei seinem Tode, daß er im ganzen 110 Jahre gelebt habe. Die Hebräer jedoch sagen, daß die Zeiten seiner Vor-steherschaft auf 27 Jahre sich belaufen; so daß er, als er mit Moses aus Egiptos zog, 43 Jahre war.

In betreff des Samuel aber, da auch dessen Zeiten nicht klar ausspricht die Schrift, erachte ich, daß, was von dem Göttlichen Apostel über Saul gesagt ist, gemeinsam sei für Saul und für Samuel. Denn

es scheint Samuel viele Jahre gewesen zu sein Vorsteher des Volkes; von Saul aber bezeugt bloß zwei Jahre die Schrift. Im ersten Hauptstück nämlich des Königtums ist geschrieben dieserweise: »Sohn«, sagt es, »eines Jahres Saul bei seiner Regierung; und zwei Jahre noch regierte er über Israel«. Sym<m>achos aber überliefert deutlicher; denn er hat folgendermaßen übersetzt: »Ein Sohn«, sagt er, »gleichsam ein Jährling Saul bei seinem Regierungsantritt«, das heißt, einfältig und unversucht vom Bösen, hat er bedeutet, sei der Mann gewesen zu der Zeit, zu welcher ihm ward der Beginn seines Königtums; und daß er zwei Jahre nur verblieben in dieser Sinnesart; und dann verdorben und geächtet worden sei von Gott, bis eines Dämons Schlinge ihn umgarnte. Deshalb werden seine weiteren Jahre dem Samuel zugerechnet. Eben darum haben wir für Samuel und Saul angesetzt 40 Jahre. Aber nicht nur aus dem apostolischen Zeugnis ergibt sich eine so lange Zeit von Jahren für Saul, sondern auch aus einer genauen Einzeluntersuchung der Schrift. Denn nach dem Tode Sauls sagt die Geschichte: »Ein Vierzigjähriger war Jebusthe, Sohn Sauls, als er herrschte über Israel; und zwei Jahre regierte er, mit Ausnahme bloß vom Hause Juda, die im Gefolge Daviths waren«. Dieser Jebusthe nämlich wird, als noch ein Neuling in der Herrschaft war Saul, geboren. Denn es erwähnen die Schriften zu Anfang von Sauls Königtum dessen drei Söhne; und den gegenwärtig besprochenen erwähnen sie nicht; so daß wir verstehen, daß er nachher geboren wurde, und daß ebensoviel Jahre seien des Königtums Sauls, als dessen Sohnes Jahre nach dessen Tode ausmachen.

Es sei aber zugleich hiermit gemerkt auch dies, was gesagt wird im dritten Hauptstück des Königtums: vom Auszug aus Egiptos bis zu Solomon und zur Erbauung des Tempels 480 Jahre; und von Abraham bis zum Auszug, der durch Moses geschah, 505 Jahre; und von der Sintflut bis zum ersten Jahre Arahams 942 Jahre; und von Adam bis zur Sintflut 2242 Jahre; und es ergeben sich im ganzen von Adam bis zu Solomon und des Tempels Erbauung 4150 Jahre.

in betreff der Zeiten Solomons und in betreff des von ihm bewerkstelligten Tempelbaues hat zu Zeugen phönikische Männer vorgeführt In der ersten Geschichte der Jüdischen Altertümer der Geschichtschreiber Josepos. Nicht scheint mir unnütze der von ihm erwähnten Männer Zeugnis; er schreibt nämlich in der eben besagten Geschichte nach dieserweise Fassung:

Des Josepos1, aus der Phönikier Zeugnisse, über den Jerusalemischen Tempel.

Ich will nun von diesem aus übergehen zu den Urkunden der Phönikier, die in betreff unseres Volkes geschrieben sind, und die Zeugnisse aus ihnen aufführen. Denn es gibt, wird bewahrt bei den Tyriern von altersher gar viel vorzeitlicher Jahre königliches Schrifttum, und mit großer Sorgfalt aufbewahrtes, von den Dingen, die von ihnen gewirkt worden sind, und von sonstigen Großtaten, die des Andenkens würdig seien. Worin geschrieben ist, daß der Tempel Jerusalems gebaut ward von Solomon dem Könige um 143 Jahre und acht Monate früher, als die Tyrier Karchedon erbauten. Verzeichnet ist von denselben nicht unbestimmt etwa unseres Tempels Erbauung. <H>iromos nämlich, König der Tyrier, Freund unseres Königs Solomon, hatte die väterliche Freundschaft ererbt. Dieser, ein hochherzig freigebiger Mitwirker beim Baue dem Solomon geworden, gab zur Pracht des Tempels als Beisteuer 120 Talente Goldes, ließ fällen das schönste Bauholz vom Gebirge, das Libanos genannt heißt, zur Bedachung des Baues es hinsendend. Und Geschenk gegen Geschenk spendete ihm Solomon, samt vielen Sachen, auch einige Örtlichkeiten im Galiläerlande, wo es Chabula heißt. Noch mehr führte sie zur Freundschaft die Lust nach Weisheit: sie sandten nämlich einander Rätsel und forderten zur Auflösung auf; der hervorragendere aber war hierin Solomon, und auch in vielen andern Dingen weisere. Noch jetzt fürwahr finden sich bei den Tyriern viele Briefe von den Briefen, die jene aneinander schrieben. Daß aber dies nicht etwa von mir erdichtete Worte sind in betreif der Geschichtschreibung der Tyrier, <dafür> werde ich vorführen als zuverlässigen Zeugen einen in der phönikischen Geschichte sicher glaubwürdig gewordenen Mann, den Dios. Dieser schreibt in den Phöniker-Geschichten folgendermaßen:

»Nach dem Tode des Abibal regierte dessen Sohn <H>iromos. Dieser vergrößerte, indem er an der Ostseite der Stadt einen Damm aufwarf, die Stadt; und den Tempel des olympischen Gottes Arainazd, der getrennt lag auf der Insel, verband er, indem er den Zwischenraum auffüllte, mit der Stadt; und mit goldenen Weihebildern stattete er ihn aus. Aufsteigend auf den Libananberg, den zederreichen, fällte er Holz zur Erbauung von Tempeln. Von dem Gewalthaber der Jerusalemiten,

dem Solomon, berichtet man, seien Rätsel an <H>iromos gesandt worden; und er habe von ihm Eätsel für Rätsel entgegenzunehmen sich gewürdigt; und der sie nicht lösen könnte, sollte für die Lösung eine Geldstrafe zahlen. <H>iromos, der darauf einging und nicht imstande war die Rätsel zu lösen, habe große Beträge als Geldstrafen gezahlt. Da habe ein Schriftgelehrter namens Abdamonos, ein scharfsinniger Mann, die von Solomon aufgegebenen Rätsel gelöst; zugleich aber auch andere an denselben geschickt, die Solomon nicht löste; und er habe viele Geldbuße dem <H>irömos geleistet.«

Dios hat dieserweise in dieser Fassung betreffs dieser Worte, die von uns angeführt worden sind, bezeugt. Ich werde aber hierzu anführend auch den Menandros, einen ephesischen Mann, beifügen; denn auch dieser hat jeder einzelner Königreiche Werke und Heldentaten beschrieben, die der Jonier und der Nicht-Jonier, von jeglicher Länder Schrifttümern war er bestrebt die betreffenden jeweiligen Geschichtserzählungen zu lernen. Es schreibt auch dieser über der Tyrier Könige; angelangt bei <H>iromos schreibt er nach dieser Weise der Fassung: »Nach dem Tode des Abibai folgte im Königtum dessen Sohn <H>iromos; der lebte 58 Jahre und regierte 34 Jahre. Dieser dämmte den Zwischenraum auf, der zwischen der Stadt und dem Tempel des Aramazd war; und eine goldene Säule errichtete er zum Weihgeschenk im Tempel des Aramazd. Hinziehend nach den Zedernwäldern fällte er vom Berge, der Libanos heißt, Zedern zum Bau der Tempeldächer. "Nieder riß er die früheren Heiligtümer und erbaute den Tempel des Herakles und der Astarte: zuerst errichtete er den des Herakles, im Monat Pe-ritios. Auch zog er zu Felde gegen die Tityäer, die widerspenstig der Botmäßigkeit sich nicht unterziehen wollten; bezwungen abermals brachte er sie wieder zu sich zurück. Unter ihm war der jüngere Sohn des Abdemon, der stets siegte über die Rätsel, welche Solomon, der König der Jerusalemiten, vorsetzte. Und es berechnet sich die Zeit von diesem Könige bis zur Erbauung Karchedons auf dieserlei Weise:

Nach dem Tode des <H>irömos übernimmt das Königtum Bahalbazeros, der Sohn desselben; der lebte 43 Jahre und regierte 17 Jahre. Nach diesem Abdastartos, dessen Sohn; der lebte 39 Jahre und regierte 9 Jahre; diesen töteten vier Ammensöhne von ihm durch Hinterlist, von welchen der ältere Bruder zur Herrschaft gelangte. Nach diesem Astartos, des Eleastartos <Sohn>; der lebte 54 Jahre und regierte 12 Jahre. Nach diesem dessen Bruder Astharimos; der lebte 58 Jahre

und regierte 9 Jahre. Dieser wurde getötet von seinem Bruder Phelitos, welcher das Königtum übernahm und 8 Monate regierte; und er lebte 50 Jahre. Diesen tötete Ithobalos, König der Astartäer; der regierte 32 Jahre und lebte 48 Jahre. Diesem folgte Balezoros, sein Sohn; der lebte 45 Jahre und regierte 8 Jahre. Sein Stellvertreter ward Metenos, sein Sohn; der lebte 32 Jahre und regierte 29 Jahre. Dessen Stellvertreter wurde Physmanon; der lebte 58 Jahre und regierte 47 Jahre. In dessen 7. Jahre trennte sich die Schwester desselben ab nach dem Libyerlande und erbaute Karchedon. Es summiert sich die sämtliche Zeit von <H>iröms Königtum bis zur Erbauung Karchedons auf 155 Jahre und 8 Monate. Im 12. Jahre desselben ward der Tempel Jerusalems erbaut. Gewesen sind von der Erbauung des Tempels bis zu Karchedons Erbauung 143 Jahre und 8 Monate.«

Was nun also sollte es zu dem Zeugnisse der Phönikier für einen weiteren Zusatz bedürfen? Vorangehend ist der Erbauung des Tempels die Ankunft unserer Altvorderen in das Land. Denn als sie das gesamte Land eingenommen hatten, da rüsteten sie den Tempel. Und dies ist aufs klarste aus den Heiligen Schriften von mir erläutert dargelegt in der »Geschichte der Altertümer«. Dieses Jösep[p]os.

Unsere vorliegende Zeitbeschreibung aber sammelt vom vierten Jahre Solomons und von des Tempels Gründung bis zur Zerstörung des Ortes durch die Babylonier 432 Jahre; und gezählt werden sie dieserweise:

1.   Solomons weitere Jahre zu jenen dreien.....Jahre 37

2.   Roböam..............Jahre 16

3.   Abia.................Jahre 3

4.   Asa..................Jahre 41

5.   Jösaphat................Jahre 25

6. Jöram.................Jahre 8

7.   Ochozia...............Jahre 1

8.   Gotholia die Mutter............ Jahre 7

9.   Jöas.................. Jahre 40

10.   Amesia.................Jahre 28

11.   Ozia..................Jahre 52

Unter diesem ward der Griechen erste Olympiade festgesetzt.

12.  Jöatham................Jahre 16

13.   Achaz.................Jahre 16

14.   Ezekia...............Jahre 29

15.   Manase.................Jahre 55

16.   Arnos.................Jahre 2

17.   Jösia.................Jahre 31

18.   Joachaz.................Monate 3

19.   Jöakim.................Jahre 11

20.   Joakim, Sohn jenes, der auch Jechonia ..... Monate 3

21.   Matthania, der. auch Sedekia........ Jahre 11

Zusammen...............Jahre 432

Nach diesem für die Gefangenschaft der Juden in Babelon und

die Verwüstung des Ortes Jahre 70, die sich vollzählig beschließen mit dem zweiten Jahre Darehs, des Königs der Perser, unter der fünfundsechzigsten Olympiade; es bezeugen dies die Göttlichen Bücher. Übereinstimmt mit uns in diesem auch Kleines im Ersten Stromaton, schreibend nach folgender Fassungsweise:

Des Klemes.

»Und es bestand anhaltend die Gefangenschaft 70 Jahre lang, nachlassend im zweiten Jahre Darehs, des Vystaspiden, des der Perser-und Assyrer- und Egypterherrschaft gewordenen Königs; unter welchem Angäas und Zacharias aus den Zwölfen prophezeiten; auch Angelos, welcher ist Malachia und wird verdolmetschet 'Engel'. Und es war Hoherpriester Jesu, der Jösedekide.« Dieses sagt der eben erwähnte Mann.

Daß aber bis zu Darehs zweitem Jahre sich die Siebziger<zahl> der Zerstörung des Tempels erstrecke, verbürgt als Zeuge aus der Nähe Zacharia der Prophet, welcher im zweiten Jahre Darehs sprach:

»Herr, Allmächtiger! wie lange wirst nicht erbarmen du dich Jerusalems und der Städte Judas, die du übersehen hast dieses siebenzigste Jahr?«

Hier nun wirst du überlegend sagen: Wie ist gesagt zu Beginn des Buches Ezr, daß »im ersten Jahre des Kyros, des Königs der Perser, zur Vollziehung des Wortes des Herrn nach dem Munde des Jeremia, erweckte der Herr den Geist des Kyros, Königs der Perser; und er gab Befehl in seinem ganzen Königreiche, und zwar durch schriftlichen Erlaß, und spricht«? Daraufhin folgend berichtet er in demselben Betreffe von der Befreiung der Juden; und wie Befehl gab den Tempel zu erbauen Kyros. Nach diesem solltest du meinen, daß unter Kyros die 70 jährige Zeit der Gefangenschaft vollendet worden sei, und nicht unter Dareh.

Allein hierauf sage ich: Zwei siebzigjährige Zeiten bedeuten die prophetischen Worte: die eine von der Verwüstung des Tempels ab, welche zum Abschluß gelangt im 2. Jahre Darehs, wie es Zacharias Ausspruch vor Augen stellt; und die andere von der Gefangenschaft der Juden bis zur Einnahme Babelons und zur Beseitigung des Königtums der Chaldäer; welche anfing gezählt zu werden von der Prophezeiungszeit an und erfüllt wird unter Kyros, entsprechend Jeremias Worte, wodurch er von der Zukunft prophezeiend sagte: »So spricht der Herr: Wann im Begriffe sich zu erfüllen sein wird Babelons 70. Jahr, werde ich euch heimsuchen und werde bestätigen über euch meine Weissagung, zurückzuführen euch an diese Stätte«. Und wiederum prophezeit er, sprechend: »Und es wird dieses ganze Land werden zur Wüste und Vernichtung, und sie werden dienen inmitten der Heiden dem König der Babylonier <siebenzig Jahre>; auch über jenes Volk, spricht der Herr, auch über das Land der Chaldäer: und ich werde sie der Vernichtung anheimstellen«.

Und dieses alles ging unter Kyros in Erfüllung; nicht von der Tempelverwüstung ab gerechnet die Zeiten der Gefangenschaft, sondern von weiter aufwärts, vom zweiten Jahre Jöakims, Königs der Juden; unter welchem die erste Gefangenschaft bewerkstelligte Nabuchodonosor, König der Babylonier; ja noch früher, von wo ab der Prophet Jeremia den Beginn mit seiner Prophezeiung machte; von welchem bis zur Belagerung und zur Einäscherung des Tempels es 40 Jahre sind; und bis zum ersten Jahre des Kyros 70 Jahre. Vom Beginne der Prophezeiung Jeremias nämlich bis zu Kyros vollzieht sich die erste siebzigjährige

Zeit. Von der Zerstörung des Tempels aber zu Kyros waren es 30 Jahre, und im 2. Jahre Darehs erfüllte sich das 70. Jahr; und im 8. Jahre Darehs ward er erneuert.

Und von dieser Zeit ab verblieben die Juden andauernd ohne König aus ihren Königen. Ihre Hohenpriester gebrauchten sie als Fürsten und Vorsteher. Und der Perserkönige Botmäßigkeit unterstanden sie alle Zeiten des Perserreiches hindurch. Und nach diesen dienten sie den Makedoniern, die nach Alexandros herrschten, bis zu Epiphanes Antiochos, der die Syrer regierte und das Judenvolk zur Rückkehr ins Heidentum drängte. Unter welchem Matathia, ein jerusalemischer Priester, Sohn des Asamon, und dessen Sohn Juda, der Makabeos genannt wurde, und deren Nachfolger die Herrschaft der Juden wieder erneuerten und ausdehnend bis auf Augustos behaupteten. Unter welchem als erster aus den Fremdvölkischen Herödes auf Geheiß der Römer das Königtum übernahm, zu der Zeit, in welcher unser Heiland Jesus Christos geboren ward. Und es gelangte zum Abschluß die von Moses vorkündete Weissagung: »Nicht wird ermangeln ein Fürst Juda, noch auch ein Häuptling aus seinen Lenden, bis daß kommen wird dem es aufbewahrt steht; und dieser ist die Hoffnung der Heiden«. Dieses also solchermaßen.

Es sammelt sich aber die gesamte Zeit von Solomon und von der ersten Erbauung des Tempels bis zum zweiten Jahre Darehs des Persers und zur Tempelerneuerung auf 502 Jahre. Und von Moses und dem Auszuge aus Egiptos bis zu Solomon und zur ersten Ausrüstung des Tempels 480 Jahre. Und vom ersten Jahre Abrahams bis zum Auszuge 505. Und von der Sintflut bis zum ersten Jahre Abrahams 942 Jahre. Und von Adam bis zur Sintflut 2242 Jahre. Und zusammen im ganzen von Adam bis zum zweiten Jahre Darehs und zur zweiten Erbauung Jerusalems 4680 Jahre. Und vom zweiten Jahre Darehs, welches das erste Jahr der fünfundsechzigsten Olympiade war, bis zu unseres Heilandes Erscheinung, die im fünfzehnten Jahre des Tiberios gewesen, welches war das vierte Jahr der zweihundertundersten Olympiade sammeln sich 137 Olympiaden und 548 Jahre; welche im einzelnen folgenderweise berechnet werden:

Nach Kyros, dem ersten Könige der Perser, übernimmt die Krone Kambyses. Dann Dareh, der regierte im ganzen 36 Jahre. In dessen zweitem Jahre ward der Tempel Jerusalems wiederum aufgebaut; es belaufen sich die weiter übrigen Jahre Darehs auf 34. Es werde nun

<gerechnet> von hier ab: die darehischen 34 Jahre; und für Xerxes 20 Jahre, unter welchem Esthers Geschichte sich vollzog; für Artases 41 Jahre ---- unter diesem wurde Ezr als der hebräischen Heiligen Bücher Schriftgelehrter erkannt4, von welchem berichtet wird, daß er die ganze Göttliche Schrift wiederum in Erinnerung gebracht und den Juden überliefert habe mittels neugemalter hebräischer Schriftzeichen, von wegen der dem Lande widerfahrenen Kriege; aber auch Neemia, der Mundschenk, wurde erkannt, der, auf Geheiß des Königs hinaufgezogen ins Land Judäa, Jerusalem erbaute und die Stadt mit Mauern umgürtete; bis zu ihm nämlich stand verwüstet die Stadt, mit alleiniger Ausnahme des Tempels, der unter Dareh wieder hergestellt worden war. Nach Artases regierten über die Perser diese: Dareh 19 Jahre; Artases-'Eingedenk' 40 Jahre; Ochos 26 Jahre; Arses 4 Jahre; Dareh 6 Jahre. Nach diesen beseitigte Alexandros der Makedonier die Herrschaft der Perser und regierte 6 Jahre; und vor der Tötung Darehs hatte er weiter schon 6 Jahre regiert. Insgesamt ergeben sich vom zweiten Jahre Darehs bis zu Alexandros' Ende, welches geschah in der 11.4. Olympiade erstem Jahre, 197.

Nach Alexandros' Ende regierten über Egiptos und die Stadt Alexandria diese: 1. Ptlomeos der Lagoside, 40 Jahre; 2. Ptlomeos Philadelphos 28 Jahre; unter diesem wurden die Heiligen Schriften der Hebräer in griechische Sprache übersetzt und in der Stadt Alexandria in Bücherhäusern niedergelegt; 3. Ptlomeos <Eu>ergetes 24 Jahre; 4. Ptlomeos Philopator 21 Jahre; 5. Ptlomeos Epiphanes 22 Jahre; 6. Ptlomeos Philometor 34 Jahre. Unter diesem regierte über Syrien Antiochos, der genannt wurde Epiphanes; unter dem die in den Makkabäer-Büchern <berichteten> Taten vollführt wurden; worinnen steht, wie Antiochos das Volk der Juden ins Heidentum umzuwenden zwang, und den Tempel schändete durch Weihegaben von Bildern, die er dort errichtete, und die heiligen Gerätschaften des Tempels plünderte in der 151. Olympiade. So daß es sich beläuft: vom Ende Alexandros' des Makedoniers bis zum ersten Jahre des Epiphanes

Antiochos auf 150 Jahre; und vom zweiten Jahre des Dareh bis zu Antiochos 347 Jahre.

Unter diesem Antiochos wurde Matathia, Sohn Asamons, den Eifer für die väterliche Religion erfassend, Herzog des Volkes. Nach welchem dessen Sohn Juda, der genannt wurde Makabeos, nach welchem dessen Bruder Jönathes; nach welchem Simon, der Bruder desselben; auf diesen beschließt sich das Buch der Makabäer, in welchem enthalten ist eine Zeit von 40 Jahren, bis zur Vollendung der hundertundeinundsechzigsten Olympiade; von welcher bis auf Augostos, den König der Römer, sich 88 Jahre ergeben.

Nach Simon wird Herzog der Juden, wie Aphrikanos und Jösepos berichten, Jönathes, der auch Hyrkanos, 20 Jahre. Nach welchem Aristabulos 1 Jahr: dieser setzte als erster die königliche Krone <sich> aufs Haupt, zugleich König und Priesterfürst geworden dem Judenvolke nach 484 Jahren der Gefangenschaft in Babelon. Nach welchem Alexandros, der auch Janneos, die Juden regierte, 25 Jahre. Nach welchem Alexandra, die auch Mes<s>alina, dessen Gemahlin, 9 Jahre. Nach welcher Aristabulos und Hyrkanos. Unter welchem Pompeos, der Heerführer der Römer, der Botmäßigkeit der Römer die Juden unterwarf: den Hyrkanos setzte er ihnen zum König; und den Aristabulos führte er gefesselt nach Rom.

Unterdessen regiert über die Römer in der hundertvierundachtzigston Olympiade Julios Kaisr als Alleinherrscher 4 Jahre und 5 Monate. Nach welchem Augostos, der auch Sebastos, 56 Jahre und 6 Monate; unter welchem Herödes als erster Ausländer, dem nicht zugehörig war der Juden Königtum, von den Römern die Herrschaft erhält, ein Mann von Geschlecht ein Askalonäer. Unter diesem wird der Gesalbte Gottes geboren zu Bethlahem Judäas. Nach Augostos regierte über die Römer Tiberios; dessen fünfzehntes Jahr war es, da erschien unser Herr Jesus der Gesalbte Gottes in der Menschen Leben, im vierten Jahre der 201. Olympiade.

Es ergeben sich daher: von Epiphanes Antiochos bis zum 15. Jahre des Tiberios 201 Jahre; und von Alexandros dem Makedonier bis zu demselben Jahre des Tiberios 352 Jahre; und vom zweiten Jahre Darehs 548 Jahre; und vom 15. Jahre des Tiberios bis zur letzten Belagerung Jerusalems, die im zweiten Jahre des Vespianos geschah, sammeln sich 42 Jahre. Es waren von Adam bis zum zweiten Jahre des Dareh

4680 Jahre; und vom zweiten Jahre Darehs bis zum fünfzehnten Jahre des Tiberios 548 Jahre. Insgesamt im ganzen yon Adam bis zum 15. <Jahre> des Tiberios 5228 Jahre. Und vom fünfzehnten Jahre des Tiberios bis zur Zwanzigjahrschaft <Vicennalia> des Kostandianos, des siegreichen Sebastiden 300 Jahre. Es sammelt sich nach den Ebräern die gesamte Zeit auf 5518 Jahre, nach der Siebenziger-Übersetzung; da nach dem Jüdisch-hebräischen man zurückbleibt um 1237 Jahre, und nach dem Samyrtäisch-hebräischen man zurückbleibt um 935 Jahre.

Diesergestalt etwa befindet sich die Zählung der Zeiten nach den Ebräern.

<Egypter.>

Wie es mit <'in'> der Egypter Zeitbeschreibung stehe

<und der> Äthiopier; <wie> die Pt<o>lomäer Egiptos und

Alexandria beherrscht haben: weicherweise es die

Egypter chronographisch berichten.

Nach der Chaldäer und Assyrer und Ebräer Zeitbeschreibung ist's Zeit zu den Berichten der Egypter überzugehen.

Diodoros schreibt im Ersten in der Geschichtlichen Bücherei in dieserlei Fassung der Worte: »Es fabeln etliche von ihnen, daß zuerst geherrscht haben über Egiptos Götter und Göttersprößlinge, wenig unter zehntausendandsechshundert Jahren. Und ganz zuletzt nach allen Göttern habe geherrscht Isi[o]dos Oros. Und darauf seien Menschen König geworden dem Lande, sagen sie, unter Miridos, etwas weniger als fünftausend Jahre, bis zur 170. Olympiade, unter welcher wir nach Egiptos gelangt sind; es herrschte Ptlomeos, welcher der Neue Dionisos genannt wurde. Von diesen aber war der Besitz der Herrschaft des Landes großenteils einheimischen Königen; und zu geringem Teile den Äthiopiern und Persern und Makedoniern. Äthiopier, haben nur vier geherrscht; und dies nicht der Reihe nach, sondern zerstreut hier und dort, insgesamt etwas weniger als 30 Jahre. Und in der Perser Herrschaft <standen sie>, als Kambises, der König, mit Waffen und Schwerbewaffneten das Volk unterjocht hatte, 5 Jahre über 130 Jähre; bis

zu dem von den Egyptern bewirkten Abfall; denn sie konnten nicht ertragen die schwer drückende Oberherrschaft und der Landesgötter Schändung. Wornach die Makedonier geherrscht haben und andere von Makedoniern, 6 über 270 Jahre. Und die sämtlichen übrigen Zeiten seien verflossen unter einheimischen Landeskönigen: Männern siebenzig über vierhundert und Frauen fünf. Über welch sämtliche die Priester Aufzeichnungen hielten in den Tempelbüchern aus alten Zeiten, stets von Nachfolger zu Nachfolger überliefernd, wie ein jedereiner der Könige gewesen an Tapferkeit und Heldentum und Person und Erhabenheit, und was immer sie, ein jeglicher zu seinen Zeiten, getan haben. Uns jedoch ist eines jeden einzelnen von ihnen Werke müßig und außermaßen unnütz zu beschreiben; zumal da auch manche wohl von ihnen als nichtsnutzige zu ihren jeweiligen Zeiten befunden wurden.« Dieses in dieser Fassungsweise Diodoros.

Nötig und angemessen isb's auch, des Manethos Egypter-<Bericht> zu diesem selben anzufügen; worin etwas Festeres zu bestehen scheint für die Geschichte.

Aus des Manethös Egyptischen Berichten, der in drei Abschnitten verfaßt hat die Geschichten von den Göttern nnd von den Göttersprößlingen und von den Totengeistern und von den Sterblichen Königen, welche die Egypter regiert haben bis zu Dareh, dem König der Perser.

Der erste Mensch bei den Egyptern Hephestos, der auch des Feuers

Erfinder war denselben; von welchem die Sonne <'Aregakn'>.......

<nach> welchem Kronos; nach welchem Osiris; und dann Tiphon, Bruder des Osiris; nach welchem Oros, des Osiris und der Isis Sohn. An Egyptern haben zuerst diese geherrscht. Nach welchen der Nachfolge gemäß das Königtum bis zu Bidis gelangte, auf eine Myriade und dreitausendundneunhundert Jahre, nach Mondjahren, von dreißigtägiger Zählung der Tage, sage ich, da einen jetzigen Monat sie damals Jahr nannten.

Nach den Göttern regierte das Geschlecht der Göttersprößlinge 1255 Jahre. Und wiederum herrschten andere Könige 1817 Jahre. Nach welchen andere 30 Könige, memphitische, 1790 Jahre. Nach welchen andere, thynitische, 10 Könige, 350 Jahre. Und sodann der

Totengeister und der Göttersprößlinge Königtum, 5813 Jahre. Zusammen im ganzen werden es eine Myriade und tausend Jahre, die gleichfalls mondliche sind, das ist monatliche.

Berechnet ergeben sich zusammen im ganzen die die Egypter anführen als den Göttern und Göttersprößlingen und Totengeistern zukommenden Mondjahre zwei Myriaden viertausend und neunhundert; das sind nach der Sonne 2206 Jahre.

Wenn du dies mit der Ebräer Zeitbeschreibung verrechnest, wirst du es nach entsprechend gleichem Befunde finden. Denn Egiptos wird bei den Ebräern Metsraim genannt; geboren wird Metsraim nicht viele Zeit nach der Sintflut; denn nach der Sintflut wird dem Cham, Nos Sohne, Egiptos geboren, der auch Metsraim; und als erster zog dieser zur Ansiedelung nach Egiptos, als der Beginn der Völkerzerstreuung war. Es waren vor der Sintflut, von Adam ab zusammengerechnet, nach den Ebräern 2242 Jahre.

Es ergibt sich daraus, daß die Egypter für die vorsintflutlichen Urzeiten, deren Altertum sie rühmen, indem sie angeben, daß gewisse Götter gewesen seien die Ihrigen, und Göttersprößlinge und Manen, in Monate umsetzen die bei den Ebräern geschichtlich überlieferten Jahre, wenn sie an Mondjahren zwei Myriaden und noch mehr zählen; so daß etwa ebensoviel ausmachen diese Monate, als die bei den Ebräern <überlieferte> Periode von Jahren weit reichend aufzufassen ist, das heißt die Summe der biblischen Jahre von dem ersterschaffenen Menschen an bis zu Metsraim. Denn Metsraim war der Stammvater der Egypter, von dem die erste Dynastie der Egypter abzuleiten ist.

Wenn gleichwohl sich hieraus eine zu große, übermäßige Zeitenzahl ergibt, so muß dennoch auch hierüber Prüfung angestellt werden: ob nicht etwa es sich getroffen habe, daß zu ein und denselben Zeiten mehrere Könige über die Egypter gewesen seien. Wird doch berichtet, daß Thyniten regiert haben und Memphiten und Saiten und Äthiopier und außer diesen noch die andern, und, wie es scheint, andere anderswo; und daß mit den Dynasten es sich so verhalten habe, wie in ihren Gesetzen geschrieben steht: daß sie keineswegs einander auf dem Throne gefolgt seien, sondern <gleichzeitig>, die einen hier, die andern dort geherrscht haben. Weshalb denn auch das Übermaß

von Jahren sich ansammeln mußte. Wir wollen jedoch, dieses beiseite lassend, zur ausführlichen Zeitbeschreibung der Egypter übergehen.

1.   Nach den Totengeistern und Göttersprößlingen zählen sie die Erste Dynastie der 8 Könige auf, von welchen der erste gewesen ist Meines, welcher als der hervorragendste unter ihnen die Herrschaft erhielt; von welchem aus wir die je einzelnen Geschlechter der Regierenden eines nach dem andern beschreiben werden; deren Nachfolge dieserlei Art der Bewandtnis hat.

Meines der Thynite, und dessen 7 Söhne, den <H>erodotos Mina genannt hat, regierte 30 Jahre. Dieser zog auch auswärts wohl über die Grenzen seines Landes hinaus mit Heeresmacht, und. zeichnete sich glorreich und ruhmvoll aus; und von einem roß-gestaltigen Flußungeheuer wurde er geraubt. Athotis, Sohn desselben, herrschte 27 Jahre; und in der Memphiten Stadt erbaute er einen Königspalast; der auch in den ärztlichen Künsten bewandert war und Schriften über das Verfahren des Zergliederns der Körper verfaßte. Kenkenis, dessen Sohn, 39 Jahre. Vavenephis 42 Jahre; unter welchem eine Hungersnot das Land ergriff; der auch die Spitzkegel beim Flecken Khov errichtete. Usaphais 20 Jahre. Niebais 20 Jahre. Memphses 18 Jahre; unter welchem viel Außerordentliches geschah und die größten Verheerungen. Vibenthis 26 Jahre. Im ganzen regierten sie 270 Jahre.

2.   Zweite Dynastie, der 9 Könige. Erstens Böchos, unter welchem ein großer Erdriß zu Bubaston sich bildete, und viele zugrunde gingen. Nach welchem Kechöos, welcher auch Apis, und Mnevis, aber auch Mendesios Baurrit für Götter gehalten wurden. Darauf Biophis; unter welchem das Recht herauskam auch für die Frauen, des Königtums Ehre zu erhalten. Nach welchen noch weitere drei, unter denen nichts Außerordentliches getan ward. Unter dem siebenten, sagen die Mythologen, sei der Nilfluß von Honig mit Wasser gemischt geflossen elf Tage lang. Nach welchem Sesochris 48 Jahre; von dem man sagt, daß er gewesen sei an Höhe fünf Ellen und an Breite drei Spannen. Unter dem neunten wurde nichts

Erwärmungswürdiges verrichtet. Und sie regierten 297 Jahre. 3. Dritte Dynastie, der memphitischen 8 Könige. Necherochis, unter

welchem die Libyer von den Egyptern abfielen, und bei einem unzeitigen Anwachsen des Mondes vor Schrecken sich wieder in die Knechtschaft ergaben. Nach welchem Sosorthos, der Asklepios genannt wurde von den Egyptern wegen der ärztlichen Kunst; dieser erfand auch die Weise des Bauens mit gehauenen Steinen und auch der Schriftsetzung befleißigte er sich. Die weiter übrigen sechse aber haben nichts Erwähnenswertes gewirkt. Welche auch geherrscht haben 197 Jahre.

4.   Vierte Dynastie, der 17 memphitischen Könige, aus anderm Geschlechte des Königtums. Deren dritter, Suphis; der die große Pyramide errichtete, von welcher <H>erodotos sagt, sie sei von Cheop geschaffen; welcher auch übermütig gegen die Götter befunden ward; bis zum Reuigwerden und zur Verfassung der Tempelbücher; die wie ein großes Besitztum hielten die Egypter. Von den anderen jedoch ist nichts Erwähnenswertes geschrieben. Welche auch regiert haben 448 Jahre.

5.   Fünfte Dynastie, der 31 elephantinischen Könige; deren erster Othios; dieser wurde von seinen Dienern getötet; der vierte Phiops, sechzigjährig begann er zu regieren und herrschte bis 100 Jahr.

6. Sechste Dynastie. Eine Frau namens Nitökris regierte, die zu ihren Zeiten tapferer als alle Männer war und schöner als alle Weiber, blond und rotwangig; von ihr berichten sie, sie habe erbaut die dritte Pyramide, das ist hügelförmiger Spitzkant4. Welche regiert haben 203 Jahre.

7.   Siebente Dynastie, der memphitischen 5 Könige, welche regiert haben 75 Jahre.

8.   Achte Dynastie, der memphitischen 5 Könige, welche regiert haben 100 Jahre«.

9.   Neunte Dynastie, der herakleopolitischen 4 Könige, welche regiert haben 100 Jahre; deren erster, Ochthöis, grausamer als die ihm vorangegangenen Könige war, und im ganzen Lande der Egypter Unheil und Greueltaten anrichtete; welcher zuletzt in Easerei verfiel und von einem Krokodilos-Tier hinweggerafft wurde.

10. Zehnte Dynastie der herakleopolitichen 19 Könige; welche regiert haben 185 Jahre.

11.   Elfte Dynastie der diopolitischen 16 Könige; welche regiert haben 43 Jahre. Nach welchen Ammenemes 16 Jahre.

Bis hierher führt den ersten Band herab Manethös. Insgesamt 192 Könige, 2300 Jahre.

Des zweiten Bandes Manethos'.

12.   Zwölfte Dynastie, der diopolitischen 7 Könige. Deren erster Sesonchösis, Ammenems Sohn, 40 Jahre. Ammenemes 38 Jahre; der von seinen Eunuchen getötet wurde. Sesö<s>tris 48 Jahre, von dem sie sagen, daß er gewesen vier Ellen und drei Spannen und zwei Finger <an Maß>. Dieser unterjochte das ganze Land der Asianer in neun Jahren und die Europäergegenden bis zum Lande der Thrakier; und überall errichtete er Denkmäler der Herrschaftsergreifung über die einzelnen Völker: für die tapferen Männer tat er die männlichen Formen und für die feigen durch weibliche Glieder ihre Drangsale in Säulen eingraben; so daß von den Egyptern er nach Osirin gehalten wurde. Nach welchem Lampares, 8 Jahre; der in Arsenoite das Labyrinth, das höhlenwendelgangförmige, sich als Grab erbaute. Dessen Nachfolger regierten 42 Jahre. Und allinsgeamt regierten sie 245 Jahre.

13.   Dreizehnte Dynastie, der diopolitischen 60 Könige; welche regierten 453 Jahre.

14.   Vierzehnte Dynastie, der Xoitischen 76 Könige; welche regierten 484 Jahre.

15.   Fünfzehnte Dynastie, der diopolitischen Könige; welche regierten 250 Jahre.

16.   Sechzehnte Dynastie, der thebäischen 5 Könige; welche regierten 190 Jahre.

17.   Siebzente Dynastie, der Hirten; welche waren phönikische Brüder, fremde Könige; die auch Memphis einnahmen. Deren erster, Saites, regierte 19 Jahre; nach welchem auch der Saiten-Nomos benannt wurde. Welche auch in Sethroite durch Gesetz eine Stadt erbauten; von wo aus aufbrechend sie die Egypter unterwarfen. Der zweite, Bnon, 40 Jahre. Nach welchem Archles, 30 Jahre.

Aphophis, 14 Jahre. Insgesamt 103 Jahre. Unter diesen erscheint, die Egypter zu regieren, Joseph.

18.   Achtzehnte Dynastie, der diopolitischen 14 Könige. Deren erster, Amöses, 25 Jahre. Chebron, 13 Jahre. Amophis, 21 Jahre. Memphres, 12 Jahre. Myspharmuthosis, 26 Jahre . Tuthmösis, 9 Jahre. Amnophis, 31 Jahre; dieser ist es, der für Memnon gehalten wurde, einen redenden Fels. Oros, 28 Jahre. Achencheres, 16 Jahre; unter diesem ward Moses der Juden Heerführer des Auszuges aus Egiptos. Acherres, 8 Jahre. Cherres, 15 Jahre. Armais, der auch Davonos, 5 Jahre; nach welchen Jahren er, aus dem Lande der Egypter verbannt, als Flüchtling zu seinem Bruder Egiptos eilte; hingezogen, angelangt in das Land der <H>ellader, regierte er, nach Einnahme von Argos, über die Argiver. Ramesses, der auch Egiptos, 68 Jahre. Amenophis, 40 Jahre. Insgesamt 348 Jahre.

19.   Neunzehnte Dynastie, der diopolitischen 5 Könige. Sethos, 55 Jahre, Rampses, 66 Jahre. Amenephthis, 8 Jahre. Ammenemes, 26 Jahre. Thuöris, der von Homeros Polibos genannt wird, ein Mann sehnenarmig, mächtig, unter welchem Ilion genommen ward, 7 Jahre. Zusammen 194 Jahre. ---- Insgesamt aus dem zweiten Bande Manethos' für 92 Könige 2121 Jahre.

Aus dem dritten Bande Manethos'.

20.   Zwanzigste Dynastie, der diopolitischen 12 Könige, welche regiert haben 172 Jahre.

21.   Einundzwanzigste Dynastie, der 7 tanitischen Könige. Smendis, 26 Jahre. Psusennos, 41 Jahre. Nephercheres, 4 Jahre. Amenophthis, 9 Jahre. Osöchor, 6 Jahre. Psinnache<s>, 9 Jahre. Psösonnes, 35 Jahre. Zusammen 130 Jahre.

22.   Zweiundzwanzigste Dynastie, der bubastitischen 3 Könige. Seson-chusis, 21 Jahre. Osorthos, 15 Jahre. Takelöthis, 13 Jahre. Zusammen 49 Jahre.

23.   Dreiundzwanzigste Dynastie, der tanitischen 3 Könige. Petubastis, 25 Jahre. Nach welchem Osorthon 9 Jahre; welchen Herakles nannten die Egypter. Psamus, 10 Jahre. Zusammen 44 Jahre.

24.   Vierundzwanzigste Dynastie. Bokchoris, der Saite, 44 Jahre; unter welchem das Lamm geredet hat.

25. Fünfundzwanzigste Dynastie, der äthiopischen 3 Könige. Sapakon, welcher gefangen nahm den Bök<ch>oris und ihn lebendig verbrannte; und regierte 12 Jahre. Sebichös, desselben Sohn, 12 Jahre. Tarakos, 20 Jahre. Zusammen 44 Jahre.

26. Sechsundzwanzigste Dynastie, der sartischen 9 Könige. Ameres, der Äthiopier, 18 Jahre. Stephinathes, 7 Jahre. Nechepsos, G Jahre. Nechaö, 8 Jahre. Psametichos, 44 Jahre. Nechao der zweite, 6 Jahre; dieser nahm Jerusalem ein und führte den König Joachaz gefangen nach Egiptos. Psamuthes der andere, der auch Psametichos, 17 Jahre. Vaphres, 25 Jahre; an den3 sich flüchtend wandten von Assyrien her die Überreste der Juden aus Jerusalem. Amosis, 42 Jahre. Zusammen 167 Jahre.

27.   Siebenundzwanzigste Dynastie, der persischen 8 Könige. Kambisos, im fünften4 Jahre seiner Regierung wurde er König der Egypter, 3 Jahre. Die Magier, 7 Monate. Dareh, 36 Jahre. Xerxes, der Darehide, 21 Jahre. Artases, 40 Jahre. Xerxes der zweite, 2 Mo-

. nate. Sogdianos, 7 Monate. Dareh des Xerxes <Sohn>, 19 Monate. Zusammen 120 Jahre und 4 Monate.

28.   Achtundzwanzigste Dynastie. Amyrte, der Saite, 6 Jahre.

29.   Neunundzwanzigte Dynastie, der mendesischen 4 Könige. Nepherite<s>, 6 Jahre. Achöris, 13 Jahre. Psamuthes, 1 Jahr. Muthos, 1 Jahr. Nepherites, 4 Monate. Zusammen 21 Jahre und 4 Monate.

30.   Dreißigste Dynastie, der sebennitischen 3 Könige. Nektanebis, 10 Jahre. Teos, 2 Jahre. Nektanebos, 8 Jahre. Insgesamt 20 Jahre.

31.   Einunddreißigste Dynastie, der Perser. Ochos, der im zwanzigsten Jahre seiner Regierung über die Perser Egiptos erlangt, 6 Jahre. Nach welchem Arses, des Ochos <Sohn>, 4 Jahre. Nach welchem Dareh, 6 Jahre; welchen Alexandros, der Makedonier, tötete. ----Dieses alles aus dem dritten Bande des Manethös.

Und hiernach wird aus der Griechen Schrifttum hierzu Einschlägiges beigefügt werden; denn bis zu diesem Endpunkt reicht das Königtum der Egypter herab. Und da auch Phlavios Jösepos aus Manethös' Schriften die Zeugnisse herangezogen hat, während er über die Hebräischen Altertümer berichtete, so halte ich es für gut, auch

dessen Erörterungen vorzutragen; welche er im Ersten der Jüdischen Altertumsgeschichte darstellt, in dieser Art und Weise.

Des Josepos, aus Manethos' Schriften.

»Den Beginn werde ich machen der Schrift zunächst mit der Egypter Schrifttümern. Diese ihrigen selbst zwar ist nicht verstattet mitzuteilen. Manethos jedoch, ein egyptischer Mann von Nation, in griechischer Bildung unterrichtet, wie ja offenbar ist, hat in hellädischer Sprache geschrieben seine vaterländische Geschichte, aus den Tempelgeschichten, wie er selbst sagt, übersetzt; und in vielem überführt er den <H>erodotos als aus Unwissenheit die egyptischen <Dinge> falsch berichtenden. Dieses nun schreibt Manethos im Ersten der Egyptischen in dieser Weise der Fassung von uns.«

Anführen will ich auch die Worte wohl desselben, wie ja auch derselbe jenen als Zeugen anführt geehrten Namens.

»Unter diesem ward Gott, ich weiß nicht wie, zürnend; und wunderbar fiel von den Gegenden des Ostens her ein Volk schlechter Art kühnverwegen in das Land ein; und in leichtem und mühelosem Kriege nahmen sie dasselbe gänzlich ein; und die Fürsten machten sie gefangen; und die Heiligtümer der Götter stürzten sie nieder; und gegen sämtliche Einwohner des Landes benahmen sie sich höchst feindselig; und Etlicher Kinder und Frauen verbannten sie in die Sklaverei; und zum Gipfel von allem setzten sie auch noch einen König aus den Ihrigen ein, dessen Name war Silitis. Dieser, hingezogen nach der Stadt der Memphier, trennte von einander das obere und das untere Land; und am meisten befestigte er das Ostgebiet. Sich gegen die Assyrer wendend, die damals vorherrschend waren, brannte er vor Begierde, auf dieses Reich einen Kriegszug loszulassen. Nachdem er gesetzlich vorgefunden die Stadt Sethraite als Haupt<stadt>, welche liegt an der Ostseite des bubastischen Flusses, die genannt ward von wegen eines uralten Götterspruches Avarim, baute er diese auf und schuf sie weit ausgedehnt durch Mauern; und siedelte in ihr viele Schwerbewaffnete an, eine Besatzung von vierundzwanzig Myriaden Männern; wohin er bloß zur Zeit des Sommers sich begab, Sold und Geschenke der Truppe spendete und in voller Waffenrüstung, zum Schrecken und

Entsetzen der Auswärtigen, sie dort häufig Kriegsspiele aufführend1 übte. Als er geherrscht 15 Jahre, schied er aus dem Leben.

Nach diesem regierte ein zweiter, 43 Jahre, der genannt hieß Banon. Nach welchem ein anderer, Apachnan, 36 Jahre und 7 Monate. Und sodann Aphösis, 61 Jahre, und Anan, 50 Jahre und 1 Monat. Nach welchen allen Aseth, 49 Jahre und 2 Monate, und diese Sechs von ihnen sind ihre ersten Fürsten, die stetig plünderten und brandschatzten das Land, zumal da sie Stamm und Samen der Egypter auszurotten trachteten.

Und es wurde genannt das gesamte Geschlecht derselben Hikkusin, das heißt verdolmetscht 'Hirten-Könige'. Denn hyk bedeutet in der Hochsprache der Egypter 'König'; und usos ist 'Hirt', und auch 'die Hirten' nach der gemeinen volkstümlichen Mundart; und mit einander verbunden wird es zu hykusös. Etliche aber berichten von ihnen, daß es Araber waren. In einem anderen Exemplar jedoch bezeichnet nicht 'Könige hyk nach Benennung, sondern es bedeutet im Gegenteil Gefangene' und 'Hirten'; hyk nämlich, wiederum auf egyptisch, und hak mit verdichtetem Alpha bezeichnet deutlich auch die Gefangenen. Und dieses fürwahr scheint mir am meisten überzeugend und passend zur alten Geschichte zu sein.

Von diesen Königen, die einer nach dein andern genannt worden sind, und Hirten geheißenen, und von den anderen aus ihnen <abstammenden> berichtet er, daß sie innegehabt Egiptos 11. Jahre über fünfhundert.

Nach diesem sei von den Thebäern und der anderen Egypter Königen erregt worden, sagt er, gegen die Hirten ein heftiger Krieg und langwieriger, unter dem Könige, dessen Name war Misphragumthosis. Nach Besiegung der Hirten seien diese aus dem ganzen übrigen Egiptos vertrieben worden, hätten sich befestigt an einem Orte, dessen Maß einer Myriade Morgen Boden war. Und der Name des Ortes hieß Aurais. Diesen, sagt Manethos, hätten mit großer und gewaltiger Mauer umschlossen die Hirten, damit sie Troß und Rüstung sämtlich im Sicheren hätten und Raub und Beute sich aufbewahrten. Des Misphragumthosis Sohn Thmosis habe Hand ans Werk gelegt zur

Belagerung und sie einzuschließen und schwer zu bedrängen. Mit 48 Myriaden Vollbewaffneter rings um die Mauern im Hinterhalt gelagert, da er am Erfolg der Belagerung verzweifelte, habe er Botschaft gesandt, Vertrag geschlossen, daß sie verlassen das Land der Egypter, wo immer hin beliebig ohne Schaden sie gehen mögen. Und jene, vertrauend auf den Vertrag, seien mit Vieh und Hausgerät und Rüstung aufgebrochen, nicht weniger als vierundzwanzig Myriaden Vollbewaffneter, aus dem Lande der Egypter durch die Wüste sich richtend fernwärts gen Assyrien seien sie gezogen. In Furcht befangen vor den vielscharigen Heeren der Assyrer, von wegen daß diese damals das Land der Asianer beherrschten, hätten sie in dem jetzt sogenannten Judaea eine Stadt erbaut, die soviele Myriaden Menschen zu fassen hinreichend wäre; und hätten den Namen der Stadt Jerusalem geheißen.

In einem andern egyptischen Buche jedoch sagt von demselben Volke Manothös, welches 'Hirten' genannt wird, daß sie als 'Gefangene in den Heiligtumsurkunden beschrieben seien. Und wahrlich sehr richtig spricht er. Denn ursprünglich fürwahr war schon unseren Altvorderen das Hirtentum väterlich angestammt; und ein nomadisches Leben lebten sie; und so wurden sie 'Hirten' genannt. Wiederum auch wurden sie als 'Gefangene' von den Egyptern nicht etwa grundlos gekennzeichnet: denn unser Urherr Josepos nannte sich einen Gefangenen vor dem Könige der Egypter; und seine Brüder berief er später nach Egyptos mit Erlaubnis des Königs. Jedoch will ich die genauere Unter-, suchung hierüber an anderen Orten anstellen.

Inzwischen werde ich hier für die Altertums-Geschichte als glaubwürdige Zeugen die Egypter vorbringen; abermals das <Zeugnis> des Manethos, wie er der Zeiten Reihenfolge darstellt, werde ich hier im Meinigen beschreiben.

Er berichtet nämlich in dieser Weise der Darstellung: »Nach dem Auszüge de« Volkes der Hirten aus Egiptos nach Jerusalem regierte der sie vertrieben hatte aus Egiptos, der König Sethmosis, darnach 25 Jahre und vier Monate und er verstarb. Und es übernahm die Herrschaft dessen Sohn Chebron, 13 Jahre. Und nach diesem Amenöphis, 20 Jahre und 7 Monate. Und dessen Schwester Amenses, 21 Jahre und 9 Monate. Und deren Sohn Mephres, 12 Jahre. Und dessen Me-

phrathmuthoses, 25 Jahre und 9 Monate. Und dessen Thmothosis, 9 Jahre und 8 Monate. Und dessen Amenophis, 30 Jahre und 10 Monate. Und dessen Oros, 38 Jahre und 7 Monate. Und dessen Tochter Kencheres, 12 Jahre und 1 Monat. Und deren Bruder Athohvis, 9 Jahre. Und dessen Sohn Chencheres, 12 Jahre und 5 Monate. Und dessen Achencheres, 12 Jahre und 3 Monate. Und dessen Armais, 4 Jahre und 1 Monat. Und dessen Rameses Miamun, 65 Jahre und 2 Monate. Und dessen Amenophis, 19 Jahre und 6 Monate. Und dessen Sethos, welcher auch Rameses; der Reiterei und Flotte hatte, ein zahlreiches Heer. Seinen Bruder Armais setzte er ein zum Satrapen für die Egypter; die ganze übrige königliche Gewalt gestattete er ihm, nur gab er ihm Vorschrift weder Krone aufzusetzen, noch auch die Königin, die Mutter der Kinder, zu verletzen, auch sich zu enthalten von den anderen königlichen Kebsen. Und er selbst brach auf nach Kipros und dem Phönikerland; und wiederum scharte er die Assyrer und die Meder zusammen; und die sämtlichen, die einen mit Waffen<-Gewalt> und die andern ohne Kampf, durch die Furcht vor seinen zahlreichen Heeren unterjochte er seiner Botmäßigkeit; und er ward übermütig in seinen Glückserfolgen; sodann auch in stolzer Ruhmessucht zog er nach den Gegenden des Ostens, stürzte Städte und Dörfer.

Und, da viel Zeit darüber verging, handelte Armais, der in Egiptos geblieben war, in allem des Bruders Befehlen in Widerspenstigkeit zuwider; und die Herrscherin vergewaltigte, schändete er, und auch die anderen Kebsen brauchte er schonungslos zur Wollust; aufgestachelt von seinen Freunden nahm er auch die Krone selbst und gegen den Bruder empörte er sich. Der jedoch über die Heiligtümer der Egypter war, schrieb Briefe und sandte sie an Sethös, ihm kund zu tun Sämtliches, und daß sich erhoben habe gegen ihn sein Bruder Armais. Eilends zurückkehrend zog er hin zur Stadt Pelusion und nahm Besitz von seinem Reich. Und das Land ward genannt auf seinen Namen Egiptos; denn er sagt, daß Sethos Egiptos hieß, und Armais, sein Bruder, Danaos.« Dieses in dieserlei Weise Manethos.

Und offenbar ist aus besagter Jahre gesammelter Zeit, daß, die da Hirten genannt wurden, unsere Vorfahren waren; früher um dreihundert und dreiundneunzig Jahre sind sie, befreit aus Egiptos, in dieses Land gekommen, als des Danaos Zug nach Argos, wenngleich auch die Argiver ihn für frühzeitiger halten mögen. Fürwahr, zwei sehr große

Zeugnisse gibt uns Manethos aus der Egypter Urkunden: erstens die Ankunft von anderwärts nach Egiptos, und sodann die Befreiung daraus, derartig urzeitlich, vorangehend nahezu 1000 Jahre dem Iliakischen Kriege. Worüber hinaus Manethös nicht weiter aus der Egypter Urkunden, sondern, wie er selbst bekennt, aus herrenloser Zeitenmythologie hinzugesetzt hat; was ich später widerlegen werde.

Dieses aus des eben Besagten, des Jösepos, Schriften, vom Anfang bis zum Ende der Reihe nach alles von der Egypter Altertum und Zeitbeschreibung, bis zu einem bei ihnen gewesenen Könige Nektanebos, den ich bereits im Vorigen neben den anderen eingeordnet habe. Und nach Nektanebos erlangt Ochos, der Perserkönig, Egiptos und regiert 6 Jahre. Nach welchem Arses, des Ochos, 4 Jahre. Nach welchem Dareh, 6 Jahre. Nach welchem Alexandros der Makedonier; er tötete Dareh den Perser und beherrschte als König zugleich die Asianer und die Egypter, und erbaute Alexandria in Egiptos im sechsten Jahre seiner Regierung. Nach welchem, da die Herrschaft unter Viele geteilt ward, über Egiptos und Alexandria regierten die Ptlomäer; deren Zeit des Königtums dieserlei Gestaltung hat.

Welche nach Alexandros dem Makedonier regiert halben über Egiptos und die Stadt Alexandria. Aus des Porphyrios Schrift.

Diesen Alexandros den Makedonier in der 114. Olympiade zweitem Jahre als Erbnachfolger ablösend, erlangt das Königtum Arideos, welcher genannt ward Philippos. Bruder war er Alexanders, nicht von gleicher Mutter; denn von Philin<n>a der Larissäerin ward er Sohn Philipps. Er regiert 7 Jahre, und wird getötet in Makedonia von Polisperchos, dem Sohne des Antipatros.

Ptlomeos, welcher der Arsinoe und des Lagos Sohn, wird nach einem Jahre der auf Philippos übertragenen Herrschaft als Statthalter nach Egiptos geschickt, und ist zunächst Statthalter, 17 Jahre, dann aber König, 23 Jahre; so daß insgesamt 40 ihm zugezählt werden bis zu seinem Ende. Denn bei Lebzeiten gab er die Herrschaft seinem Sohne Ptlomeos, der genannt hieß Philadelphos; und noch zwei Jahre lebte er unter dem Sohne, der die Herrschaft erlangt hatte; und so wurden nicht mehr 40, sondern 38 dem ersten Ptlomeos, den sie Söter nannten, zugezählt.

Diesen löst als Nachfolger ab Ptlomeos, sein Sohn, der genannt ward, wie wir gesagt haben, Philadelphos, und zu Lebzeiten des Vaters zwei Jahre das Königtum bekleidet, und nach dessen Tode 30, so daß auch ihm 38 Jahre des Königtums, gemeinsam mit den Jahren des Vaters, gegeben werden.

Auf diesen folgt der dritte Ptloineos, der genannt wurde Euergetes; und regiert 25 Jahre.

Welchen der vierte ablöst, Ptlomeos, der genannt ward Philopator; und er regiert 17 Jahre.

Der nach diesem, der fünfte Ptlomeos, welcher Epiphanes genannt ward, regierte 23 Jahre.

Dessen zwei Söhne, Ptlomäer, erlangen nach ihm die Herrschaft: der ältere, der genannt hieß Philometor, und der jüngere, der genannt wurde Euergetes der zweite; beiden werden 61. Jahre zugezählt. Wir haben nämlich gleich zusammen die Zahl ihrer Jahre angeordnet; da wegen des sich einander Bekriegens und des abwechselnd von einander Übernehmens des Königtums Verwirrung entstanden ist bezüglich der Zeiten. Es herrscht zuerst Philometor [allein], 11 Jahre. Als aber Antiochos Heeresmacht gegen die Egypter sammelte, und von jenem die Krone wegnahm, übertrugen die Alexandriner auf den Jüngeren die Geschäfte des Königtums; sie verjagten den Antiochos und befreiten den Philometor. Und es wurde genannt von ihnen des Philometor zwölftes Jahr, des Euergetes aber erstes. Einhellig gehen sie zusammen bis zum siebzehnten; und vom achtzehnten an wird allein des Philometor Nennung gemacht. Nachdem <nämlich> der Herrschaft verlustig gegangen ist der Altere durch den Jüngeren, führen ihn wieder dorthin hinab die Römer; und es bemächtigt sich dieser Egyptens, und dem Bruder gibt er das Libyer-Land, und allein behält er die Herrschaft, <noch> 18 Jahre in derselben lebend. Nachdem er in. Syrien gestorben, denn auch dieses Land hatte er besessen, wurde gerufen aus Kyrene Euergetes und wurde zum König ernannt. Die Jahre dieses schreibt er von da her, von wo ab er <bereits einmal> als König anerkannt gewesen war, so daß es erscheint, daß nach des Bruders Tode dieser <bereits> geherrscht habe 25 Jahre, und sich für ihn 54 Jahre berechnen. Es muß aber des Philometor sechsunddreißigstes genannt werden von der Regierung dieses <des Euergetes> das erste ---- jener

jedoch, siebe! hat 25 zu schreiben festgesetzt ---- und so ergeben sich für beide 61 Jahre: für Philometor 35 und die übrigen für Euergetes. Denn das Auseinanderreißen und das besondere Zählen eines jeden einzelnen für sich bewirkt Irrtum.

Des Ptlonieos, des zweiten Euergetes, werden von Kleopatra zwei Söhne, genannt Ptlomäer; deren Älterer Söter benannt wurde und der Jüngere Alexandros. Es regiert zuerst der Altere, von der Mutter dem Königtum zugeführt; sie rechnete darauf, daß jener etwas unterwürfiger sein würde. Big zu einer gewissen Zeit ward er geliebt (Var. 'herrschte er <abhängig>') von der Mutter. Aber um das 10. Jahr der Herrschaft tötete er. die Freunde des Vaters und der Mutter, wurde er wegen seiner grausamen Sinnesart von der Herrschaft gestürzt, auf Geheiß der Mutter, und wandte sich flüchtend nach Kipros. Den Jüngeren rief die Mutter nach der Stadt Pelusios <1. 'aus d. Stadt Pel.'> und stellte ihn als König gemeinsam mit ihr auf. Es regierte der Jüngere mit der Mutter, unter Beziehung des Herrschertitels auf Beide: der Kleopatra elftes wird es genannt und des Ptlonieos Alexandros achtes, zugleich nämlich nahm er noch des Bruders Zeit vom vierten Jahre dessen Königtums für sich <in Anspruch>, von da ab <nämlich>, da er <Alexandros> die Herrschaft über die Kyprier angetreten hatte. Und dieses war denn freilich zu Kleopatras Lebzeiten Gewohnheit. Jedoch begannen auf Alexandros allein nach dem Tode derselben die Abzeichen der Würde überzugehen. Achtzehn in allem besaß er die Herrschaft, von da ab <nämlich>, da er hinabgezogen war nach Alexandria; 26 Jahre wurden <gleichwohl> als die seiner Regierungszeit angegeben. Im neunzehnten entstand eine Meuterei des Militärs, und er scharte gegen dieselben ein Heer nach Egiptos <ziehend>. Jene aber verjagten ihn, unter der Heerführung des Tyrros, welcher war ein Verwandter der Könige. Eine Seeschlacht lieferten sie ihm, und trieben ihn, den nur das nackte Leben Rettenden, in die Flucht, mit Weib und Tochter, bis er geriet in eine Stadt der Lykier, nach Mira; von wo er nach Kipros sich wendend das Weite suchte; und ein Kampf schlug ihm entgegen vom Flottenführer Cheros; er starb. Und nach dessen Flüchtig worden hatten an den älteren Bruder Ptlomeos Söter Boten gesandt die Alexandriner, gaben wiederum diesem das Königtum,

dem von Kipros zurücksegelnden. Da noch weiter vergingen 7 Jahre wozu auch 6 Monate ---- denn solange lebte er nach der abermaligen Rückkehr ---- kommt die gesamte Zeit seit des Vaters der Beiden Tode diesem zu bei Voll- und Ungeteilt-Belassung der ganzen Zahl von 35 Jahren nebst sechs Monaten. Geteilt <hingegen kommt> richtig: auf Soter Ptlomeos, zu verschiedenen Zeiten, 17 <Jahre> und 6 Monate; und auf den zweiten, der auch Alexandros, die mittleren, zwischen den Regierungen des Alteren belegenen 18 Jahre; welche, bei ihrem Unvermögen dieselben aus der Buchurkunde zu zerstören----- soviel nämlich bei ihnen gelegen war, merzten sie daran aus, denn er war ihnen widerwärtig geworden durch gewisse jüdische Hilfeleistungen ----sie doch als solche nicht rechnen, jene Zeitperiode <d. i. die 18 Regierungsjahre des Alexandros als solche>, sondern die sämtlichen 30 Jahre dem älteren Bruder zurechnen.

Ferner auch die sechs Monate, die nach dem Tode des Alteren, mit welchen vollzählig werden <'sich beschließen'> die 30 Jahre, geben sie nicht der Kleopatra, der Tochter des Alteren und Gattin des Jüngeren, die nach dem Tode des Vaters Verweserin der Reichsgeschäfte ward; auch nicht dem Alexandros, der mit jener herrschte 19 Tage, geben sie die 19 Tage.

Dieser war der Sohn des jüngeren Ptlomeos, der auch Alexandros, und Stiefsohn der Kleopatra, verweilend in der Stadt Rom. Und zur Zeit, da die Machtführung der Männer ermangelte dem Egypterlande, war er auf Ruf hin nach Alexandria gekommen. Und er heiratete die vorhin erwähnte Kleopatra. Widerwillig die Herrschaft der Frau hinnehmend, ermordete er nach 19 Tagen die Frau. Und er selbst ward von den Bewaffneten, die zum Schau<Kampf>spiele aufzogen, von wegen des scheußlichen Mordes in einen Aufruhr verwickelt, niedergemacht.

Diesen, den Alexandros, ersetzt Ptlomeos, welcher der Neue Dionisos genannt wurde, der Sohn des Söter Ptlomeos und Bruder der oben erwähnten Kleopatra; dessen Herrschaft zugerechnet werden 29 Jahre.

Dessen Tochter Kleopatra, die letzte des Lagiden-Geschlechtes; deren Jahre der Herrschaft gezählt werden 22.

Aber auch nicht diese Regierungen finden sich lediglich nach Zeiten von Anfang bis zu Ende <in ununterbrochener Zeitenfolge> eine nach der anderen verzeichnet, sondern auch die je einzelnen von ihnen eine unter der andern, gegenseitig ineinandergehend. So ward unter dem Neuen Dionisos auf die Töchter desselben, auf Kleopatra und auf Triphenea <1.: auf Kl., die auch Triph. <hieß>> und auf Berinik eine dreijährige Regierungszeit geschrieben, auf zweie ein Jahr; und später, nach der Kleopatra und der Triphenea <1.: auf Kl., die auch Triph. <hieß>> Tode, eine zweijährige Zeit auf Berinik allein. Von wegen daß es sich ereignete, daß Ptlomeos nach Rom ging und daselbst einige Zeit verweilte; und daß die Töchter, als ob nicht mehr zurückkehren würde der Vater, Verweserinnen der Reichsgeschäfte wurden, indem als Gehilfen der Berinik einige Männer, Verwandte, mit derselben herrschten; bis Ptlomeos aus Rom zurückkam: die zärtliche Besorgnis um die Tochter vergaß er; in Haß entbrannt ob der geschehenen Dinge, nahm er ihr das Leben.

Unter Kleopatra wurden die ersten Jahre der Herrschaft auf sie und auf den älteren Bruder, auf Ptlomeos, bezogen, und nach diesem auf andere; aus folgenden Gründen. Es starb der Neue Dionisos mit <Hinterlassung von> vier Kindern, zwei Ptlomäern und Kleopatra und Arsinoe. Er gab seinen älteren Kindern die Herrschaft, dem Ptlomeos und der Kleopatra. Während diese miteinander regierten, verging eine vierjährige Zeit. Und vielleicht wäre dasselbe weiter fortbestehen geblieben, wenn nicht übertreten hätte Ptlomeos des Vaters Vorschrift und, als er allein die Herrschaft besitzen wollte, das Schicksal ihn des Lebens enthoben hätte, indem nach Egiptos durch eine Seeschlacht Julios Kaisr zu Hilfe kam der Kleopatra.

Nach dem Untergang des Ptlomeos ward der jüngere Bruder der Kleopatra seiner Schwester Throngenosse, der genannte Ptlomeos, durch den Willen Kaisrs. Und es wurde geschrieben das fünfte Jahr der Kleopatra und das erste des Ptlomeos. Und denselben fügen sich bei bis zur Tötung desselben noch weitere zwei. Nachdem dieser um-

gekommen war, durch die Nachstellungen der Kleopatra, in seinem vierten Jahre und im achten der Kleopatra, wurde die nachherige Zeit auf Kleopatra allein geschrieben, bis zu ihrem fünfzehnten Jahre; welches <eigentlich> das sechzehnte genannt ward und <zugleich auch> das erste. Nach dem Tode des Lysimachos,. des Königs von Chalkis in Syrien, überlieferte Markos Antonios, der Selbstherrscher, Chalkidia und die rings um dasselbe gelegenen Gaue, der Kleopatra. Und von diesem ab wurden auch die nach diesen noch weiter folgenden Jahre bis zum zweiundzwanzigsten, welches das Ende der Kleopatra ward, nach derselben Weise der Addition der Zahl geschrieben; so daß das zweiundzwanzigste der Kleopatra gleich dem siebenten wurde.

Von Kleopatra aber nimmt Oktabios Kaisr, der auch Augostos, das Königtum, in Besitz nehmend Egiptos im Aktischen Kriege, der um die hundertvierundachtzigste Olympiade stattfand, im zweiten Jahre; so daß von der hundertundelften Olympiade erstem Jahre, von wo ab Arideos, der auch Philippos, die Herrschaft als Erbe antrat, bis zur hundertvierundachtzigsten Olympiade und zu deren zweitem Jahre, sich ergeben 73 Olympiaden und 1 Jahr, d. i. 293 Jahre: und soviel werden gezählt an Jahren der Könige von Alexandrien-Stadt bis zu Kleopatras Ende. ---- Es sind also die Zeiten der Ptlomäer etwa dies ermaßen:

Alexandros Makedon, regiert im ersten Jahre der 111 Olympiade; erbaut Alexandria in Egiptos; zwölf Jahre und sieben Monate. Nach, welchem über Alexandrien-Stadt und ganz Egiptos regierten diese.

Ptlomeos des Lagos............. Jahre 40

Ptlomeos Philadelphos............Jahre 38

Ptlomeos Euergetes.............Jahre 24

Ptlomeos Philopatör.............Jahre 21

Ptlomeos Epiphanes .............Jahre 22

Ptlomeos Philometör.............Jahre 30

Ptlomeos der Jüngere, welcher genannt ward Euergetes Jahre 29 Ptlomeos Phiskon, welcher genannt ward Söter . . . Jahre 17

und.............Monate 6

Ptlomeos, der auch Alexandros, vertrieben von der Mutter

seines Vaters..............Jahre 3

Ptlomeos Philadelphos, der zurückkehrte von der Flucht,

vertrieben von Alexandros.........Jahre 8

Ptlomeos Dionesios, der auch Philadelphos.....Jahre 30

Ptlomeos' Tochter Kleopatra..........Jahre 20

Unter dieser hat Gaios Julios Kaisr als Alleinherrscher die Römer beherrscht. Nach welchem der Kaisr Sebastos Hoktavios, der auch Augostos, die Kleopatra tötete und die Herrschaft der Ptlomäer aufhob, welche geherrscht haben 295 Jahre.

[Griechen.]

Wie die Griechen die Altertums-Geschichten schreiben.

Athener-Könige.           

Argiver-Könige.

Sik<y>onier-Könige.

Laked<ä>monier-Könige.

Korinther-Könige. ---- Welche und wie lange

Zeiten sie das Meer beherrscht haben. Und welche Olympiaden der Reihenfolge nach von den Griechen verzeichnet werden. Der Makedonier erste Könige.

Und welche nach Alexandras <gewesen> Makedonier- <und> Thes-<s>aler-, Syrer- und Asianer-Könige.

Der Griechen Zeiten.

Als die allerältesten, den Zeiten nach yon den Griechen werden verzeichnet im einzelnen die Sik<y>onier und die Könige, die in Sik<y>on gewesen sind. Als deren erster regiert hat Egialeus unter Kinos und Belos lebend, welche sie als zuerst von den Assyrern über die Asianer geherrscht habende erwähnen. Woher Egiala zuerst genannt ward, was jetzt Peloponesos geheißen wird.

Als der Argiver erster König wird Inachos verzeichnet, der 235 Jahre nach der Sik<y>onier-Herrschaft gewesen ist.

Über die Athener regiert als erster Kekrops, der Diphyes genannt ward, der Argiver Herrschaft nachstehend um nahezu dreihundert Jahre, und als die der Sik<y>onier jünger um fünfhundertdreiunddreißig Jahre.

Beginnen wird nun diese Zeitbeschreibung, die vorgesetzt ist, mit den Altesten, der Sik<y>onier4 Könige zuerst klar aufzuzählen. Denn viel Zwiespalt ist unter den Alten, welche der griechischen Geschichte Zeitbeschreibungen zusammenstellten; und soweit es möglich sein wird, werden wir die sich bei vielen befindlichen miteinander übereinstimmenden Zeugnisse sammeln5. Auch hat der Sik<y>onier-Könige Zeiten, in »Zeiten-Büchern« beschrieben, ordnungsmäßig dargestellt der Zeitenschreiber Kastör; dieselben faßt er zusammen im »Kurzen Abriß«, schreibend in dieser Weise der Darstellung.

<Des Kastör von der Sikyonier Königtum.>

»Dargestellt haben wir anbei der Sik<y>onier Könige, angefangen mit Egialeus, dem ersten Könige, und endend auf Leukippos. Und eingenommen haben die Könige eine Zeit von 959 Jahren. Und nach den Königen waren die Priester des Karnios, sechs, welche das Priestertum führten 33 Jahre. Nach welchen war Charidemos der Priester, der, da er die Kosten nicht bestreiten konnte, flüchtig wurde«. Dieses Kastör nach diesem Wortlaute. Der Reihenfolge nach im einzelnen aber hat das Königtum der Sik<y>onier eine folgend erweise entworfene Zählung.

Könige der Sik<y>onier.

Der erste, Egialeus, 52 Jahre. Woher auch Egiala, der jetzige Peloponesos, benannt wird. Von diesem sagen sie, er habe als erster geherrscht über die Sik<y>onier, um das fünfzehnte Jahr des Belos, des ersten Beherrschers des Assyrerreiches; von dem sie fabeln,; er sei des Posidon und der Liba Sohn gewesen.

Der zweite Europs, 45 Jahre. Dieser regiert unter Ninos, dem Sohne des Belos.

Der dritte Teichin, 20 Jahre. Dieser regiert unter Samiram.

Der vierte Apis, 25 Jahre; von welchem Apia, der jetzige Peloponesos, genannt wird.               

Der fünfte Thelxion, 52 Jahre.         

Der sechste Egidros, 34 Jahre.

Der siebente Thurimachos, 45 Jahre. Unter diesem beherrschte als erster die Argiver Inachos.

Der achte Leukippos, 53 Jahre.

Der neunte Messapos, 47 Jahre. Unter diesem trifft sichs, daß herrschte über die Egypter Joseph, der von den Ebräern erwähnt wird'.

Der zehnte Eratos, 46 Jahre.

Der elfte Plenmeos 48 Jahre.

Der zwölfte Orthopolis, 63 Jahre.

Der dreizehnte Marathonios, 30 Jahre; unter welchem als erster über Attika <'Attikeastan'> regierte Kekrops Diphyes.

Der vierzehnte Marathon, 20 Jahre. Unter diesem begegnet des Auszuges aus Egiptos Heerführer der Ebräer, Moses; was zu <seiner> Zeit bewiesen werden wird.

Der fünfzehnte Chyreus, 55 Jahre. Unter diesem herrscht über die Argiver Danaos.

Der sechzehnte Korax, 30 Jahre.

Der siebzehnte Epopeus, 35 Jahre.

Der achtzehnte Laomedon, 40 Jahre.

Der neunzehnte Sikion, 45 Jahre. Unter diesem hörten die Argiver-Könige auf, sich erstreckend auf 540 Jahre.

Der zwanzigste Polibos, 40 Jahre.

Der einundzwanzigste Inachos, 40 Jahre.

Der zweiundzwanzigste Phestos, 8 Jahre.

Der dreiundzwanzigste Adrastos, 4 Jahre.

Der vierundzwanzigste Poliphides, 31 Jahre. Unter diesem wurde Ilion eingenommen.

Der fünfundzwanzigste Pelasgos, 20 Jahre. Unter diesem regierte über die Latiner Enias.

Der sechsundzwanzigste Zeuxippos, 31 Jahre.

Zusammen im ganzen ergeben sich Sik<y>onier-Könige 26; und sie regieren einen Zeitraum von 959 Jahren. Nach welchen keine Könige mehr, sondern die Priester des Karnios.

Deren erster das Priestertum bekleidete, Archelaos, 1 Jahr.

Der zweite Otomedon, ein Jahr.

Der dritte Theoklitos, 4 Jahre.

Der vierte Euneos, 6 Jahre.

Der fünfte Theonomos, 9 Jahre.

Der sechste Amphichies, 12 Jahre.

Der siebente, letzte, Charimedos, der, da er den Aufwand nicht aushielt, entfloh. Von welchem bis zur ersten Olympiade, 352 Jahre.

Insgesamt für die sik<y>onischen Könige und Priester 998 Jahre.

Nach den Sik<y>onier-Vorstehern ist's angezeigt zu der Argiver Königen kurz zusammenfassend überzugehen, insofern Sicheres in den Geschichten der Alten enthalten ist. Es berichtet über dieselben auch Kastör, schreibend in dieser Weise der Fassung.

Des Kastör von der Argiver Königtum.

»Der Reihe nach hieran werden wir verzeichnen die Könige der Argiver von Inachos ab, welche nachlassen mit Sthenelos dem Kroto-pier; deren Zeit sich beläuft auf 382 Jahre. Und den Sthenelos verdrängt habend, beherrschte Danaos Argos; und dessen Nachkommen bis zu Heurystheus, <dem> des Sthenelos, des Perseus-Abkömmlings. Nach welchem die Polopiden das Königtum nahmen. Aber auch der Danaer Zeit des Königtums findet sich als <die> von 162 Jahren. Für die Polopiden aber, die von Atreus ab regierten und die Herrschaft innehatten bis auf Penthilos und auf Tisamenos und auf Knumetes, den des Surestes, unter welchen der Herakliden Einfall ward, ergibt sich eine Zeit von 105 Jahren.« Und es sind der einzelnen Argiverkönige jeweilige Zeiten diesergestalt.

Könige der Argiver.

Der erste, Inachos, woher das Land Inachia genannt ward, 50 Jahre. Es regiert als erster Inachos über die Argiver, unter Thurimachos, welcher der siebente war der Sik<y>onier-Herrschaft.

Der zweite Phoron, 60 Jahre. Unter diesem hat Ogigos Eleusina erbaut.

Der dritte Apis, von dem das Land Apia genannt ward, 35 Jahre. Unter diesem beherrscht die Egypter Joseph, von den Ebräern erwähnt.

Der vierte Argos, o( Dio_j und Niobes <Sohn>, woher des Landes Name abgeändert ward zu Argia, 70 Jahre.

Der fünfte Kriasos, 54 Jahre.

Der sechste Phorbas, 35 Jahre. Unter welchem Kekrops Diphyes über die Athener regierte.

Der siebente Triopas, 46 Jahre; unter welchem Moses anführte den Auszug der Ebräer aus Egiptos.

Der achte Krotopas, 21 Jahre.

Der neunte Sthenelos, 11 Jahre.                   

Zusammen ergeben sich 382 Jahre.

Den Sthenelos vertrieb Danaos, und beherrschte Argos, und nach ihm seine Abkömmlinge; deren Nachfolge- und Regierungs-Zeiten sich diesermaßen verhalten:

Der zehnte Danaos, 50 Jahre.

Der elfte Linkeus, 41 Jahre.

Der zwölfte Abas, 23 Jahre.

Der dreizehnte Proitos, 17 Jahre.

Der vierzehnte Akrisios, 31 Jahre.

Insgesamt im ganzen der Argiver Herrschafts-Jahre 544. Bis zu diesem die Danaer.

Nach Akrisios nahmen, nachdem nach Miken verlegt worden war das Fürstentum der Argiver, unter Euristheus, dem des Sthenelos, die Pelopiden die Herrschaft. Und es regiert zuerst Pelops, der aus dem Pelopones, der gewesene Förderer der Olympiaden. Nachdem nach Miken verlegt war das Fürstentum der Argiver, regierte nach Akrisios Euristheus 45 Jahre.

Und sodann die Polopiden Atreus und Thie<s>tes, 65 Jahre.

Nach welchen Agamemnon, 30 Jahre. Unter welchem im 18. Jahre Ilion genommen ward.

Egistos, 17 Jahre.

Orestes und Tisamenos und Penthilos und Kumetes, 58 Jahre, bis zum Herakliden-Einfalle, als sie den Peloponison einnahmen. Von

welchem bis zu der lonier Auswanderung aus ihrem Lande <00 Jahre>, und von der Ionier Auswanderung bis zur ersten Olympiade 207 Jahre.

Richtig ists fürwahr zu Diesem der Reihenfolge nach auch der Athener-Könige Aufzählung beizufügen in gedrängter Zusammenfassung der Geschichte aus den sicheren Lesungen der Alten.

Als erster wird von den Athenern erwähnt Ogigos, als unter welchem <stattfindend> von den loniern die große und alte Sintflut berichtet wird. Als dessen Zeitgenossen zählen sie den Phoroneus, den des Inachos, König der Argiver; es erwähnt dieses auch Platon im Timeos schreibend: »Als er sie sammeln wollte zu der urzeitlichen Geschichte, nämlich von dieser Stadt Altertümern zu sprechen, habe er begonnen mit Phoroneus, dem ersten erwähnten, und. mit Niobe und was nach der Sintflut war«. Es stellt sich aber Ogigos unter Messapon, den neunten König der Sik<y>onier, und unter Beloch, den achten König der Assyrer. Und nach Ogigos sei von wegen der großen Verwüstung durch die Sintflut ohne Königtum, sagen sie, gewesen das jetzt Attika genannte bis zu Kekrops, 109 <1. '190'> Jahre lang. Ebensoviele Jahre berechnen sich auch aus der Argiver Königtume; das uranfänglich unter Ogigos Anfang nahm. Denn von demselben Phoroneus an, dem Argiver-Könige, unter welchem erwähnt wird die Sintflut in den Jahren des Ogigos, bis zu Phorbas, unter welchem über das jetzige Attika zuerst regierte Kekrops Diphyes, sammeln sich 190 Jahre. Und von Kekrops bis zur ersten Olympiade werden gerechnet 17 Könige und 12 Fürsten auf Lebenszeit. Unter welchen, sagen sie, gewesen sei unter den Griechen gewisses wunderbare Sagenhafte. Von hier ab rechnen die Griechen die Könige der Attikäer; denn sie haben keine genaue Berechnung der älteren. Dies zeigt auch Kastör folgendermaßen in seinem Geschichts-Abrisse.

Des Kastör von der Athener Königtum.

»Anordnen werden wir anbei auch der Athener Könige, beginnend mit Kekrops, der Diphyes genannt ward, und werden sie beschließen

auf Thimoites. Und zwar beläuft sich der sämtlichen Könige Zeit, der Erechthiden genannten, auf 450 Jahre. Nach welchen das Königtum erlangte Melanthos des Andropompos, der Pelier, und dessen Sohn Kodros; und sie regierten zu beiden 52 <1. '58'> Jahre. Sofort auf das Ende des Königtums bestanden Fürsten auf Lebenszeit, Ursprung nehmend vom Makedonier Kodros, aufhörend unter Alkmeon, dem des Eschilos; und ihre Zeit beläuft sich auf 209 Jahre. Darnach hatten sie als ein zehnjähriges das Fürstentum; welche waren an Zahl sieben; und sie nahmen 70 Jahre ein. Sodann jährliche, von Kreon ab das Fürstentum erlangend, lassen nach mit Theophem; mit welchem überhaupt ganz stillstanden unseres Landes Dinge und Großtaten.« Dieses Kastör. Wir aber wollen von den Königen der Reihenfolge nach im einzelnen das Aufzählungsverzeichnis darstellen.

Könige der Athener.

Der erste, Kekröps Diphyes, 5 Jahre. Unter welchem Prometheus, Epimetheus, Atlas. Er regiert die Athener zuerst unter Tr<i>opas, dem siebenten Könige der Argiver, und unter Marathon, welcher herrschte als dreizehnter von den Sik<y>oniern. Unter diesem ward auch Moses bei den Ebräern erkannt, was zu <seiner> Zeit wir beweisen werden. Unter welchem auch zu Deukalions Tagen die Sintflut gekommen sei, sagen sie, nach Thes<s>alia, sowie unter Phaeton der wütende Feuerbrand nach dem Athioperlande.

Der zweite, Kranaos, aus dem Lande einheimisch, 9 Jahre.

Der dritte, Amphiktion des Deukalion, Schwiegersohn des Kranaos, unter welchem der Danaiden Geschichte erzählt wird, 9 Jahre.

Der vierte, Erechthonios des Ephestos, der von Homeros Erechtheus genannt wird. Unter welchem die Idäischen 'Finger'.

Der fünfte, Pandion des Erechthonios, 40 Jahre. Unter welchem der Raub des Mädchens und das vom Triptlomeos.

Der sechste, Erechtheus des Pandion, 50 Jahre. Unter welchem des Perseus Geschichte.

Der siebente, Kekrops, Bruder des Erechtheus, 40 Jahre. Unter welchem des Dionisos Geschichte.

Der achte, Pandion des Erechtheus, 25 Jahre. Nach welchen er flüchtig wurde und bei den Megarern regierte. Unter welchem Euröp<a>, Kadmos, und was von den Spartiern.

Der neunte, Egeus des Pandion, 48 Jahre. Unter welchem das von den argischen Schilfern <Argonauten> und den Juskapariks <Kentauren>; da Herakles die Heldenkämpfe vollbrachte.

Der zehnte, Theseus des Egeus, 30 Jahre. Unter welchem Minös als Gesetzgeber erkannt ward.

Der elfte, Mene<s>theus des Peteos des Orneos des Erechtheus, 23 Jahre. Unter welchem Ilion genommen ward.

Der zwölfte, Demophon des Theseus, 33 Jahre. Unter welchem des Odis<s>es Geschichte und diejenige des Oristes, und Enias König war [Sohn] von Lavinia.

Der dreizehnte, Oxintes des Demophon, 12 Jahre. Unter welchem die Amozinon den Tempel zu Ephesos in Brand steckten.

Der vierzehnte, Aphidas des Oxintes, ein Jahr.

Der fünfzehnte, Thimutes, Bruder des Aphidas, 8 Jahre.

Der sechzehnte, Melanthos des Andropompos, der Pelier, 37 Jahre. Unter welchem der Herakliden Einfall und die Besitznahme des Peloponesos.

Der siebzehnte, Kodros des Melanthos, 21 Jahre. Unter welchem die Ionier auswanderten aus dem Lande Achaia und sich flüchtig nach Athen wandten.                                                                    

Fürsten der Athener auf Lebenszeit.

Der achtzehnte, Medon des Kodros, herrschte 20 Jahre.

Der neunzehnte, Akastos des Medon, 36 Jahre. Unter welchem die Ionier auswanderten, mit welchen, erzählen sie, auch Homeros war. Unter welchem auch Solomon zu Jerusalem erbaute den Tempel; was wir zu <seiner> Zeit zeigen werden.

Der zwanzigste, Archippos des Akastos, 19 Jahre.

Der einundzwanzigste, Thersipos des Archippos, 41 Jahre.

Der zweiundzwanzigste, Phorbas des Thersippos, 30 Jahre.

Der dreiundzwanzigste, Megakles des Phorbas, 30 Jahre.

Der vierundzwanzigste, Diognetos des Megakles, 28 Jahre. Lykorgos wurde erkannt.

Der fiinfundzwanzigste, Pherekles des Diognotos, 19 Jahre.

Der sechsundzwanzigste, Ariphron des Pherekles, 20 Jahre. Unter diesem endete der Assyrer Königtum und ward Sardanapallos getötet.

Der siebenundzwanzigste, Thespeus des Triphron. Unter diesem gab Likurgos Gesetze den Lakedamoniern.

Der achtundzwanzigste, Agamestor des Thespeus, 17 Jahre.

Der neunundzwanzigste, Eschiles des Agamestor, 23 Jahre. Unter welchem, im zwölften Jahre die erste Olympiade festgesetzt ward, in welcher siegte Kuribos der Helier im Stadion.

Insgesamt sammeln sich für die Athener bis zur ersten Olympiade von Kekrops, der Diph<y>es genannt war, 780 Jahre, und von Ogigos 970 Jahre.

Von diesem ab ist's angemessen die Zeit nach Olympiaden zu berechnen.

Nach Eschelos regiert über die Athener Alkmeon, 2 Jahre. Nach diesem ward beschlossen, daß die Fürstenschaften zehnjährig würden.

Charops, 10 Jahre. Esimides, 10 Jahre. Klidikos, 10 Jahre. Ippomenus, 10 Jahre. Leokratos, 10 Jahre. Apsandros, 10 Jahre. Erexios, 10 Jahre.

Unter diesem ward beschlossen, zu wählen jährliche Fürsten. Und erster herrschte als jährlicher Fürst Kreon in der 24. Olympiade. Nach welchem jeder einzelne je ein Jahr herrschte; deren Namen keineswegs nötig ist zu verzeichnen.

Diese und die in der Athener Altertumsgeschichte erwähnten Zeiten werden als zu alten und zumal sicherverbürgten Geschichten <gehörige> gerechnet. Es sind jedoch die der Einnahme Ilions vorangehenden Zeiten und was immer in denselben für geschichtswürdige Taten vollbracht worden sind, als von nicht festgesicherter Chronologie erachtet. Gleichwohl werden wir, so wie es nur immer möglich sein wird, sie aus den vielfältigen Berichten kurz zusammenfassend darstellen. Sind doch auch nicht einmal die <Zeiten> von Elions Einnahme bis zur ersten Olympiade, auch diese nicht, würdig gewesen einer sicheren

Erwähnung. Dennoch aber stellt Porphyrios im ersten <Buche> der Philosophischen Geschichte sie auszugsweise nach dieserlei Wortlaut dar.

Des Porphyrios aus der Philosophischen Geschichte.

»Von Elions Einnahme bis zu dem Horakliden-Einfall in den Peloponesos berichtet, daß 80 Jahre seien, Apol<l>odoros. Und von dem Einfalle bis zur Besiedelung Ioniens. 60 Jahre. Und von da bis zu Likurgos 159 Jahre. Und im ganzen von Elions Einnahme bis zur ersten Olympiade 407 Jahre.«

Es scheint mir, daß es gut sein möchte, hierzu auch die von den Griechen geschaffenen Olympiaden anzureihen in dieser Abhandlung.

Olympiaden der Griechen.

Erste Olompias: in welcher siegte im Stadion Kuribos der Helier.

Von dieser Zeit ab scheint die Zeitbeschreibung der Griechen als sichere befunden zu werden; vor dieser aber so, wie den je Einzelnen sein Sinn zu sprechen bestimmt hatte.

Von der Einsetzung des Agon, das ist des Wettkampfes

Übung.

Einiges Wenige ist vonnöten über den Agon zu erörtern, dessen, des Agon Einsetzung Etliche um ferne Zeiten älter sein lassen. Vor Herakles, sagen sie, sei er eingesetzt worden von einem der Idaischen 'Finger'; und dann von Aethlios, bis zum öffentlichen Auftreten von dessen Söhnen, von welchem die Agonisten Athlesten genannt wurden, d. i. feindliche Gegner. Nach jenem sei sein Sohn Epion und darauf Endimion, und nach diesem Alexinos, und darnach Oinomaon gewesen Vorsteher der Opfer. Darnach habe Pelops dieselben <Opferfeste> dem Vater zu Ehren dargebracht dem Aramazd; und sodann Herakles, der Alkmene und des Aramazd Sohn; seit welchem 10 Geschlechter, sagen sie, gewesen seien; einige hingegen geben im ganzen deren dreie an bis zu Iphitos, der den Agon erneuerte.

Dieser war ein Helier und Oberverweser des Elader-Landes. Er beschloß, zu beseitigen die Kämpfe der Städte aus dem gesamten Peloponesos, Seher zu schicken, welche lernen sollten die Beilegung

der entbrannten Kriege. Von den Göttern sei ein Spruch den Peloponesiern geworden, diesergestalt: »Gehet ein in das Heiligtum und bringet Opfer dar; und seiet folgsam allem, was die Spruchorakel euch zu Bescheid geben werden«. Und den Heliern sei folgende Weissagung verkündigt worden: »Helier, die ihr der Väter, der Altvordern Gesetze fest bewahrt habt, rettet dies euer Land, ein Endziel setzet den Kriegen, die allgemeine Freundschaft mit den Griechen haltet! bis zu den Festen der Jahre komme der Freude Jahr«. Und deshalb schrieb Iphitos mittels Vertragsabschlusses vor, von den Kriegen abzustehen, und daß jeder einer sein Stück Frieden genösse, nachdem von Herakles der Orakelspruch empfangen <worden sei>, nicht <mehr> miteinander handgemein zu werden. Und es vollendete den Agon Iphitos mitsamt Likurgos, welcher war vom Stamme der Laked<ä>monier: von Herakles nämlich waren Beide. Und damals war bloß des Stadions der Wettkampf. Und erst später wurden dann auch die übrigen Kämpfe einer nach dem andern hinzugefügt.

Es berichten aber die Aristodemier, die Helier, daß seit der siebenundzwanzigsten Olympiade, von Iphitos ab, ordnungsmäßig eingetragen wurde der Agon und der Sieg; und daß keiner <zuvor> verzeichnet worden war aus Nachlässigkeit der Vorfahren; in der achtundzwanzigsten Olympiade jedoch wurde der im Stadion siegende Kuribos, der Helier, zuerst eingeschrieben; und wurde diese als die erste Olympiade festgesetzt; von welcher aus die Griechen die Zeit berechnen. Dasselbe wie Aristodemos berichtet auch Polibos. Kallimachos hingegen sagt, es seien 13 Olympiaden unverzeichnet geblieben von Iphitos ab, in der vierzehnten habe gesiegt Kuribos. Viele aber behaupten, daß von der Einsetzung des Agon durch Herakles, der Alkm<en>e <Sohn>, bis zur ersten gezählten Olympiade es 419 Jahre seien. Und es führen die Heraklier fünfjährlich den Agon auf, nachdem je vier Jahre inzwischen erfüllt sind.

Der Griechen Olympiaden.

Von der ersten bis zur zweihundertundsiebenundvierzigsten, in welcher regierte über die Römer Antoninos, Sohn des Severos. 1. Olympiade, in welcher siegte Kuribos der Helier im Stadion. Denn hierin allein wettkämpften sie bis zur dreizehnten Olympiade.

2.  Antimachos der Helier im Stadion Romos und Romilos wurden geboren.

3.  Androklos der Messe-

nier......i. Stad.

4.  Polichares der Messe-

nier......   i.  Stad.

5.  Eschides der Helier.   i.  Stad.

6.  Oibotas der Dymäer.   i.  Stad.

7.  Daikles der Messenier   i.  Stad. Romilos erbaute Rom.

8.  Antikles der Messenier   i.  Stad.

9.  Xenokles der Messe-

nier......i. Stad.

10.  Dötades der Messenier i. Stad.

11.  Leochares der Messe-

nier ...... i. Stad.

12.  Oxithemis der Koro-

näer......i. Stad.

13.  Diokles der Korinther i. Stad.

14.  Dezmon der Korinther i. Stad. Hinzugefügtward das Diaulon, und es siegte Hipenos der Klier.

15.  Orsippos der Megarer i. Stad. Hinzugefügtward der Dolichos: sie liefen

nackt; und es siegte Akanthos der Lakonier.

16.  Pithagoras der Lakonier . . . . . . .im Stadion

17.  Polos der Epidaurier i. Stad.

18.  Tullos der Sik<y>onier i. Stad. Hinzugefügt wurde

der Armkampf; und es siegte <Eur>ibatos            

der Lakonier. Hinzugefügt ward auch der Pentathlos: und es siegte Lampis der Lakonier.

19.  Menos der Megarer . i. Stad.

20.  Atheradas der Lakonier . . . . . . i. Stad.

21.  Pantakles der Athener i. Stad.

22.  Derselbe ein zweites

<Mal>......i. Stad.

23.  Ikarios der Hyperes-

sier ...... i. Stad.

Hinzugefügt ward der Faustkampf. Und Onomastos der Smyr-

näer siegte; der auch die Faustkampf-Gesetze gab.

24.  Kleoptolomeos der Lakonier . . . . i. Stad.

25.  Thalpis der Lakonier i. Stad. Hinzugefügt ward das

Tethripon; und es siegte Paoron der Thebäer.

26.  Kallisthen<e>s der Lakonior .....im Stadion

Philimbrotos der Lakonier im Pentathlos-Kampfe; in drei Olympiaden siegte er. Die Karnien wurden zuersteingesetzt, in Lakedemonia, der Zitherspieler Wettstreit.

27.  Euribos der Athener i. Stad.

28.  Charmis der Lakonier i. Stad. der nur mit trockenen Feigen dem Bedürfnis genügte. Deren Beginn machten die Pisäer, da die He-

lier wegen des Krie-

ges mit den Westländern verhindert waren.

29.  Chionis der Lakonier i. Stad. dessen ein Sprung

war 22 Ellen.

30.  Derselbe zum zweiten. Die Pisäer Helen von den Heuern ab, und führten diese <Olympiade> auf und auch der Reihenfolge nach die weiteren 22.

31.  Chionis der Lakonier

zum dritten           im Stadion

32.  Kratinos der Megarer i. Stad. da auch im Faustkampfe Komeos mit

drei Brüdern kämpfend siegte.

33.  Gilis der Lakonier . i. Stad. Hinzugefügt wurde

das Pankration; und es siegte Ligdamis der Syrakuser, der riesenhafte; der die Rennbahn mit den Füßen abmaß, und nur sechshundert Schritte machte.

Hinzugefügt wurde auch der Keles; und es siegte Kraxilas der Thessalier.       

34.  Stomos der Athener i. Stad.

35.  Spheros der Lakonier i. Stad. Im Doppellauf Kylon

der Athener, der auch auf den Gewalthaber einen Angriff machte.

3G. Phrinon der Athener, i. Stad. der auf der Insel Kos im Einzelkampf getötet wurde.

37. Euriklidas der Lakonier .....i. Stad.

Hinzugefügt wurde

das Stadion der Knaben; und es siegte Polinikes der Helier. Auch der Knaben Armgemeng-Kampf; und es siegte Iposthenes der Lakonier, welcher eine verfehlte und der Reihe nach in fünf Olympiaden auch im Männerwett-kampf siegte.

38.  Olinthos der Lakonier im Stadion Hinzugefügt ward der Knaben Pentathlos,

und damals rangen sie nur; und es siegte Deutilidas der Lakonier.

39.  Ripsolaos der Lakonier ......i. Stad.

40.  Olinthos der Lakonier, zum zweiten.

41.  Kleonthos der The-

bäer......i. Stad.

Hinzugefügt ward der Knaben Faustkampf; und es siegte Philötas der Sybarer.

42.  Likotas der Lakonier i. Stad.

43.  Kleon der Epidau-

rier......   i. Stad.

44.  Gelon der Lakonier.   i. Stad.

45.  Antikrates der Epidaurier.....   i. Stad.

46.  Chrisomachos der Lakonier .....im Stadion

Und Polimestor der Milesier im Knaben-

stadion, der auf der

Weide einen Hasen

einholte.

47.  Eurikes der Lakonier i. Stad.

48.  Glikon der Krötonier i. Stad. Pithagoras der Sa-

mier wurde verworfen im Knaben-Faust-kampf und, wie ein Weib hintergangen, trat er vor und besiegte alle Männer weitaus.

49.  Likinos der Krötonier i. Stad.

50.  Epitelidas der Lakonier ......i. Stad.

Die sieben Weisen wurden genannt.

51.  Eratosthene<s> der Kratinier . . . . i. Stad.

52.  Ales der Helier . . i. Stad.

53.  Anon der Peparetho-

nier......i. Stad.

54.  Ippostratos der Kro-

tonier.....i. Stad.

Arelion der Phigaler, im zweiten Pankration siegend, starb schädelverletzt, und

der Leichnam ward bekränzt; denn der zu-

erst besiegte Gegenkämpfer gestand, daß er <ihm> einen Fuß gebrochen.

55.  Ipostratos, derselbe, zum zweiten, als Kyros über die Perser König war.

56.  Phedros der <Ph>ar-

salier......im Stadion

57.  Ladromos der Lako-

nier......i. Stad.

58.  Diognetos der Kro-

tonier......i. Stad.

59.  Archilochos der Kerkyräer.....i. Stad.

60.  Apelleos der Helier i. Stad.

61.  Agatharchos der Kerkyräer.....i. Stad.

62.  Erixias der Chalkidier i. Stad. Im Armgemengkam-

pfe Milon der Krotonier, welcher siegte im olympischen sechsmal, im pythischen sechsmal, im isthmischen zehnmal, im nemeischen neunmal.

63. Parmenides der Ka-

marinäer . . . .imStadion

64. Menandros der Thessalier ......i. Stad.

65.  Anachos der Taran-

tiner......i. Stad.

Hinzugefügt ward der Oplit; und es siegte Damaretos der Eräer.

66.  Ischiros der Imeräer i. Stad.

67.  Phannas der Pellenier verdreifachte zuerst: i. Stad. und im Diaulon und im Hoplon, das ist

das Kämpe-Auftreten gegen den Wettkampf des Schwerbewaffneten.

68.  Isömachos der Kro-

tonier . . . . . i. Stad.

69.  Derselbezum zweiten.

70.  Nikeas der Opuntier i. Stad.

71.  Tisikrates der Kro-

tonier.....i. Stad.

72.  Derselbe zum zweiten.

73.  Astialos der Krotonier i. Stad.

74.  Derselbezumzweiten.

75.  Derselbezum dritten.

76.  Skamandros der Mitylener.....im Stadion

77.  Dandis der Argi-

ver......i. Stad.

78.  Parmenides der Posidonier.....i. Stad.

79.  Xenophon der Korin-

thier......i. Stad.

80.  Torimmas der Thes-

salier......i. Stad.

Im Ringkampf Amesinas der Barkäer, der auf der Viehweide mit einem Stiere rang und in Pisa einziehend mit demselben ein Kampf spiel aufführte.

81.  Polimastos der Kyrenäer.....i. Stad.

82.  Likos der Larissäer i. Stad.

83.  Krisson der Imesäer i. Stad.

84.  Derselbe zum zweiten.

85.  Derselbe zum dritten.

86.  Theopompos der Thessalier . . . . i. Stad.

87.  Euphranör der Ambrakiner . , . . i. Stad. Nach diesem der Peloponesische Krieg.

88.  Simachos der Messe-

nier......im Stadion

89.  Derselbe zum zweiten.

90.  Hiperbios der Syra-

kuser......i. Stad.

91.  Exegentos der Akraganter.....i. Stad.

92.  Derselbe zum zweiten.

93.  Eurötos der Kyrenäer i. Stad. Und im Gresamtkraftkampf Polidamas

der Skotussäer, der riesenhafte, der in              .

Persien vor Ochos hergehend Löwen erschlug und mit Bewaffneten nacktleibig kämpfte.

Hinzugefügt ward die Sinöris. Und es siegte Euagros der Helier.

94.  Krokinas der Lauris-

säer......i. Stad.

95.  Minön der Athener . i. Skad. 96. Eupolemos der Helier i. Stad.

Hinzugefügt ward der Trompeter: und es

siegte Timeos der Helier.

Hinzugefügt ward auch der Herold: und es siegte Akrates der Helier.

97.  Tirineos . . . .im Stadion

98.  Sösippos der Del-

phier.....

Aristodimos der Helier im Ringkampf, in dessen Mitte Ochos<l. »niemand«> eintrat.

99.  Dikon der Syraku-

sier......i. Stad.

Hinzugefügt wurde der Füllen-Wagenkampf: und es siegte Euribasos der Lakonier.

100.  Dionisodoros der Tarantiner . . . i. Stad.

101.  Dämon, der Thurier i. Stad.

102.  Derselbe zum zweiten.

103.  Petostratos der Ephe-

sier......i. Stad.

104.  Phokides derAthener i. Stad. Diese Olympiade

wurde von den Pisäern veranstaltet.

105.  Pöros der Kyrenäer i. Stad. 10G. Derselbe zum zweiten.

107. Mikrinas der Tarantiner .....i. Stad.

108.  Polikles der Kyrenäer ......im Stadion

109.  Aristolochos der . Athener . . . . i. Stad.

110.  Anikles der Athener i. Stad.

111.  Kleomantis der [E]klitorier.....i. Stad.

112.  Eurilas der Chalki-

dier......i. Stad.

Alexandros nahm Babelon und tötete Dareh.

113.  Kliton der Makedo-

nier......i. Stad.

Ageus der Argier im Dolichon, der nach Argos am selben Tage hinreisend seinen Sieg vermeldete.

114. Mikenas derRhodier i. Stad. Alexandros starb;

nach welchem, unter Verteilung der Herrschaft auf Mehrere, über Egiptos und Alexandria König ward Ptlomeos.

115.  Damasias der Amphipolier . . . . i. Stad.

116. Dimosthenes der La-

konier.....i. Stad.

117.  Parmenides der Mitelenäer . . . . i. Stad.

118. Andromenes der Korinthier . . . . i. Stad.

Antenor der Athener oder Milesier in der Gesamtkraftkampfs - Gegnerschaft, in der Kreiswendung, ward unbesiegt, und <zwar> ohne sich zu salben, in drei Lebensaltern befunden.

119.  Andromenes der Korinthier . . . im Stadion

120.  Pithagoras der Magnesier [aus Menan-

dra].....i. Stad.

<Im Ringkampf> Kerasos der Argiver, der einem Ochsen die Hufe ausriß.

121.  Derselbe Pithagoras zum zweiten.

122.  Antigonos derMake-

donier.....i. Stad.

123.  Derselbe zum zweiten.

124.  Philomelos der Phar-

salier.....i. Stad.

125.  Ladas der Agier . i. Stad.

126.  Ideos oder Nikatör

der Kyrenäer . . i. Stad.

127.  Perigenes der Alexandrier . . . . i. Stad.

128.  Seleukos. der Make-

donier.....i. Stad.

129.  Philinos der Köer . im Stadion Hinzugefügt ward

das Füllen-Zweigespann, und es siegte Philistiachos des Maketos.

130.  Philinos derselbe zum zweiten.

131.  Ammonios der Alexandrier . . . . i. Stad. Hinzugefügt ward

das Füllen-Einpferd, und es siegte Ippo-

krates des Ordthesalos<?>.                     

132.  Xenophanes der Ato-

lier aus Amphissa . i. Stad.

133.  Simelos der Neapo-

lier......i. Stad.

Die Parther fielen von den Makedoniern ab; und als erster ward König Arsak, woher auch die Arsakunier.

134.  Alkides der Lako-

nier......i. Stad.

135.  Eraton der Ätolier i. Stad. Und im Faustkampf Kleoxenos der Alexandrier,in der Kreiswendung ohne Verletzung.

136. Pithokles der Si-

k<y>onier . . . .im Stadion

137. Menestheus der Bar-

kilier.....i. Stad.

138.  Demotrios der Alexandrier . . . .. i. Stad.

139.  Jolaidas der Argier i. Stad.

140.  Zöpiros der Syraku-

ser ...... i. Stad.

141.  Dörotheos der Rho-

dier......i. Stad.

142.  Krates der Alexan-

drier.....i. Stad.

Kapos der Helier siegte im Ringkampf und im Pankration nach Herakles, und wird verzeichnet als zweiter von Herakles ab.

143.  Heralditos der Samite.....i. Stad.

144.  Heraklides der Salaminier von der Insel Kipros . . . . . i. Stad.

145.  Pyrias der Atoler . i. Stad. In der Knaben Faustkampfe Morchos <l. Moschos> der Kolophonier, allein in

dem Knaben -Ring-

kreiskampf siegte er. Hinzugefügt ward der Knaben Pankration, das ist das Imsturmnehmen; und es siegte Phedimos der Alexandrier [im Kampfe].

146.  Mikion der Biötier im Stadion

147.  Agemachos der Ky-

zikier.....i. Stad.

Und im Ringkampf Klistostratos der Rhodier, der durch bloßes Erfassen am Nacken siegte.

148.  Arkesilaos der Megalopolite . . . i. Stad.

149.  Ipostratos der Seleu-

kier aus Piera . . i. Stad,

150.  Onesikratos der Salaminier . . . . i. Stad.

151.  Thimelos der Aspen-

dier......i. Stad.

152.  Dimokrates der Me-

garer.....i. Stad.

153.  Aristandros der Lesbier aus Antissa . i. Stad.

154.  Leonidas der Rhodier, verdreifachend . i. Stad.

155.  Derselbezumzweiten.

156.  Derselbe zum dritten. Aristosenes der Rhodier, als dritter seit Herakles im Gesamtkraftkampfe.

157.  Derselbe Leonides zum vierten.

Als alleiniger und erster nahm er in vier Olympiaden zwölf olympische Kränze.

158.  Orthon der Syra-

kuser.....im Stadion

159.  Alkimos der Kyzi-

kener.....i. Stad.

160.  Anödöros der Kyzi-

kener.....i. Stad.

161.  Antipatros der Epirote ......i. Stad.

162.  Dämon der Delphier i. Stad..

163.  Timotheos der Tral-

lianer.....i. Stad.

164.  Boiötos der Sik<y>o-

nier......i. Stad.

165.  Akusilaos der Kyre-

näer.....i. Stad.

166.  Chrisogonos der Ni-

käer.....i. Stad.

167.  Derselbe zum zweiten.

168.  Nikomachos der Philadelphier . . .. .im Stadion

169.  Nikodemos der Lakedämonier . . . i. Stad.

170.  Simmeos der Seleu-

kier vom Tigris . i. Stad.

171.  Parmeniskos der Kerkyräer . . . i. Stad.

172.  Eudamos der Koer i. Stad. Protophanes der Magnesier [aus Menandra] im Ringkampf; im Pankra-

tion aber als vierter seit Herakles.

173.  Parmeniskos der Kerkyräer zum zweiten ......i. Stad.

174.  Demostratos der Larissäer . . . . i. Stad.

175.  Stadion der Knaben: und es siegte Epe-

netos der Argiver;

die Männer nämlich

kämpften nicht, weil

Sil<l>a sie alle nach Rom berufen hatte.

176.  Dion der Kyparissier i. Stad.

177.  Ekatomnos der Helier i. Stad.

178.  Diokles der Hypepener . . . . . i. Stad.

Stratonikos des Koroagos, der Alexandrier, im Gesamtkraftkampf , der fünfte seit Herakles; der auch in den Nemeen an demselben Tage der Knaben und der Bärtigen vier Kränze erhielt, dafür daß er die Nacktleib - Kämpfe ohne Roß aufführte; und dies fand statt nach Gunst, entweder den Freunden oder den Königen beigeschrieben zu werden, infolgedessen sie denn an der Aufführung <des Rossekampfspiels> überhaupt nicht hielten .

179.  Andreas der Lakedämonier . . .im Stadion

180.  Andromachos der Lakedämonier . . i. Stad.

181.  Lamachos der Tauronienier . . . . i. Stad.

182.  Anthestion der Ar-

giver.....i. Stad.

Marion des Marion der Alexandrier im Gesamtkraftkampf, der sechste seit Herakles.

183.  Theodoros der Mes-

senier.....im Stadion

Julios Kaisr hielt die Alleinherrschaft über die Römer.

184.  Derselbe Theodoros zum zweiten. Augustos regierte über die Römer.

185.  Ariston der Thurier i. Stad. 18G. Skamandros der Alexandrier aus Troas i. Stad.

187.  Ariston der Thurier zum zweiten.

188.  Sopatros der Argiver i. Stad.

189.  Asklipiades der Sidonier . . . . i. Stad.

190.  Auphidios der Patrier i. Stad.

191.  Diodotos der Tianer i. Stad.

192.  Diophanes der Aoler ......i. Stad.

193.  Artemidoros der Thyatirier . . . . i. Stad.

194.  Dimatros der Ephe-

sier......i. Stad.

195.  Derselbe zum zweiten.

196.  Pamenes der Magnesier vom Mean-

dros.....im Stadion

197.  Asiatikos der Alikarn<ass>er . . . i. Stad.

198.  Diophanes der Pru-

sier vom Olompos i. Stad. Aristeas der Stratonikier oder Menandros im Gesamtkraftkampf, siebenter seit Herakles. Tiberos war König der Körner.

199.  Eschines der Milesier, welcher der Glaukier war . . i. Stad. Erneuert wurde der Pferde Rennbahn,

und es siegte des Tiberos Kaisr Viergespann.

200.  Polemon der Peträer i. Stad.

201.  Damas der Kydonier i. Stad.

202.  Hermogenes der Pergamier . . . i. Stad.

203.  Apolonios Epidau-

rios.....i. Stad.

204.  Sarapion der Alexandrier . . . . i. Stad. Nikostratis der Ar-

gäer im Gesamtkraftkampfe, achter seit Herakles. Nach

welchem es keinen

mehr gab von He-

rakles bis auf uns,

da die Helier nicht

mehr krönten, auch

nicht einmal die

Tüchtigen.

Gaios war König der

Römer. 205. Eubulidas der Lao-

dikier.....im Stadion

Klaudios war König

der Römer. 206. Valerios der Myti-

lenäer . . . . i. Stad.

207.  Athenadoros der

Agier.....i. Stad.

208.  Derselbezumzweiten. Nerön war König der Römer.

209.  Kallikles der Sido-

nier......i. Stad.

210.  Athenodoros der Ägäer . . . . i. Stad.

211.  Sie ward nicht abgehalten, von wegen Nerons Verzuges sich dorthin zu begeben. Dann aber, nach zwei Jahren, wurde

sie veranstaltet. Im             

Stadion ward Triphon der Philadelphier Sieger. Neron

aber wurde von den

Leierspielern bekränzt ; denn über

die Sänger und

Pandurenschläger,

und im Füllenwagen,

und im Vollkommenen , und im Zehnfüllen<-Weltkampf>

siegte er.

212.  Polites der Kera-

mier.....im Stadion

Vespianos war König der Römer.

213.  Rhodon der Kymäer

oder Theodoros . . i. Stad.

214.  Straton der Alexan-

drier . . . . . i. Stad. Titos war König der der Römer.

215.  Hermogenes der Xanthier . . . . i. Stad. Dometianos war Köder Römer.

216. Apolophanes, der auch Patis, der Tarsonier.....i. Stad.

217.  Hermogenes der Xanthier . . . . i. Stad.

218.  Apollinos der Alexandrier oder Helo-

doros.....i. Stad.

219.  Stephanos der Kappadokier . . . . i. Stad.

Nervas war König der Römer. Nach ihm Traianos.

220.  Chilleus der Alexandrier . . . .im Stadion

221.  Theonas, der auch Smaragdos, der Alexandrier . . . . i. Stad.

222.  Kallistos der Sidäer i. Stad. Wiederum rennen Pferde.

223.  Eustolos der Sidäer i. Stad.

224.  Isarion der Alexan-

drier.....i. Stad.

Adrianos war König der Römer.

225.  Aristeas der Mile-

sier......i. Stad.

226.  Dionesios Sammeus

der Alexandrier . i. Stad.

227.  Derselbe zum zweiten.

228.  Lukas der Alexandrier .....i. Stad.

229.  Epidauros, der auch Ammonios, der Alexandrier . . . . i. Stad. Antoninos Eusebes

war König der Römer.

230.  Didimos Klideus der Alexandrier . . . i. Stad.

231.  Kranaos der Sik<y>o-

nier......i. Stad.

232.  Attikos der Vardier im Stadion Im Gesamtkraft-

kampf ward <er> verzeichnet von den Heliern; bekränzt wurde er von Dionisios des Seleukos <Sohn>.

233.  Demetrios der Chier i. Stad.

234.  Eras der Chier . . i. Stad.

235.  Mnasibulos der Ela-

tier......i. Stad.

Beros und Antoninos war König der Römer.

236.  Aithales der Alexan-

drier ..... i. Stad.

237.  Eudemon der Alexandrier . . . . i. Stad.

238.  Agathopus der Ägi-

näer.....i. Stad.

239.  Derselbe zum zweiten.

Kommodos war König der Römer.

240.  Anubion, der auch Phidos, der Alexan-

drier.....i. Stad.

241.  EronderAlexandrier im Stadion

242.  Magnos der Libyer,

der Kyrenäer . . i. Stad.

243.  Sidoros, der auch Artemidoros, der Alexandrier . . . i. Stad. Pertinax und Seve-

ros regierten über die Römer.

244.  Derselbe zum zweiten.

245.  Alexandros der Alexandrier . . . . i. Stad.

246. Epenikos der Kyzikener, der zubenannt war Kinas          . . i. Stad.

247.  Satorninos der Kreter, Grortynäer . . i. Stad. Antoninos Pisak

war König der Römer.

248.  Heliodoros, der auch Trosidamos, der Alexandrier . . . i. Stad.

249.  Derselbezumzweiten. Bis zu diesem haben wir das Olympiaden-verzeichnis vorgefunden.

Angemessen ist's, an dasselbe anzureihen auch die Könige der Korinther und die der Lakedämonier, die Seebeherrscher und die ersten Leiter des Makedonierlandes. Und ich werde anführen ihre Aufzählung der Reihe nach und die Zeiten aus der Sammlung von Diodors »Bücherei«, worin er zuverlässigst deren Geschichte erzählt.

Aus Diodors Büchern über die Korinther-Könige.

Nachdem dieses wohl unterschieden worden, ist's angezeigt von der Korinther und der Sik<y>onier Königtum zu sagen, wie sie von den Doriern besiedelt wurden. Denn dem Peloponesiervolke nahezu insgesamt, außer den Arkadern, widerfuhr es erschüttert zu werden von der Herakliden Einfalle. So hatten denn auch die Herakliden bei der Verteilung für auserlesen und gut erachtet Korinthos und das Land rings um dasselbe; sie schickten zu Aletes, überlieferten ihm das vorerwähnte Land. Ein ausgezeichneter Mann geworden und Korinthos vergrößernd, regierte er 38 Jahre. Nach dessen Ende stets nur der erstgeborne Sohn in einem fort von den Eltern das Königtum erlangte, bis zu des Kipselos Gewaltherrschaft; welche später ist als der Herakliden Einfall um 447 Jahre. Und als erster nach jenem folgte im Königtum Ixion, 38 Jahre. Nach welchem herrschte Agelas, 37 Jahre. Nach welchem Primnis, 35 Jahre. Und Bakchis, ebenso die gleiche selbe Zeit, ward noch berühmter als seine Vorgänger; weshalb denn auch die nach diesem <folgenden> Könige nicht mehr Heraklier, sondern Bakchiden genannt wurden. Nach welchem herrschte Agelas, 30 Jahre. Eudamon, 25 Jahre. Aristomedos 5 über dreißig. Dieser starb und hinterließ einen Sohn, den Telestes, in zartem Alter; dessen angestammtes Königtum übernahm sein Vatersbruder und Vormund <Verweser> namens Agemon, und herrschte 16 Jahre. Nach diesem bemächtigte sich desselben Alexandros, etwa 25 Jahre. Diesen tötete Telestes, welcher der Herrschaft beraubt worden war, und herrschte 12 Jahre. Nach dessen Ermordung durch seine Blutsverwandten herrschte Automenes, ein Jahr.

Die Heraklier, die Bakchiden genannt wurden, waren mehr als zweihundert, die die Herrschaft ergriffen; und gemeinsam beherrschten sie alle zusammen die Stadt. Aus sich heraus wählten sie einen alljährlich zum Oberhaupt, der des Königs Stelle innehatte, 90 Jahre hindurch, bis zu Kipselos' Gewaltherrschaft, durch den sie denn auch ihr Ende nahmen .

Es sind also die Könige der Korinther diese.

1.  Aletes.........Jahre 37

2.  Ixion .........Jahre 37

3.  Agelas.........    Jahre    37

4.  Primnis.........    Jahre    35

5.  Bakchis .....    Jahre    35

6.  Agelas.........    Jahre    30

7.  Eudemos........    Jahre    25

8.  Aristomedes.......    Jahre    35

9.  Agemon.........    Jahre    16

10.  Alexandras........    Jahre    25

11.  Telestes........    Jahre    12

12.  Automenes ........    Jahre      1

Nach welchen jährliche Häuptlinge <Prytanen> waren.

Könige der Läkedämonier aus Diodors Büchern.

Wir werden aber, da es sich so getroffen hat, daß von den tro-ischen Dingen bis zur ersten Olympiade die Zeit schwer zu ermitteln ist, weil noch nicht, weder in Athen noch in einer andern Stadt, zu jenen Zeiten jährliche Fürsten vorhanden waren, zum Beispiel dio Lakedämonierkönige in Anwendung bringen. Von der Troer Zerstörung bis zur ersten Olympiade sind, wie Apol<l>odoros der Athener sagt, 8 Jahre über vierhundert. Von denselben1 achtzig bis zum Heraklideneinfall; und die übrigen haben eingenommen die Könige der Läkedämonier, Prokies, Eurystheus und deren Abkömmlinge; deren Aufzählung wir je nach ihren beiderseitigen Häusern gesondert darstellen werden bis zur ersten Olympiade.

Eurystheus begann die Regierung im achtzigsten Jahre von den troischen Dingen ab <gerechnet>; und herrschte 2 über 40 Jahre. Nach diesem Agis, 1 Jahr. Echestratos 1 Jahr über 30. Und nach ihm Labotas 7 Jahre über dreißig. Doristhos ein Jahr weniger als dreißig. Und, als Nachfolger dieser, Agesilaos 4 Jahre über vierzig. Archelaos 60 Jahre. Und Teleklos 40 Jahre. Alkamenes aber 8 über dreißig. Unter dessen zehntes Regierungsjahr fiel die Entstehung der ersten Olympiade, in welcher siegte im Stadion Kuribos der Helier.

Aus dem andern Hause aber herrschte zuerst Prokles, um ein Jahr weniger als 50. Und nach ihm Pritanis, um ein Jahr woniger

als 50. Und Eunomios, 5 Jahre über 40. Und nach diesen Chariklos, 60 Jahre. Und nach diesem Nikandros, Jahre 2 weniger als 40. Theopompos, Jahre 7 über vierzig. Ebenso auch in dessen zehntem Regierungsjahre trifft sich die Entstehung der ersten Olympiade. Und es wird insgesamt im ganzen von der Troer Einnahme bis zu der Heraklier Einfalle, Jahre 80.

Darnach Könige der Lakedämonier.

1.  Eurystheus ........Jahre   42

2.  Agis..........Jahre     1

3.  Echestrates........Jahre    35

4.  Labotas.........Jahre    37

5.  Dori<s>thos........Jahre   29

6.  Agesilaos.........Jahre   44

7.  Archelaos........Jahre    60

8.  Teleklos.........Jahre   40

9.  Alkamenes........Jahre    37

In dessen 10. Jahre festgesetzt ward   die

erste Olompias. Zusammen . . Jahre  325

Und aus dem anderen Hause haben regiert:

1.  Prokies.........    Jahre 51

2.  Pritanis.........   Jahre 49

3.  Eunomios........   Jahre 45

4.  Charikles........   Jahre 60

5.  Nikandros........   Jahre 38

6.  Theopompos........    Jahre 47

In dessen 10. Jahre festgesetzt   ward die

erste Olompias. Zusammen . .    Jahre 290

Aus denselben Diodor-Schriften auszugsweise von den Zeiten der Meeresbeherrscher, die die Seeherrschaft hatten.

Nach dem Troischen Kriege hielten die Seeherrschaft:

1.  Lyder und Mäoner.....Jahre 92

2.  Pelasger........Jahre 85

3.  Thraker.........Jahre 79

4.  Rhodier.........Jahre 23

5.  Phrygier........    Jahre    25

6.  Kyprier.........    Jahre    33

7.  Phönikier........    Jahre    45

8.  Ägypter.........    Jahre      *

9.  Milesier........    Jahre      *

10.        * ........    Jahre      *

11.  Lesbier.........    Jahre      *

12.  Phokier .........    Jahre    44

13.  Sarnier........ .    Jahre      *

14.  Lakedämonier......    Jahre      2

15.  Naxier.........    Jahre    10

16.  Eretrier.........    Jahre    15

17.  Äginäer.........    Jahre    10

Bis zu des Alexandros <1. Xerxes> Übergang auf die andere Seite. Füglich ist's nach diesem auch zu dem Reiche der Makedonier zu gelangen..

Makedonierkönige.

Nachdem geendigt der Assyrer Macht, nach Sardarnapals, des letzten Assyrerkönigs, Tode, treten die Zeiten der Makedonier ein.

»Karanos, vor der ersten Olympiade gierig nach den Dingen trachtend, bot Truppen aus den Argivern auf und aus der andern Peloponesiake und mit Heeresmacht aufbrechend zog er gegen die Gebiete der Makedonier. Zu derselben Zeit war dem Könige der Orestier ein Krieg mit seinen Grenznachbarn, die Eordäer genannt werden. Er bat den Karanos, ihm zu Hülfe zu kommen, und versprach von seinem Lande ihm die Hälfte zu geben, nach Beilegung der Dinge der Orestier. Und da der König sein Versprechen hielt, erlangte Karanos das Land; und ward König in ihm 30 Jahre. Im Greisenalter schied er aus dem Leben. In dessen Herrschaft folgte sein Sohn, welcher genannt ward Koinos; und er herrschte 28 Jahre. Nach ihm regierte Tirimmos, 43 Jahre. Perdikas, 48 Jahre. Dieser wollte sein Königtum weiter ausdehnen; er sandte nach Delphus <Delphi>.« Und

nach wenigen Worten sagt er inbetreff desselben beifügend: »Perdikas regierte 48 Jahre und hinterließ die Herrschaft dem Argeos. Auf dessen Regierung von 1 über 30 Jahren, folgte in der Herrschaft Philippos, der drei Jahre über dreißig regierte und die Gewalt dem Aieropas hinterließ. Auf dessen zwanzigjährige Herrschaft folgte im Königtum Alketas, der 18 Jahre die Gewalt ausübte; und er hinterließ dem Amintas die Gewalt. Auf dessen Regierung von 9 über 40 Jahren folgte in der Herrschaft Alexandros, der sie 44 Jahre innehatte. Nach diesem regierte Perdikas, 22 Jahre. Archelaos 17 Jahre. Aeorpos 6 Jahre. Nach welchem herrschte Pausanias, ein Jahr. Ptlomeos, 3 Jahre. Nach diesem Perdikas, 5 Jahre. Philipos, 24 Jahre. Alexandros, führte mit den Persern Krieg, mehr als 12 Jahre.«

Des makedonischen Königtums Geschlecht führen solchermaßen die Glaubwürdigen von den Geschichtschreibern auf Herakles zurück. Von Karanos, der als der erste allzusammenfassend die makedonische Macht innehatte, bis zu Alexandros, der das Asianerland unterjochte, werden gerechnet 24 Könige, 480 Jahre.

Es sind aber im einzelnen Diese.

1.    Karanos regierte.............Jahre 30.

2.    Koinos.................Jahre 28.

3.    Tirimmas................Jahre 43.

4.    Perdikas................ Jahre 48.

5.    Argeos.................Jahre 38.

6. Philipos.................Jahre 33.

7.    Aeropas..............Jahre 20.

8.    Alketas.................Jahre 18.

Unter diesem regierte Kyros über die Perser.

9.    Amintas................Jahre 42.

10.    Alexandros...............Jahre 44.

11.    Perdikas................Jahre 23.

12.    Archelaos................Jahre 24.

13.    Orestes.................Jahre 3.

14.    Archelaos................Jahre 4.

15.    Amintas................Jahr 1.

16. Pausanias................Jahr 1.

17. Amintas................Jahre 6.

18.    Argeos.................    Jahre      2.

1.9.    Amintas................    Jahre    18.

20.    Alexandros...............    Jahr       1.

21.    Ptlomeos der Alöritaner...........    Jahre      3.

22.    Perdikas................    Jahre      6.

23.    Philipos...............     Jahre    26.

24.    Alexandros des Philipos...........    Jahre    12.

Des Porphyrios, der unter uns wider uns Philosoph war.

Nach Alexandros des Philipos regierten über die Makedonier diese, über die Makedonier und die Elladier. Der Makedonier Herrschaft hat bis zu der Aufhebung durch die Römer sich hingezogen folgendermaßen.

Arideos des Philippos und der Philinna, der Thet<t>alerin, den die Makedonier aus Anhänglichkeit an das philippische Geschlecht Philipos nannten und als König einsetzten nach Alexandros, obgleich er aus einer anderen Gattin war und sie den Mann als geisteslos kannten: folgt in die Herrschaft jenes, wie wir gesagt haben, in der hundertvierzehnten Olympiade zweitem Jahre. Zugezählt werden ihm 8 Jahre; denn er lebte darauf noch bis zu der hundertfünfzehnten Olympiade viertem Jahre. Es hatte aber hinterlassen Alexandros als Sohn den Herakles, aus der Pharsine, der Tochter das Phar[a]nabazos; und den Alexandros aus der Roxane, der Tochter des Oxiartes, des Königs der Baktrier, welcher beim Tode Alexanders des Philippos gleich in dem Königtum geboren ward.

Den Aridinos tötete Olompia, die Mutter Alexanders. Und diese, die über die Makedonier herrschte, und die zwei Söhne Alexanders tötet Kassandros des Antipatros: den einen tötete er selbst, und den andern, der von der Pharsine war, befahl er dem Polisperchon zu töten; die Olompia aber ließ er sogar unbegraben ins Freie werfen. Und er befestigte sich als König der Makedonier. Und von da an warf sich nach ihm auch von den andern Statthaltern ein jeglicher zum König auf. Nach Beseitigung des Geschlechtes Alexanders heiratete er die Thessalonike des Philippos, mit welcher er regierend lebte 19 Jahre; und an einer abzehrenden Krank-

heit dahinsiechend verendete er. Die Zeiten dieses werden gerechnet ----und es wird in dieselben inbegriffen auch das Jahr, in welchem nach Aridonos herrschte Olompia ---- von der hundertundsechzehnten Olympiade erstem Jahre bis zur 120. Olympiade drittem Jahre.

Diesem folgen seine Söhne Philippos und Alexandros und Antipatros; welche 3 Jahre und G Monate regierten nach dem Vater. Zuerst Philippos; und er starb in Elatia. Antipatros aber tötete die dem Jüngling Alexandros zur Mitwirkerin gewordene Mutter1; und als Flüchtling wandte er sich an Lysimachos; und nachdem er eine von dessen Töchtern geheiratet hatte, ward er auf dieselbe Weise durch Lysimachos getötet. Alexandros aber heiratete die Lisandra des Ptlomeos. Gegen den jüngeren Bruder <Antipatros> aufbrechend zum Kriegskampfe rief er um Hilfstruppen an den Demetrios des An-tigonos, dessen Beiname war der Belagerer: er wurde von jenem gegetötet. Und es herrscht über die Makedonier Demetrios.

Und für die Söhne des Kassandros werden gezählt die Jahre der Herrschaft vom vierten Jahre der hundertundzwanzigsten Olympiade bis zu der hundertundeinundzwanzigsten drittem; und für Demetrios' Regierung 6 Jahre, von der 121. Olympiade viertem Jahre bis zu der 123. Olympiade erstem Jahre.

Diesen vertreibt Pyros, der König der Epirer, dreiundzwanzigster von Achilles ab, dem Sohne der Thetis; als ob ihm zugehörig wäre die Herrschaft nach Philipps Geschlechte wegen der Olompia, der Mutter Alexanders, denn auch die Mutter war aus Pyros dem Sohne des Neoptlomeos hervorgegangen. Und sieben Monate herrscht er über die Makedonier in der hundertdreiundzwanzigsten Olympiade zweiteni Jahre.

Im achten aber ersetzt ihn Lysimachos, Sohn des Agathokles, der ein Thet<t>aler war aus K[a]ranon und Alexanders Waffenträger. Über Thrakien aber und Cheron war er damals noch nicht König, sondern nach dem benachbarten und angrenzenden Makedonien zog er

eilends, das Königtum zu ergreifen. Überredet von Arsinoe, seinem Weibe, enthob er den Agathokles, seinen Sohn, des Lebens; und regierte von der 123. Olympiade zweitem Jahre im fünften Monate bis zu der 124. Olympiade drittem Jahre; das sind 5 Jahre und 6 Monate. Besiegt ward er im Kampfe auf dem Koros-Felde gegen Seleukos, den Asianerkönig, der Nikatör genannt war.

Sofort nach dem Siege des Seleukos tötete Ptlomeos, des Lagos und der Euridike Sohn, der Tochter des Antipatros, welcher Keraunos genannt ward, das ist 'Blitzgrimm', seinen Wohltäter, zu dem er auf der Flucht seine Zuflucht genommen hatte; und er selbst herrschte über die Makedonien Und als er gegen die Galater eine Schlacht lieferte, ward er getötet, nachdem er regiert hatte ein Jahr und fünf Monate; so daß gerechnet wird die Zeit seiner Regierung vom vierten Jahre der 124. Olympiade bis zum fünften Monate des ersten Jahres der 125. Olympiade.

Dem Ptlomeos aber folgte sein Bruder Meleagros. Und die Ma-kedonier beseitigten ihn sofort aus der Herrschaft, als er sie 2 Monate innegehabt hatte, als einen sich unwürdig Erweisenden. Und an dessen Statt machten sie zum König den Antipatros, den Bruderssohn des Kassandros und Sohn des Philippos, in Ermangelung von königlichem Geschlecht. Nachdem er geherrscht 40 <l. 45> Tage, verjagte ihn ein gewisser Sosthenes, da er nicht gewachsen wäre der Heerführung, während Vren, der Galater, mit einem solchen Kriege herangestürmt käme. Und es nannten jenen die Makedonier den »Jährling«, da ebensolange Zeit die »Jährigen« Winde wehen. Sosthenes aber vertrieb dann auch den Vren, und nachdem er das Gemeinwesen zwei Jahre hindurch <in seiner Hand> vereinigt hatte, starb er.

Und es wurden herrenlos die Makedonier, von wessenthalben dem Antipatros und dem Ptlomeos und dem Arideos es <zwar zuteil> ward als Verweser aufgestellt zu sein der <Reichs>geschäfte, ganz jedoch dieselben innezuhaben keinem <von ihnen>. Und von Ptlomeos <Keraunos> bis zum Ende der Herrenlosigkeit das ist <der Zeitraum> von der 124. Olympiade viertem Jahre bis zu der 126ten; worunter sich befindet Ptlomeos des Grimmen Herrschaft, ein Jahr und fünf Monate, und des Meleagros zwei Monate, und des Antipatros 45 Tage, und des Sosthenes zwei Jahre, und die übrige Zeit als für herrenlos anzurechnende.

Als Antipatros dem <Reichs>wesen nachstellte, wurde Antigonos, Demetrios' des Belagerers und Philas, der Tochter des Antipatros, Sohn, Verweser der Herrschaft; welcher, in Gonais in Thessalastan, <wohin er> sich begeben, erzogen, Gonatas genannt war. Und es werden ihm zugezählt rund 43 Jahre. Denn er war König schon früher, bevor er sich Makedoniens bemächtigt hatte, insgesamt 10 Jahre zuvor; und war zum König ausgerufen worden im zweiten Jahre der 123. Olympiade; von den Makedoniern aber im ersten Jahre der 126. Olympiade. Dieser war es, welcher der Ellader Land mit gewaltiger Hand unterwarf. Und er lebte im ganzen 83 Jahre und endete in der 135. Olympiade erstem Jahre.

Den ersetzt dessen Sohn Demetrios, der vollends ganz Libeastan wegnahm und sich Kyrenes bemächtigte und das Gesamte des Vaters zur monarchischen Herrschaft erneuerte. Und er herrschte 10 Jahre. Und heiratete eine von den Gefangenen, und legte ihr den Namen »die Güldene« bei. Den Philippos erhielt er von dem Weibe zum Sohne, jenen der den ersten Krieg gegen die Römer führte, und Ursache des Unheils wurde den Makedoniern.

Und den Philippos, den darnach als Waisen hinterbliebenen, bevormundete fürsorglich durch Verweserschaft einer vom Geschlechte des Königtums, der Phuskos mit Beinamen geheißen war. Als gerecht befundenen in der Verweserschaft sahen sie den Phuskos an, machten ihn zum König. Und trauten ihm an als Gattin die »Güldene«. Und jener tat die Söhne, die <ihm> geboren wurden aus der »Güldenen«, nicht ernähren, damit er die Herrschaft ohne Untreu dem Philippos aufbewahrte; in welche er ihn denn auch einführte, und er starb.

Gestorben war auch Demetrios, dessen Beiname der Schöne geheißen war, in der hundertdreißigsten Olympiade zweitem Jahre. Das Königtum gelangte darauf an Philippos, dessen vormundschaftlicher Verweser der vorhin erwähnte Antigonos war; der endigte in der hundertneununddreißigsten Olympiade viertem Jahre: in der Ver-weserschaft zwölf Jahre, und lebte insgesamt 42 Jahre. Philippos aber

begann ohne vormundschaftlichen Verweser von der hundertvierzigsten Olympiade an zu herrschen. Und regierte insgesamt 42 Jahre. Und endete im zweiten Jahre der hundert[neun]undfünfzigsten Olympiade, gelebt habend insgesamt 58 Jahre.

Perseus aber, Sohn Philipps, tötete den Demotros, seinen Bruder, und regiert 10 Jahre und 8 Monate. Denn in der hundertzweiundfünfzig-sten Olympiade viertem Jahre nahmen Leukios und Akilios die makedonischen pidanischen Gebiete ein, gewaltsam. Perseus wandte sich flüchtig nach Samothrak<e> und darauf übergab er sich freiwillig in die Hände der Krieger. Von da alsdann nach Albe überbracht, stand er unter Bewachung, und starb nach fünf Jahren. Der Make-donier Dinge nahmen mit ihm ein Ende.

Und damals ließen die Römer sie noch frei unter selbständiger Verwaltung, da sie auszeichnungshalber verehrende Rücksicht nahmen auf den glorreichen Ruhm und die machtvolle Herrschaft der Ma-kedonier.

Im neunzehnten Jahre, das der hundertsiebenundfünfzigsten Olympiade drittem Jahre gleichkommt, gab sich ein gewisser Andriskos fälschlich für den Sohn des Perseus aus und übertrug auf sich den Namen Philippos; weshalb er auch der »Falsche Philippos« genannt wurde. Er beherrschte die Makedonier, die Thrakier sich zu Bundesgenossen erlangt habend. Als er ein Jahr geherrscht hatte, ward er aus der Schlachtreihe flüchtig zu den Thrakiern; überliefert von diesen, wurde er gefesselt nach Rom geschickt.

Die Römer, denen die Makedonier verächtlich geworden waren wegen der Unterstützung des Falschen Philippos, machten sie zins-pflichtig im vierten Jahre der hundertsiebenundfünfzigsten Olympiade. Es ergeben sich also seit Alexandros an Olympiaden des Reiches der Makedonier bis zum endlichen Zinspflichtigwerden und zur Römerherrschaft: von der hundertvierzehnten Olympiade zweitem Jahre bis zu der hundertsiebenundfünfzigsten Olympiade viertem Jahre im ganzen 43 Olympiaden und 2 Jahre, und insgesamt 174 Jahre.

Und es werden nach Alexandros des Philippos Könige der

Makedonier diese:

1.  Aride<o>s, der auch Philippos .... Jahre 7

2.  Kassandros ..........Jahre 19

3.  Kassandros' Söhne........    Jahre     3 und 6 Monate.

4.  Demetros der Belagerer......    Jahre     6

5.  Pyros............                  . . 7 Monate.

6. Lysimachos..........    Jahre     5 und 5 Monate.

7.  Ptlomeos der auch Blitzgrimm . . .    Jahre     1 und 5 Monate.

8.  Meleagros...........                  . . 2 Monate.

9.  Antipatros des Lysimachos.....                              Tage 45

10.  Sosthenes...........    Jahre     2

11.  Der Herrenlosigkeit........    Jahre     2

12.  Antigonos Gonatas........    Jahre   33

13.  Demetrios...........    Jahre   10

14.  Antigonos Phuskos.......    Jahre   12

15.  Philippos...........    Jahre   42

10. Perseus............    Jahre   10 und 8 Monate

17.  Der selbstrechtlichen Freiverwaltung .    Jahre   19

18.  Der Falsche Philippos.......    Jahr      1

Nach welchen die Römer.

Thettaler-Könige.

Über die Thettaler und Epirastan <Epiros> herrschten lange Zeiten hindurch ebendieselben, welche auch über die Makedonien Auch erhielten sie von den Römern die eigengesetzliche Freiheit nach der Niederlage Philipps in Thettalia durch Titos, der Römer Heerführer. Später gerieten dann auch sie unter die Zinsbarkeit der Römer aus denselben Ursachen, derentwegen auch die Makedonier.

Es herrscht nämlich wiederum auch über diese nach Alexandros Arideos, der auch Philip<p>os, 7 Jahre. An dessen Stelle tritt Kassandros und regiert über Epirastan und die Thettaler 19 Jahre. Nach welchem dessen Sohn Philip<p>os, vier Monate; darauf dann die Brüder dieses, Antipatros und Alexandros, 2 Jahre und 6 Monate. Ferner auch Demetros des Antigonos, 6 Jahre und 6 Monate. Nach welchem Pyros, 4 Jahre und 4 Monate. Und alsdann Lysimachos des Agathokles, 6 Jahre. So denn auch Ptlomeos, der Keraunos benannte, ein Jahr und 5 Monate. Dann auch Meleagros, 2 Monate. Nach welchem Antipatros des Lysimachos, 45 Tage. Nach welchem Sosthenes, ein

Jahr. Sodann der Herrschaftslosigkeit <Zeit> zwei Jahre und zwei Monate. Darauf auch Antigonos des Demetros, 34 Jahre und 2 Monate.

Dann, zu den Jahren dieser, nahm Pyros die Heerestruppen des Antigonos entgegen und bemächtigte sich einiger weniger Plätze; im Kampfe besiegt bei Derdion von Demetrios dem Sohne des Antigonos, ward er dann auch aus dem Reichswesen verdrängt. Und kurze Zeit darauf, nachdem Antigonos gestorben, ward König dessen Sohn Demetrios, 10 Jahre. Nach welchem Antigonos des Demetros, der nach Kyrene gezogen war, und der Olimpia, der Tochter des Laris-säers Poliklites <Sohn>, 9 Jahre. Den Achäern ward er Bundesgenosse und Beistand; und im Kampf besiegte er den Klemeneten, den Gewalthaber der Lakedämonier; er befreite die Sparter und gleich den Göttern ward er vom Achäervolke der Ehren gewürdigt.

Darnach regierte Philippos des Demetrios 23 Jahre und 9 Monate. Niedergekämpft wurde er in einem Treffen im Thettalerlande von Titos dem römischen Heerführer. Die Thettaler jedoch erlangten von den Hörnern des Landes selbstrechtliche Freiverwaltung. Ebenso auch die andern von den Griechen, welche Zinspfüchtige Philipps waren. Das erste Jahr war in Thettalia Fürstenlosigkeit. Darnach jedoch wurden jährliche Heerführer von der Menge gewählt.

Und zuerst ward gewählt Pausanias des Echekrates, der Pheräer. Dann Amintas des Krates, der Pierier; unter welchem Titos wieder nach Rom zurückging. Dann Eakides des Kallias Sohn, der Metro-polite. Dann Epidromos des Andromachos, der Larissäer, 8 Monate; und <für> den Überrest des Jahres Eunomos des Poliklitos, der Larissäer, 4 Monate. Wiederum Eunomos, 1 Jahr. Dann Eakides des Kallias, der Metropolite, das zweite Jahr. Dann Pravilos des Phaxias der Kutussäer. Dann Eunomos des Poliklitos, der Larissäer, das zweite Jahr. Dann Androsthenes des Italos, der Girtonier. Dann Thrasimachos des Alexandros, der Atragäer. Dann Laontomenes des Damothon, der Pheräer. Dann Pausanias des Damothon. Dann Theodoros des Alexandros, der Aiargäer. Dann Nikokrates des Phaxinos, der Kotussäer. Dann Ippolochos des Alexippos, der Larissäer.

Nach welchem Kleomachides des Enias, der Larissäer. Dann Phyrinos des Aristomenes, der Grumphier.

In welchem Jahre Philippos der König endigte in Makedonia, und das Königtum seinem Sohne Perseus übergab. Und über die Thettaler hatte er regiert, wie bereits gesagt, drei <und zwanzig> Jahre und 9 Monate, und über die Makedonier im ganzen 42 Jahre und 9 Monate. Von der hundertvierzehnten Olympiade zweitem Jahre, der Zeit, in welcher Philippos <Arideos> die Geschäfte übernahm, bis zu Philippos' des Demetrios <Sohnes> Ende, welches fällt in der hundertfünfzigsten Olympiade zweites Jahr und in den 5. Monat, ergeben sich 144 Jahre und 5 Monate.

Insgesamt Könige der Thettaler:

1.  Arideos, der auch Philip<p>os....    Jahre 7

2.  Kassandros..........    Jahre 19

3.  Philip<p>os..........                            4 Monate

4.  Antipatros und Alexandros ....    Jahre 2 und 6 Monate

5.  Demetros...........    Jahre 6 und 6 Monate

6. Pyros............    Jahre 3 und 4 Monate

7.  Lysimachos..........Jahre 6

8.  Ptlomeos, der auch Keraunos .... Jahr 1 und 5 Monate

9.  Meleagros...........                            2 Monate

10.  Antipatros...........                                45 Tage

11.  Sosthenes...........    Jahr 1

12.  Der Herrscherlosigkeit......    Jahre 2 und 2 Monate

13.  Antigonos...........    Jahre 33 und 2 Monate

14.  Demetrios...........    Jahre 10

15.  Antigonos...........    Jahre 9

16. Philippos........... Jahre 23 und 9 Monate

Und darauf Heerführer folgende:

Pausanias, Amintas, Eakides, Epidromos, Eunomos, Eakides zum zweiten <Mal>, Praviles, Eunomos zum zweiten, Androsthenes, Thrasimachos, Laontomenes, Pausanias, Theodoros, Nikokrates, Ippoloches, Kleomaehides, Phyrinos, Philippos.

Asianer- und Syrer-Könige.

Als Philipos Arideos in das sechste Jahr der Regierung gelangt war, in der 115. Olympiade drittem Jahre, ward Antigonos zuerst König der Asianer, 18 Jahre, insgesamt 86 Jahre lebend. Als schreckengewaltigster von allen Königen der Zeit wurde er befunden; und er starb in der Phryger Land, da alle Heermächte vor Furcht auf ihn eindrangen, im vierten Jahre der hundertneunzehnten Olympiade. Sein Sohn Dernetrios jedoch ward, flüchtig nach Ephesos sich zurückziehend, gerettet; und um das ganze Asien hintergangen, erachtete man ihn, der allerfurchtbarste König zu sein in der Belagerung; woher er auch »Belagerer« geheißen ward mit Zunamen. Er regiert 17 Jahre; im ganzen 54. Von der 120. Olympiade erstem Jahre ab hat er zwei Jahre mit dem Vater regiert, welche selben ihm denn auch eingerechnet wurden in die 17 Jahre der Eegierung. In die Hand gefallen dem Seleukos, ging er gefangen in Kilikierland im vierten Jahre der 120. Olympiade, und stand in Gewahrsam zu jenem königlich. Er starb in der 124. Olympiade viertem Jahre. Des Antigonos und des Demetrios Dinge erledigten sich diesermaßen.

Indessen herrschte über Lidiastan, nach den thrakischen Strichen hin, Lysimachos als König; über die oberen Gegenden aber und die syrischen Seleukos. Und es waren in Besitz <der Herrschaft> gelangt beide in der hundertvierzehnten Olympiade erstem Jahre. Wovon des Lysimachos Dinge weggelassen bleiben mögen; die des Seleukos jedoch, wie und weichermaßen sie sich vollzogen haben, erzählt werden sollen.

Als Ptlomeos, der erste Egypterkönig, nach Alt-Gaza herangerückt war, schaarte er sich zum Kriegskampf gegen Demetrios des Antigonos, und siegte: als König stellte er den Seleukos auf für Syrien und die oberen Gebiete. Seleukos aber, sobald er mitten unter die Barbaren gezogen und gesiegt hatte, ward König und von da genannt Nikanör, das ist Sieger; und hatte das Königtum 32 Jahre inne, anhebend von der 117. Olympiade erstem Jahre, und sich erstreckend bis zu der 124 ten viertem Jahre; und lebte insgesamt 75 Jahre; und indem ihm Nachstellung bereitet wurde von einem Freunde des Ptlomeos, der Keraunos genannt war, starb er.

Diesem folgt desselben Sohn Antiochos von der Apam, die gewesen aus Persien, und er ward genannt Söter, das ist Retter; in der hun-

dertneunundzwanzigsten Olympiade erstem Jahre gestorben, lebte er insgesamt 64 und herrschte 19 Jahre, von der hundertfünfundzwanzigsten Olympiade erstem Jahre bis zu der hundertneummdzwanzigsten Olympiade drittem Jahre.

Es waren ihm geworden Kinder von der Stratonik, der Tochter des Demetrios: ein männliches, Antiochos, und Töchter: Stratonik und Apam; von welchen die Apam Magas heiratete und die Stratonik Demetrios, der Makedonierkönig. Nach dem Tode des besagten Antiochos Söter folgt in der Herrschaft Antiochos, dessen Zuname geheißen ward Theos; beginnend mit der 129. Olympiade viertem Jahre und sich erstreckend über 15 Jahre; erkrankte und verendete zu Ephesos in der 135. Olympiade drittem Jahre, gelebt habend im ganzen 40 Jahre. Er hatte zwei Söhne, den Seleukos, zubenannt Kalinikos, und den Antigonos <l. Antiochos>; auch Töchter zweie von der Laodik, der Tochter des Acheos; deren eine Mithridates und die andere Arathes zu Frauen nahmen.

Diesen ersetzt der ältere Sohn Seleukos, dessen Beiname, wie wir eben gesagt haben, geheißen ward Kalinikos: beginnend zu herrschen mit dem dritten Jahre der 133. Olympiade, sich erstreckend bis zum zweiten Jahre der 138. Olympiade, herrschend 21 Jahre, Und nach dessen Tode folgt auf ihn sein Sohn Seleukos, dessen Beiname geheißen ward Keraunos. Dieses aber <vollzog sich> folgendermaßen.

Nachdem es sich begeben hatte zu Lebzeiten eben des Kalinikos Seleukos, daß Antigonos <1. Antiochos> der jüngere Bruder desselben sich friedlich zu verhalten und lediglich seine Sachen zu versehen nicht gewillt war ---- er hatte nämlich Bundesgenossenschaft und Unterstützung von Alexandros, der die Stadt der Sardier innehatte, der auch der Bruder war von seiner Mutter Laodik; und hatte auch die Gralater zu Bundesgenossen in zwei Treffen----, siegte im Lydierlande Seleukos; nahm jedoch weder Sardis ein noch Ephesos, da Ptlomeos die Stadt besetzt hielt. Als es aber in Kapadökia und mit Mithridates zum zweiten Zusammenstoße kam, wurden zwei Myriaden desselben von den Barbaren niedergemacht und er selbst war als erschlagen verschollen. Ptlomeos aber, der auch Triphon, nahm die syrischen Striche ein; und die Belagerung, die gegen Damaskos und Orthosia stattfand, nahm ihr Ende in der 134. Olympiade drittem Jahre, als Seleukos dorthin zurückgekehrt war. Antigonos <1. Antiochos> jedoch, der Bruder des Kalinikos, unterwarf,

Großphrygien durchziehend, die Bewohner demTribute; und ließ Feldherren auf Seleukos los: da ward er ausgeliefert von seinen Höflingen den Barbaren, von welchen entkommend mit nur Wenigen er nach Magnesia gelangte. Und am folgenden Tage stellte er sich in Schlachtordnung auf: abermals bundesgenössische Hilfe von Ptlomeos erlangt habend, siegte er; und heiratete die Tochter des Zielas. Und im vierten Jahre der 137. Olympiade im Lydierlande zweimal in ein Treffen sich einlassend, unterlag er. Auch gegenüber Koloe lieferte er eine Schlacht wider Ättalos, und im ersten Jahre der 138. Olympiade nach Thrakien flüchtig geworden vor Attalos nach der Schlacht, die in Karia stattgefunden hatte, starb er.

Seleukos aber, der Kalinikos genannt war, der Bruder des Antigonos <1. Antiochos> verschied im andern Jahre. Und es folgt ihm der Sohn desselben, Alexandros, der sich Seleukos nannte, und Keraunos vom Heere geheißen ward. Er hatte auch einen Bruder, dessen Name war Antiochos. Nachdem Seleukos drei Jahre regiert hatte nach dem Vater, wurde er im Phrygierland getötet von einem gewissen Nikanör, einem Galater, durch hinterlistig bereitete Nachstellung, um der 139. Olympiade erstes Jahr.

Diesen ersetzt sein Bruder Antiochos, vom Heere von Babelon aus zum Königtum berufen, und er ward genannt der Große, Regierte 36 Jahre, von der 139. Olympiade zweitem Jahre bis zu der 148. Olympiade zweitem Jahre. Nach Sösa <Susa> hingezogen und in die oberen Satrapengebiete, ward er gänzlich vernichtet erschlagen im Elimäer-Treffen; und es blieben zwei Söhne, Seleukos und Antiochos.

Von diesen folgt Seleukos dem Vater im dritten Jahre der 148. Olympiade. Und zwölf Jahre regierend, erstreckte er sich bis zum ersten Jahre der 151. Olympiade und lebte insgesamt 60 Jahre.

Diesen, als er geendet, ersetzt sein Bruder Antiochos, der genannt ward Epiphanes; und regiert 11 Jahre, vom dritten Jahre beginnend der 151. Olympiade bis zum ersten Jahre der 154. Olympiade.

Und den Epiphanes Antiochos, der noch am Leben war, löst ab sein Sohn Antiochos, als er erst zwölfjährig war, der genannt ward Eupatör; da ein Jahr und sechs Monate noch unter ihm lobte der Vater. Demetrios, der den Hörnern als Geisel gegeben war von seinem Vater Seleukos, langte, aus Rom entflohen, in Phynike, in der Stadt Trapolis an: den Lysia, den Vormund des Knaben, und denselben

Antiochos selbst tötete er, und ward König im vierten Jahre der 154. Olympiade und behauptete sich bis zur 157. Olympiade viertem Jahre; dessen Beiname Söter geheißen war, und er herrschte zwölf Jahre. In Kampf entbrannt mit Alexandros um das Königtum, welcher die Fremden in Sold und von Ptlomeos Hilfstruppen hatte, und den auch der König der Attaläer unterstützte, endete er.

Es herrscht also Alexandros über die Syrer im dritten Jahre der 157. Olympiade; und er behauptete sich fünf Jahre; und im vierten Jahre der 158. Olympiade wird er getötet, kämpfend mit Ptlomeos, dem Helfer des Demetrios, des Sohnes des Demetrios, unter der Stadt Antiochia, wo der Zusammenstoß der Schlachtheere stattfand und im Getümmel fallend auch Ptlomeos den Tod fand. Und es setzte den. Krieg fort der eben besagte Demetrios, welcher der Sohn des Demetrios war: als aufeinander einstürmten Demetrios des Demetrios <Sohn> von Seleukia aus und Antiochos, Sohn Alexanders, von Syrien und von der Stadt Antioch her, siegte Demetrios und erlangte das Königtum im ersten Jahre der 160. Olympiade; und im andern Jahre darauf bot er ein Heer auf und zog gegen Arsak nach Babelon und nach den oberen Ländern; und weiter im andern Jahre, welches war das dritte. Jahr der 160. Olympiade, wurde er gefangen genommen von Arsak, der ihn nach Parthien in Gewahrsam abführen ließ. Deshalb er auch Nikanor genannt ist, das ist Sieger, denn er hatte besiegt den Antiochos, Sohn Alexanders, und Siripides, denn gefangen ging er, in Eisen gefesselt stand er in Bewachung. Und des Demetrios jüngerer Bruder, der Antiochos genannt ward, in der Stadt Side auferzogen, der eben deshalb auch Sidäer genannt wurde, vernahm, daß sein Bruder Demetrios fehlgeschlagen habe und in Banden liege, verließ die Stadt Side und kam, bemächtigte sich Syriens in der 160. Olympiade viertem Jahr; es regierte auch dieser, 9 Jahre. Und dieser unterwarf seiner Hand die Juden: infolge der Belagerung schleifte er die Mauern der Stadt und metzelte die Auserlesensten von jenen nieder, im dritten Jahre der 162. Olympiade. Im vierten Jahre aber der 162. Olympiade kam mit zwölf Myriaden herangerückt Arsak; eine Hinterlist wollte

er anwenden: er entließ den Bruder jenes, den Demetrios, der in Gefangenschaft war, nach Syrien. Antiochos jedoch, da der Winter darüber hereingebrochen war, ließ, nachdem er in einer engen Ortlichkeit auf die Barbaren gestoßen, den Kampf allzu hitzig entbrennen: verwundet fallend starb er; es war sein 35. Jahr seit der Geburt. Seinen Sohn jedoch, den Seleukos, der im Gefolge des Vaters zugleich mitgekommen war, in noch zartem Alter, faßte Arsak ab, führte ihn gefangen und verwahrte ihn königlich.

Und dem Antiochos waren fünf Kinder: drei männliche und zwei Mädchen: die erste Tochter und die zweite waren Laodik geheißen, denn es war ein und derselbe Name beiden; und der dritte Antiochos, der durch Krankheit, er selber nebst den Schwestern, endete; und der vierte Seleukos, welchen Arsak gefangen hielt; und der fünfte Antiochos, der auch Kizik<en>os, wurde beim Eunuchen Krateros erzogen, aus Furcht vor Demetrios entflohen, zurückgezogen nach Kizikos mit Krateros und anderen Dienern des Antiochos ---- der eine <nämlich> war gestorben samt den Schwestern, und nur der jüngste war geblieben, Antiochos ---- welcher deshalb denn auch Kyzikener genannt ward.

Zurückgekehrt jedoch gelangte abermals Demetrios im zweiten Jahre der 162. Olympiade zur Regierung, nachdem er zehn Jahre inzwischen in Gefangenschaft gewesen. Sofort, als er zurückgekehrt war aus der Gefangenschaft, richtete er seine Aufmerksamkeit auf die Egypter. Bis nach Pelusion gelangt, kehrte er, da sich ihm zum Widerstand entgegenwarf Physkon Ptlomeos, wieder zurück, da auch gar noch die Truppen seine Herrschaft bekämpften; denn sie haßten ihn. Ptlomeos aber, in Erbitterung versetzt, sandte als König den Asianern den Alexandros to&n w(j Sohn des Alexandros [das ist 'gleichsam als' Sohn des Alexandros], der, da er als von

Ptlomeos gekauft zu sein erachtet ward, auch den Beinamen Zabinas erhielt von den Syrern. Als der Zusammenstoß der Schlachtreihen unter Damaskus erfolgt war, wandte sich besiegt Demetrios fliehend nach Tyros. Da auch dort ihm kein Einlaß gewährt ward, nahm er auf ein Schiff seine Zuflucht und wurde zu Stücken niedergehauen, in der 104. Olympiade erstem Jahre, so daß er regiert hat vor der Gefangenschaft 3 Jahre und nach der Rückkehr 4 Jahre.

Es folgt dem Demetrios Seleukos, Sohn desselben; und alsbald fand er durch der Mutter Verleumdung den Tod. Antiochos, der jüngere Bruder desselben, nahm auf sich die Geschäfte, in der 164. Olympiade zweitem Jahre. Und im dritten Jahre besiegte er den Zabinas, und dieser, da er nicht ertrug die Niederlage, tötete sich durch Gift. Und er regierte 11 Jahre, bis zum vierten Jahre der 166. Olympiade. Eingerechnet wird auch seines Bruders Seleukos einziges Jahr der Herrschaft inbegrifflich in dieselbe. Und er war genannt Grypos, das ist krunmigebogen, und Philometor. Als jedoch herabgezogen war sein gleichmütterlicher Bruder Antiochos und Bruderssolm von väterlicher Seite, dessen Beiname Kizikenos war, von dem wir wenig vorher gesprochen haben, räumte er die Herrschaft ein und begab sich nach Aspendos, woher auch Aspendier genannt ward derselbe, der auch Gripos und Philometor hieß.

Nachdem also Antiochos nach Aspendos gewichen, herrschte von der 167. Olympiade erstem Jahre der Kyzikener Antiochos. Und im zweiten Jahre derselben Olympiade kehrte abermals zurück aus Aspendos Antiochos, und nahm er in Besitz Syrien; der Kyzikener aber die eine Seite.

Nach Teilung der Herrschaft unter die beiden regierte Grypos bis zu der 170. Olympiade viertem Jahre, darunter nach der Rückkehr verlebte 15 Jahre; so daß er geherrscht hat im ganzen 26 Jahre: elf für sich besonders und fünfzehn zwiefach geteilter Herrschaft. Der Kyzikener aber herrschte seit der 167. Olympiade erstem Jahre, und endigte im ersten Jahre der 171. Olympiade, regierend 18 Jahre, und lebend, insgesamt 50 Jahre, und endend auf folgende Weise.

Nachdem gestorben war Gripos Antiochos um die besagte Zeit, unterwarf Seleukos, der Sohn desselben, mit Heeresmacht umherziehend

viele Städte. Und Antiochos der Kyzikenor, der ein Heer aufgeboten aus der Stadt Antioch und ein Treffen lieferte, wurde besiegt: vom Pferde mitten unter die Feinde entführt, zog er, als sie im Begriff waren ihn zu fassen, sein Schwert und tötete sich selbst. Das Königtum aber gelangte ganz an Seleukos und er bemächtigte sich Antiochiens.

Und mit diesem führte Krieg des Kyzikeners hinterbliebener <Sohn> Antiochos. Als ein Schlachtenzusammenstoß im Kilikierlande ward, unter der Stadt, die mit Namen heißt Momphestia, siegte Antiochos. Seleukos entwich fliehend in die Stadt. Und er fragte die Leute, ob sie ihn kennten. Wie er hörte, daß sie ihn erkannt hätten, tötete er, daß sie nicht etwa ihn lebendig verbrennten, ihnen zuvorkommend, sich selbst. Seine Brüder jedoch, welche die Zwillinge genannt wurden, Antiochos und Philipos, nahmen, mit Heeresmacht heranrückend, gewaltsam die Stadt und heischten Rache für den Bruder, und zerstörten sie von Grund aus. Gegen diese zog der Sohn des Kyzikeners in den Krieg: er siegte. Und von jenen stürzte Antiochos, der Bruder des Seleukos, aus der Schlacht fliehend, da er allzu verwegen sein Roß ritt, jählings in den Orentes-Fluß, und kam in den Strudeln des Flusses um.

Darnach war zwischen den Übrigen ein Ringen um das Königtum: zwischen Philipos, Bruder des Seleukos und Solin des Gripos Antiochos, und zwischen Antiochos, dem Sohne des Kyzikener-Antiochos, vom ersten Jahre der 171. Olympiade anhebend, und auserlesene Truppen aufbietend hielten sie ein jeder je einen Teil Syriens besetzt, und führten gegeneinander Krieg um Syrien: bis Antiochos unterlag und zu den Parthern sich als Flüchtling wandte. Und später suchte er den Pompeos für sich zu gewinnen, um durch diesen nach Syrien zurückzukehren; der aber trug, nachdem er Schätze von den Antiochenern genommen, keine Sorge um ihn, beließ in eigengesetzlicher Freiverfassung die Stadt.

Es sandten an sie (d. i. an die Antiochener) den Menelaos und den Lampon und den Kalimandros die Alexandriner, auf daß, nachdem Ptlomeos, Sohn des Dionisos, aus Alexandria verdrängt war, jener das Königtum der Egypter übernähme mit den Töchtern des Ptlomeos. Jener indessen, einer schweren Krankheit verfallen, starb. Gelöst ward auch <vom Königtume> Philipos, der Sohn des Gripos und der Triphone, der Tochter Ptlomeos VIII., der vorhin besagten. Er be-

absichtigte, sich nach Egiptos zu begeben, da auch ihn damals die Alexandriner zur Herrschaft herbeiriefen: da hemmte Gabinos, der römische Häuptling Syriens, der Oberste des Pompeos, das Unterfangen. Und dieserweise gelangte die Reichs-Erbfolge der Syrer bis zu Diesen, und endete.

Es sind aber die einzelnen Asianer- und Syrerkönige diese:

1.  Über die Asianer regierte Antigonos......Jahre 18

2.  Demetros der Belagerer, über die oberen Gegenden.

und Syrien................    Jahre 17

3.  Seleukos Nikanor.............    Jahre 32

4.  Antiochos Soter..............    Jahre 19

5.. Antiochos Theos..............    Jahre 15

6.  Seleukos Kalinikos.............    Jahre 21

7.  Seleukos Keraunos.............    Jahre 3

8.  Antiochos der Große.........Jahre 36

9.  Seleukos <Philopatör>...........    Jahre 12

10.  Antiochos Epiphanes............Jahre 11

11.  Antiochos, der Sohn desselben........Jahre 1

und 6 Monate.

12.  Demetrios Soter..............Jahre 12

13.  Alexandras...............Jahre 15

14.  Demetrios des Demetrios..........Jahre 3

15.  Antiochos der Sidäer...........Jahre 9

1<5. Demetrios abermals............Jahre 4

17.  Antiochos Gripos.............Jahre 26

18.  Antiochos der Kyzikener..........Jahre 17

19.  Philipos des Gripos, unter welchem die Herrschaft der Syrer endete.

Nach welchen die Römer.

[Römer].

Römerkönige, welche von Romilos, welche von Augostos und bis auf uns. Der Römer Hypaten von Julios Kaisr

bis auf uns.

Der Römer Zeiten.

Nachdem zusammengetragen, ist das sämtliche Erörterte aus den Denkmälern, die hier der Reihe nach verzeichnet sind: aus dem Polyhistor Alexandros;

aus Abydenos, der die Assyrer- und die Medergeschichten geschrieben hat;

aus Manethös drei Büchern von den egyptischen Denkwürdigkeiten; aus Kephalions neun Musischen Büchern;

aus Diodors Bücherei 40 Büchern; in welchen er kurz zusammengedrängt darstellt die Geschichte bis auf Gaios Kaisr; aus Kassios Longinos 18 Büchern; in welche er zusammengefaßt

hat 138 Olympiaden;

aus des Philagon <Phlegon>, des Freigelassenen des Kaisr, 14 Büchern; in welche er auszugsweise zusammengefaßt hat 229 Olympiaden; aus des Kastör 6 Büchern; in welche er zusammengefaßt hat von

Ninos an abwärts 181 Olympiaden;

aus des Thallos drei Büchern; in welche er abrißweise zusammengefaßt hat von der Einnahme llions bis zur 167. Olympiade; aus Porphyrios, unserem zeitgenössischen Philosophen, von der Einnahme Ilions bis zur Regierung des Klaudios:

ist's Zeit auch zu des Römerreiches Zeiten hinzueilen; welches zuerst die Namensbezeichnung in der siebenten Olympiade erhielt; in welcher Romilos die Stadt der Römer erbaute: derselben Stadt und den ihrem Königreich Unterstehenden ward von jenem der Name abgeleitet. Vor der besagten Zeit jedoch hießen sie bald Latiner, bald Aboriginer, und zu andern Zeiten wiederum anders.

Es herrschte aber über jene nach Ilions Einnahme Enias des Anchises und desselben Erbnachfolger haben vor Erbauung der Stadt regiert über das Volk. Ihre Geschichte jedoch haben viele, auch andere und nicht bloß Römer von Nation, sondern auch Griechen, zusammenfassend geschrieben. Aus diesen mögen zweie bloß an Zahl uns hinreichend sein, zu dem Werke, das uns vorgesetzt ist, hervorragende Zeugen zu werden. Von welchen ich vorderhand vorführen werde den Dionisos, der die römische Geschichte abrißweise zusammengefaßt hat; der neben den anderen Erörterungen sich auch über die Uraltertümer des römischen Volkes ergeht, im Grundrisse von Enias und den nach ihm folgenden Königen bis zu <l. von ---- her> der Einnahme Ilions in seinem ersten Buche darstellend, mit zuverlässiger Sicherheit. Aus welchem ich das Notwendige und was in dieses uns vorgesetzte Werk einschlägig ist, in gedrängtem Auszuge anführend darstellen werde in dieserlei Weise.

Dionisos des Alikarn<ass>ers, aus der ersten römischen Geschichte.

»Von der alles Land und Meer beherrschenden Stadt, in welcher jetzt die Römer wohnen, sagen die ältesten von den Zeitenschreibern, daß Barbaren sie innehatten, der Sikeler Volksstamm, dort eingeboren. <Für die Zeit> vor diesen aber kann weder wie sie andere besessen haben, noch auch daß sie öde lag, jemand mit Bestimmtheit berichten. Nach jenen Zeiten aber hatten die Aboriginer sie in Besitz, die einen langwierigen Krieg führend mit den Eingesessenen sie einnahmen; welche zuerst auf den Bergen wohnten, ohne Mauern in Dorfsiedelungen irgend da und dort zerstreut. Und nach diesen haben Pelasger, sagen sie, und etliche von den Griechen das Land eingenommen; welche zuerst Aboriginer5 geheißen und nachher vom Könige Latinos Latiner genannt worden seien, der unter dem Ilischen Kriege waltete. Und nach Verlauf von 1.6 Geschlechtern habe Romilos erbaut die Stadt und vergrößert, und habe das <Gemoin>wesen und die Gesetze zu höherer Stufe geführt«.

Und von dieser Stelle aus von neuem wiederholend die Rede, schreibt er in dieser Weise bezüglich desselben Erörterungsgegenstandes:

»Die Aboriginer, von welchen her das Volk der Römer herrschend

wird, stellen einige dar als bodenständig aus dem Lande der Italer entstandene besondere Volksgruppe ---- Italia aber nenne ich die gesamte Meeresküste der Junios-Bucht und des Turenischen Meeres, und den dritten Teil des Landes, den die Latiner innehatten. Und sie werden verdolmetscht 'Fürsten-Geschlechtsahnherren' oder 'Urerzeugte'. Nach anderen Schriftstellern jedoch heißen sie 'Fortverschlagene' als aus vielen Ländern zusammengeströmte. Und nach anderen, als seien sie als Libeer-Ankömmlinge dorthin gezogen. Und von den römischen Schriftstellern sagen etliche, daß es Griechen waren, aus jenen, die einstens in Achaia seßhaft waren, die viele Geschlechter vor dem troischen Kriege in Auswanderungsschwärmen dorthin gezogen seien«. Und an dasselbe anschließend sagt er: In Wahrheit sei, wie es sich hiermit verhält, nicht deutlich. Nach seiner Meinung jedoch seien von demjenigen Volke, das jetzt das arkadische heißt, jene gewesen: zuerst wären dieselben übergesetzt über den Junios-Meerbusen und hätten sich angesiedelt im Italer-Lande; welche geführt habe Oinötros der Likonier, welcher der fünfte war von Zeos und Phoroneus her, um 17 Geschlechter vorangehend dem troischen Kriege. Da Oinötros auf den Bergen wohnte, sei auch Oinötria das Land geheißen und die Bewohner Oinotrier. Welche später Italer genannt wurden nach König Italos, von dem auch das ganze Land Italia genannt sei. Und den Italos habe ersetzt Morges; von welchem die Morgeer benannt seien. Und des Oinotros Bruder, dessen Name war Peuketios, der mit demselben als Auswanderer gekommen aus dem Arkaderlande, habe sich angesiedelt am Junios-Busen; und von diesem sei Peuketier der Name des Volks geheißen. Dieses alles sagt er nach Meinung.

Und hiernach, sagt er, seien Pelasger-Kolonien der Griechen abgangen zur Ansiedelung in die Italergebiete, unter die Aboriginer; die Pelasger aber. eben dieselben wurden auch Tyrener geheißen, und das

gesamte Land Tyrenia, vom Namen eines gewissen Häuptlings derselben, der Tyrenos mit Namen hieß.

Weiter sei Euander, ein Gewisser von dem Ellader-Lande aus der Arkader-Stadt Palantios mit einem Schiffsgeschwader übergesetzt, sich später ansiedelnd an derselben Ortlichkeit der Italer, an welcher es zutraf, daß die Stadt Rom erbaut wurde. Die Arkader, sagt er, haben das griechische Schrifttum nach Italia gebracht und kunstvolle Musikgeräte; und auch Gesetze haben sie jenen gegeben.

Und nach diesem habe ferner auch noch Herakles weitere griechische Schiffsgeschwader mit sich geführt und angesiedelt an den vorhin besagten Orten. Ursprünglich ward er Satornios geheißen; woher auch das ganze Land Satornia genannt sei. Dem Herakles aber sei dort geworden ein Sohn, namens Latinos; welcher auch über das Land der Aboriginer geherrscht habe; nach welchem sie Latiner geheißen seien; und nachdem Latinos kinderlos geendet, habe Enias, Sohn des Anchises, die Herrschaft ergriffen.

Dieses Sämtliche wiederum von vorn an kurz zusammenfassend führt er nach der Weise ebenderselben <vorangegangenen> Ausführung zum Schlusse. »Die zusammengeströmten Völker und mit den Einwohnern des Landes nach Sitten sich heimisch verbindenden, aus welchen das Volk der Römer hervorgehend sich aussonderte, vor jenen, die jetzt die Stadt zur Siedelung innehaben, sind diese:

Erstens die Aboriginer, welche die Sikiler verdrängten aus ihren Plätzen, waren Griechen, von uraltersher aus dem Pelopones hergezogen als Kolonisten mit Oinotros, von jenem <Lande>, was jetzt Arkadia heißt, wie mir scheint.

Die, welche darauf dorthin versetzt wurden aus dem einstigen Enemonia und jetzt sogenannten Thet<t>alia, waren The<t>aler.

Drittens die Pelasger, die mit Euandros zogen von Arkadia her aus der Stadt Palantios.

Nach diesen die mit Herakles, derer zum Kriege zusammengescharter Peloponesier ein buntgemischter Haufe auszog.

Zuallerletzt die mit Enias entkommenen Troer von Ilion und von Dardanos und von den anderen tröischen Städten«.

Aus derselben Schrift: von der Zeit da Enias nach Italia zog.

»Ilion« sagt er, »ward genommen gerade als eben der Sommer zur Neige ging1, 17 Tage vor Eintritt der Winter-Sonnenwende, im Monat Elaphebölion, wie die Athener die Zeiten führen: denn es waren übrig nach der Sonnenwende, um jenes Jahr voll zu machen, 20 Tage. Und nach Verlauf von 37 Tagen seit der Einnahme her, scheint mir, seien Verwalter der Stadt geworden die Achaier; und wurde durch Gesandtschaft seitens der Vertriebenen unterhandelt und ein eidlicher Bündnisvertrag unter ihnen geschlossen. Und im anderen Jahre weiter vorwärts, nach der Einnahme, um die Herbst-Tagesgleiche, brachen die Troer auf, zogen aus dem Lande und setzten segelnd über den Elespontos; hinabgelangt nach Thrakien, verbrachten sie dort die Winterszeit; standhaltend harrten sie dort noch der weiter übrigen, die mit ihnen flüchtig waren, und standen gerüstet und fertig zu abermaliger Seefahrt. Mit Frühlingsbeginn sich einschiffend stießen sie von Thrakien ab; und wie sie vollends zurückgelegt hatten der Zwischenstrecken Schiffahrt bis nach Sikilia, dort anlandend, ging gerade das Jahr zu Ende; und sie verbrachten dort noch den zweiten Winter, in Städten mitten unter den Elimern im Sikilerlande wohnend. Sobald die Zeiten der Seefahrten gekommen waren, brachen sie von der Insel auf, fuhren über das Tyrenische hohe Meer; und als sie dieses zurückgelegt hatten, gelangten sie nach Lorentos, an der Aboriginer

Meergestade, da der Sommer in der Mitte stand. Und sie nahmen das Land und siedelten sich in Lavinios an, hiermit das zweite Jahr seit der Einnahme Ilions vollendend. ---- Hiervon nun, wie mir scheint, habe ich wohl hiermit die Klarstellung gegeben.

Ernas aber stattete mit Heiligtümern und noch sonstigen Einrichtungen, <Siedelungsableger> ausscheidend, viele Orte aus, die noch jetzt bis auf meine Zeit bestanden. Und im andern Jahre, das ist das dritte vom Auszuge ab, herrschte er als König über die Troer allein. Im vierten jedoch, nachdem Latinos dahingeschieden, übernahm er auf sich auch dessen Reich, von wegen der Verschwägerungsverwandtschaft und der auf Lavinia übergehenden Erbschaft nach Latinos' Tode«.

Und wenig darnach sagt er im Anschlüsse an dasselbe: »Nachdem ein Krieg und heftiger Kampf um derselben Dinge wegen entbrannt, kommt Latinos um, und Turnos und viele anderen; hingegen behaupteten sich die mit Enias waren; und daher erlangte die ihm von der Verschwägerung her zukommende Herrschaft Enias: regierend 3 Jahre nach des Latinos Ende, starb er im vierten Jahre im Kriege«.

Und nach einigem wenigen sagt er: »Nachdem Enias aus den Menschen enthoben war, im siebenten Jahre nämlich nach Einnahme Ilions, übernahm Euryleon das Fürstentum der Latiner, welcher genannt ward. Askanios auf der Flucht«. Und hiernach dasselbe fortsetzend sagt er: »im achtunddreißigsten Jahre seiner Regierung, da Askanios gestorben, übernahm das Königtum Silvios, Bruder des Askanios, nach Enias' Tode geboren von Lavinia, der Tochter des Latinos«. Wiederum ein wenig weiter sagt er: »Nachdem Silvios besessen 30 weniger 1 Jahr die Herrschaft, folgte Enias, der Sohn desselben, in die Gewalt; welcher eines weniger als 30 Jahre regierte. Und nach diesem herrschte 50 und. 1 Jahr Latinos. Und nach diesem Albas 40 weniger eines. Und nach Alban Epistos, 6 über 20 Jahre. Dann Kalpis, dreißig weniger zwei. Und nach diesem Kalpetos, hatte während dreizehn Jahren das Fürstentum. Nach diesem Tiberios, regierte eine Zeit von 8 Jahren; dieser endete im Kampfe, der am Flußufer irgendwo gewesen sein soll, indem er vom Rosse entführt in die reißende Flußströmung geworfen ward, hinterließ er den Fluß als sich gleichnamigen, der vorher Albas geheißen wurde und dann Tiberis. Und

des Tiberios Erbfolger Agripas, regierte 41 Jahre. Und nach Agripas Amolios, ein Gewaltherrscher hartnäckig und gottverhaßt, eines weniger als 20; welcher, die Götter verachtend, der Blitze Ebenbilder schuf, und schallgebende gleich des Donners Hallen, in Schrecken versetzend die Menschheit, als wäre er Gott, würdigte er sie der Regengüsse. Da, während Blitze auf sein Haus niederfuhren, wandte sich der See, der nahe an seinem Palaste war, plötzlich gegen Gewohnheit zur Überschwemmung, überströmte das Haus; und solcherweise zugrunde gehend ward er mitsamt dem ganzen Hause vernichtet. Und noch jetzt fürwahr werden an des Sees einer Seite, wann das Fluten der Wasser sich niedergehend legt und beschwichtigt die Tiefe ruht, die Überreste von Schlafgemächern sichtbar und sonstiger Gebäude Formen.

Von diesem aber übernahm Aventios die Gewalt; von welchem einer von den sieben Hügeln genannt ist, die inmitten der Stadt der Römer sind; 37 Jahre hatte er die Fürstenschaft inne. Nach diesem Prokas, 28 Jahre. Sodann Amolios, der rechtsstrittig das Königtum erlangte; denn es war dem Nemetör zuständig, der sein älterer Bruder war; 42 Jahre war er Gewalthaber. Und nachdem getötet worden Amolios von Romilos und von Remos, den Söhnen der hehren Jungfrau, wovon noch hiernach gesprochen werden soll, übernahm nach dessen Tode gesetzlich die Gewalt Nemetör, der Vater der Mutter der Jünglinge. Und im anderen Jahre der Herrschaft Nemetörs, im drei-hundertzweiunddreißigsten Jahre nach der Einnahme Ilions, entsandten die Albaner Kolonisten, unter Führung des Romilos und Remos, und gründeten Rom im selben Jahre, in der siebenten Olympiade, in welcher siegte im Stadion Daikles der Messenier, unter der Herrschaft des Charops über die Athener, im ersten Jahre von dessen zehnjähriger Fürstenschaft«.

Derselbe Schriftsteller fügt auch noch dieses weitere derselben Erörterung bei, die verschiedenen Fassungen der Geschichten von der Römerstadt auseinandersetzend.

Ton der Gründung der Stadt Rom.

»Da viel Streitfrage über die Gründung der Stadt ist, sowohl über die Zeit der Gründung, als auch über die Besiedler der Stadt, so ist doch von keinem von ihnen, wie mir scheint, zutreffend die Erzählung; wie denn auch von Sämtlichen offenbar ist das flüchtige Darüberhin-weggehen.

Kephalion indessen, der Gergesäer, ein gar ausnehmend, alter Schriftsteller, berichtet, daß unter dem zweiten Geschlechte nach dem Ilischen Kriege gegründet worden sei die Stadt von denjenigen, die aus Ilion sich gerettet hatten und mit Enias waren. Und als Besiedler derselben erachtet er den Anführer der Auswanderungsschar, den Romon; und von demselben sagt er, daß er einer von den Söhnen des Enias war; denn vier Söhne seien, sagt er, gewesen dem Enias: Askanios, Eurileon, Romilos und Romos.

Angegeben wird freilich auch von Diodoros und Agathimos und vielen anderen sowohl als Zeit als auch als Anführer des Auswanderungszuges ebendasselbe. Und der, welcher auch von den Heiligtümern der Argiver sowie auch was immer sonst von jeglichen Einzelnen für Werke gewirkt worden, zusammenfassend gehandelt hat, sagt, daß Enias von den Molotern nach Italia gekommen mit Odysseus Besiedeier geworden sei der Stadt, und sie genannt habe nach einer gewissen von den iliadischon Frauen Rom; auch sagt er von derselben, daß sie den anderen Frauen der Troer Befehl erteilt habe, um mitsamt jenen die Schiffe zu verbrennen, da sie nämlich belästigt überdrüssig war des irrenden Umherfahrens. Demselben entsprechend berichtet auch Damastes der Sigeer und einige andere.

Und Aristoteles der Philosoph erzählt von etlichen von den Achaiern, die von den Troern aufbrechend nach Maleon schifften, und von heftigen Winterstürmen umlagert, durch die Winde hierhin, dorthin verschlagen, nach allen Seiten des Meeres umherirrend, zuletzt gelangten zu einem Orte von Opike, welcher heißt Latinos, der an der Tyrenischen Hohen See liegt; froh geworden über des trockenen Landes Anblick,

hätten sie gelandet die Schiffe und dort verbracht die Zeit des Winters, and sich gerüstet zur abermaligen Frühlingsschiffahrt. Da die Schiffe des Nachts verbrannten, hätten sie, kein Mittel findend, wie sie die Abfahrt bewerkstelligten, widerwillig, notgedrungen das Leben in dem Lande, worin sie angelangt waren, festgegründet;. Jenes aber sei ihnen solcherweise widerfahren von den Frauen der Gefangenen, die sie mit sich abgeführt hatten aus Ilion: diese hätten verbrannt die Schiffe, befürchtend, daß nicht etwa es sich ereignete nach dem Achaierlande zur Ansiedelung zu fahren, so daß sie in Knechtschaft geraten wären.

Kallias aber, der des Agathokles Werke und Taten geschrieben hat: eine 'Rom' benannte troische Frau aus denen, die unter andern Troern angekommen waren nach ltalia, habe geheiratet den Latinos, König der Abo-riginer, und geboren als Söhne den Romos und den Komilos, welche die Stadt besiedelten, und nach der Mutter Namen den Namen der Stadt hießen.

Xenagoras jedoch, der Greschichtschreiber: des Odysseus und der Kirke, sagt er, seien gewesen Söhne Romos und Antias und Ardeas, welche gründeten drei Städte; und ihrem eigenen Namen gleichlautend, legten sie den Städten die Namen bei.

Dionisos aber, der Chalkidier, gibt als Besiedeier der Stadt den Romos an; und von demselben sagt er, daß er nach einigen ein Sohn des Askanios war, und nach anderen des Emathion.

Etliche hinwieder sagen, es sei Rom gegründet von Romos, dem Sohne des Italos und der Mutter Lenke, der Tochter des Latinos.

Ich hätte noch viele von den anderen griechischen Schriftstellern anzuführen, die verschiedenartig berichten über die Besiedeier der Stadt. Um jedoch nicht etwa für weitschweifig erachtet zu werden, werde ich zu den römischen Schriftstellern kommen.

Einen alten Sagenerzähler oder auch Geschichtschreiber gibt es bei den Römern nicht. Sondern aus den alten Reden, die in Tempelbüchern irgend erhalten waren, entnehmend schrieb ein jeglicher. Von diesen sagen einige, daß des Enias Söhne gewesen Romilos und Remos,

die Besiedler Roms; andere jedoch, der Tochter des Enias Söhne; wessen Vaters sie aber seien, dieses geben sie keineswegs bestimmt an. Es seien jene, sagen sie, übergeben worden von Enias dem Latinos, dem König der Aboriginer als Geiseln, da Treuversicherung einander die Landeseinwohner und die Ansiedler gaben. Latinos, der sie übernahm, habe sowohl mit sonstiger Verpflegung sie trefflich und gütig gehalten, als auch, da er ohne männliches Kind erbenlos verstarb, sie zu Erbnachfolgern eines Teiles seines Fürstentumes hinterlassen.

Andere dagegen sagen, daß nach Enias' Ende Askanios die gesamte Herrschaft des Latinos übernehmend, mit den Brüdern, mit Romilos und mit Remos das Land und die Heeresmacht der Latiner geteilt habe in drei Teile. Er selbst habe Alban gegründet und andere Städte. Und Remos Kapene nach des Urahnen Namen, und Pios, und Anchisa nach dos Großvaters Anchises Namen, und Enia, das später <J>anikulos geheißen ward, nach seinem Vater. Rom aber <habe gegründet> Romilos nach seinem Namen. Eine durch Zeiten hindurch währende Zerstörung sei über die Stadt gekommen. Und abermals seien Ansiedler gekommen, welche die Albaner entsandten unter Führung des Komilos und Remos, wiederum die erste Gründung aufnehmend; so daß eine zweimalige gewesen die Gründung Roms: die eine wenige Zeit nach den tröischen Kriegen, und die andere um fünfzehn Geschlechter später als jene erste.

Und wenn weiter jemand genau die Urzeiten betrachtet, so wird sich noch eine dritte, jenen vorangehende Gründung Roms finden, bevor noch Enias und die Troer gekommen waren nach Italia. Und zwar berichtet dieses nicht etwa irgendein unbedeutender von den Schriftstellern, sondern Antiochos der Syrakuser, dessen wir vorher erwähnt haben; und er spricht diesermaßen: Unter der Regierung des Morges im Italer-Lande ---- es war nämlich Italia damals

von Tarant bis zur Meeresküste von Position ---- sei gekommen, zu jenem dorthin ein Mann als Flüchtling aus Rom. Er berichtet aber nach folgendem Wortlaute: „Da Italos ein Greis geworden war, gelangte Morges zur Regierung. Unter diesem kam ein Mann an, von Rom irgendwo her, dessen Name war Sikelos." Nach dem Syrakusischen Geschichtschreiber also findet sich ein älteres und den tröischen Zeiten vorangehendes Rom, sei es an derselben Stelle, wo die jetzige Stadt-siedelung ist, oder sei es, daß es ein anderer Ort irgendwo war, der mit demselben Namen geheißen gewesen; jener nämlich hat es unentschieden gelassen, und auch ich vermag es nicht bestimmt zu sagen.

Von den alten Gründungen nun, dünkt mir, ist hiermit bereits genügend gesprochen. In betreff der letzten aber, ob man diese nun Besiedelung nennen soll, oder Erbauung, oder als was auch immer sie zu bezeichnen sein möge, setzt Timeos der Sikelier, ich weiß nicht was für einen Kanon zugrunde legend, dieselbe an als gleichzeitig mit der Gründung von Karchedon gewesene, 38 Jahre vor der ersten Olympiade; Leukios der Kinklier aber, ein Mann von der Ratsherrenversammlung, um das vierte Jahr der zwölften Olympiade; Kointos7 der Phabier aber, in das erste Jahr der 8. Olympiade. Katon der Porkier ferner gibt zwar keine Bestimmung der griechischen Zeiten; gleichwohl angelegentlich bedacht darauf, ob etwa sonst irgend ein anderer derart sich fände, der die Urgeschichte zusammenfaßte, gibt er sie auf als um 432 Jahre später als der ilische Krieg an. Und diese Zeit, wenn sie vergleichend umgerechnet wird nach des Eratosthenes Zeitbeschreibung, fällt auf das erste Jahr der siebenten Olympiade. Daß dies aber gesunde Kanones seien, welche Eratosthenes in Anwendung bringt, und weicherweise man die römischen Zeiten nach den griechischen verrechne, ist bereits in der anderen Abhandlung von mir klargestellt worden«.

Ebensoviel <rechnet> nun auch Dionisios, der im ersten <Buch> von der Römischen Altertumsgeschichte, die auf die Einnahme Ilions fol-

genden Zeiten der Reihe nach aufzählt: des Enias Flucht aus Tröas und seinen Wanderungszug nach Italia; und welche von ihm ab und nach ihm über die Latiner König gewesen sind, bis zu Romilos und zur Erbauung Roms; und was Verschiedenartiges von den Alten berichtet wird über die Gründung der Römerstadt, schreibt er eins nach dem andern.

Außerdem sagen aber noch einige, daß Pikos, Sohn des Kronos, zuerst als König geherrscht habe in des Laurentos Lande, bis zu der Stätte, wo jetzt Rom steht, 37 Jahre. Und nach ihm Phaunos, Sohn des Pikos, 44 Jahre. Unter welchem Herakles, aus dem Lande Spania hergezogen, einen Altar errichtete auf dem Boarischen Marktplatze, von wegen daß er den 'Bösen', Sohn des Ephestos getötet hatte. Nach welchem Latinos regierte 36 Jahre; woher auch die Latiner geheißen sind. In dessen dreiunddreißigsten Jahre wurde Ilion genommen. Nach welchem Enias des Anchises mit den Rutulern kriegend den Turnos tötete und des Latinos Tochter Lavinia heiratete; und baute die Stadt Lavinia, von wo ab er regierte 3 Jahre. Und dieses haben wir in gedrängtem Auszuge aus den Schriften Auswärtiger beitragend berichtet.

Wohlan denn nun, lasset uns auch noch zu einem anderen Gewährsmann derselben Dinge übergehend uns wenden, das ist Diodoros, der alle Büchereien in ein und denselben allvereinenden Stapelplatz zusammengetragen hat; denn auch der Römer Geschichte beschreibt er in seinem VII. Buche nach folgendem Wortlaute.                             

Aus dem siebenten Buche Diodors über der Römer Urgeschlechtszeugung.

»Einige von den Geschichtschreibernhaben abschweifend angenommen, die aus Enias' Tochter geborenen Romiliden hätten gegründet Rom. Es ist aber dies nicht richtig, weil viele Zeiten inmitten sind zwischen Enias und Romilos, den Königen, da Rom gegründet ist im zweiten Jahr in der 7. Olympiade; denn diese Gründung ist später als der

Troerkrieg um mehr als 433 Jahre. Ernas nämlich hat nach der Einnahme Troas, als noch drei Jahre darnach vorübergegangen, das Königtum der Latiner übernommen; welches eine dreißigjährige Zeit besessen habend, er aus den Menschen entschwand und unsterblicher Ehren teilhaftig ward. Dessen Fürstentum übernehmend gründete desselben Sohn, Askanios, Alban, das jetzt Longas heißt; welches er benannte nach dem Namen des Flusses, der damals Alban hieß und nun nach Tiberios' Namen geheißen wird.

Über den Namen dieser Stadt jedoch bringt Phabios, der die Römergeschichte geschrieben hat, eine <hiervon> abweichende Sage vor. Er sagt nämlich folgendermaßen: dem Enias sei ein Spruch geworden, als ob irgendein Vierfüßler ihm anzeigen würde, wo er sollte eine Stadt gründen. Als er im Begriff war eine Sau, eine trächtige, zu schlachten und zu opfern, eine einfarbig weiße, sei die den Händen entschlüpft und gestreckten Laufes hinjagend auf einen Hügel entronnen, wo sie auch dreißig Ferkel geboren habe. Den Enia habe es darob Wunder genommen; und den Orakelspruch auszuführen beabsichtigend, sei er gegangen Hand anzulegen an die Besiedelung der Stätte. Da habe er ein Gesicht im Schlafe gesehen, welches ihn klar und .offen abhielt und mahnte, nach 30 Jahren zu siedeln, als ebenmäßig entsprechend der Zahl der geborenen Ferkel: von dem Werke, das er sich vorgenommen hatte, sei er abgestanden. Nach Enias' Tode habe Askanios, der Sohn desselben, als er die Regierung übernommen hatte, sodann nach Verlauf von 30 Jahren den Hügel bebaut, und den Namen der Stadt geheißen Alban, nach der Farbe der Sau; die Latiner nämlich nennen nach ihrer Sprache 'die weiße' alban. Er habe derselben noch einen andern Namen beigelegt, Longa, was verdolmetscht heißt 'die lange', von wegen daß sie in die Breite eng und in die Länge groß war. ----Und hieran anschließend sagt er weiter fortfahrend: „Askanios machte zur Stadt des Königtums Alban; und nicht wenige von den umliegenden Ansiedelungen stürzte er; er ward ein hochansehnlicher Mann; und verstarb nach einer Regierung von 38 Jahren".

Und nach dem Ende fiel ein Zank unter die Menge, wegen zweier, um das Königtum miteinander Streitender. Julios nämlich, da er der Sohn des Askanios war, behauptete: mir kommt zu die väterliche Herrschaft. Und Silvios, Bruder des Askanios und weiterer Sohn des Enias, aus der Lavinia, der Tochter des Latinos, während hingegen

Askanios des Enias Sohn von dessen erster Gemahlin, der Iliaderin, war, behauptete: mir ist es zustehend. Diesem nämlich war nach Enias' Tode Nachstellung bereitet worden von Askanios; weil er deshalb als Knabe erzogen worden war im Gebirge, von einigen Einderhirten, ward er Silvios geheißen nach dem Namen des Berges der Latiner, den sie Silva hießen. Während sie also auf beiden Seiten sich stritten, erlangte durch Wahl der Menge Silvios das Königtum. Julios aber, verlustig gegangen des Fürstentums, wurde in das Hohepriestertum eingesetzt, und war wie ein zweiter König; von welchem her, sagen sie, noch bis auf heute bestehe zu Rom das Julische Geschlecht.

Silvios schuf in der Herrschaft keine verzeichnenswerte Tat; und endete regiert habend 49 Jahre. In dessen Herrschaft folgte desselben Sohn Enias, dessen Beiname Silvios hieß; und herrschte mehr als 30 Jahre. Nach dem regierte Latinos, welcher Silvios geheißen war, 50 Jahre. Dieser, in den Geschäften und im Kriege tüchtig befunden, verwüstete das angrenzende Gebiet, und gründete die alten Städte, die ehemals sogenannten der Latiner, 18: Tibura, Prenestos, Gabius, Tyskulos, Kora, Pometia, Lanuvios, Labikas, Skaptia, Satrikos, Ar<i>kia, Telena, Krostomeria, Keninos, Phregela, K<a>merios, Medyllion, Boilos, das einige Bolas schreiben.

Nach des Latinos Ende ward erwählt zum König desselben Sohn Albas Silvios, der herrschte 38 Jahre. Nach welchem regierte Epitos Silvas, 26 Jahre. Nach dessen Tode ersetzte ihn im Königtum Kapis, der regierte dreißig weniger zwei Jahre. Und nach diesem Kalpet, desselben Sohn: und er regierte 13 Jahre. Ferner Tiberios Silvios, 8 Jahre. Dieser zog gegen die Tyrener mit Heeresmacht; und während er über den Alban-Fluß setzte das Heer, stürzte er in den Stromwirbel, fand den Tod; woher auch der Name des Flusses Tiberios genannt ward. Und nach dessen Ende regierte Agripas über die Latiner, eines über vierzig Jahre. Und nach diesem Aramulios Silvios, ein Jahr unter zwanzig.

Von diesem sagen sie, daß er alle Tage seines Lebens übermütig gewesen, und in widerspenstiger Auflehnung selbst gegen Aramazds

Macht gestritten: der jeweils zur Zeit der Früchte, da Donnerschläge häufig und heftig waren, Befehl gab den Heertruppen, mit den Schwertern die Schilde zu schlagen, einhellig, auf einen Befehl hin; und schätzte, daß der Schall, der hieraus entstünde, gewaltiger wäre als der des Donners. Weshalb er denn auch die rächende Strafe gezahlt seines Übermutes gegen die Götter, von Blitzstrahlen zerschmettert, während sein ganzes Haus im Albanersee unterging. Es zeigen die Spuren davon bis auf heute die Römer, die am See angesiedelt sind, Säulen durch das Wasser emporscheinend von den dort unten irgend in der Tiefe stehenden königlichen Häusern.

Nach diesem wurde Aventios gewählt, der 7 über 30 Jahre herrschte. In einem Kriege irgend mit den Grenznachbarn in die Enge getrieben, zog er sich unter den Aventios-Hügel zurück, woher der Name des Hügels Aventios geheißen wurde. Ihn ersetzte, als er gestorben, in der Herrschaft desselben Sohn Prokas Silvios; und regierte 3 Jahre über 20. Bei dessen Ende bemächtigte sich sein jüngerer Sohn Amolios gewaltsam der Herrschaft, da in ferne Gegenden irgend gezogen war Nomitor, welcher desselben älterer Bruder und leiblicher war. Amolios regierte wenig mehr als 43 Jahre; durch Romos und Romilos, welche Rom erbauten, ward er getötet«;

Es sind aber im einzelnen die Römerkönige diese:

1.   Enias, wird nach dem vierten Jahre der Einnahme

Ilions König der Latiner...........Jahre 3

2.   Askanios................Jahre 38

3.   Silvios des Enias..............Jahre 28

4.   Enias Silvas...............Jahre 31

5.   Latinos Silvios...............Jahre 50

6.   Albas Silvas...............Jahre 39

7.   Epitos Silvas...............Jahre 26

8.   Kapis Silvios...............Jahre 28

9.   Karpentos Silvas.............Jahre 13

10.   Tiberios Silvios..............Jahre 8

11.   Agripas Silvas..............Jahre 35

12.  Amulios Silvios.............Jahre 19

13.  Aventios................Jahre 37

14.   Prokas Silvas..............Jahre 23

15.   Amolios Silvas..............Jahre 42

Romilos erbaut Rom und wird König in der siebenten Olympiade. Und es sind von Enias bis auf Romilos 428 Jahre, von der Einnahme Ilions 431 Jahre.

Von Romilos ab, welcher Rom erbaute, werden Könige gezählt folgende:

1.   Romilos................Jahre 38

2.   Numas Pompilios.............Jahre 41

3.   Tullos <O>stilios.............Jahre 33

4.   Ankios Markos..............Jahre 33

5.   Tarkinos................Jahre 37

6.   Servilios................Jahre 44

7.   Tarkinos Superbos.............Jahre 24

Römerkönige 7, welche nach Romilos gewesen, und hiermit aufhörten, sich erstreckend auf 244 Jahre. Es sind aber von der Einnahme Ilions bis zu Romilos 431 Jahre. Gesamtsumme: 675 Jahre.

Ebenderselben nun, der von Romilos, sage ich, bis zu Tarkinos <reichenden> Könige der Römer Zeit faßt der Alikarn<ass>er Dionisos gedrängt zusammen nach der ersten Olympiade, schreibend in folgender Fassung.

Dionisos des Alikarnassers über die Könige, die nach Romilos bestanden haben zu Rom.

»Nun denn vom Ausgang der Könige bis zum ersten Herrscher der Stadt, Romilos, gerechnet die Zeit macht 244 Jahre aus; und zwar ergibt sich dies klar aus den Königsnachfolgen und aus den Jahren, während welcher die je einzelnen die Herrschaft innehatten. <Romilos nämlich, der Gründer der Stadt, heißt es, habe 37 Jahre die

Gewalt innegehabt>. Und nach Romilos' Tode sei königlos gewesen die Stadt eine einjährige Zeit hindurch; darauf ward Numas Pompilios erwählt vom Heervolke, und regierte 43 Jahre, Tullos <O>stilios aber nach Numas, 33 Jahre. Und der unter diesem zur Regierung gelangte, Ankos Markos, 4 Jahre über 20. Und nach Markos, Leukios Tarkinos, der geheißen war Priskos, 38 Jahre. Diesem folgte Servilios [Tullos] und waltete 44 Jahre. Don Servilios tötete Leukios, ein Gewaltherrscher; und um der Mißachtung des Rechtes wegen ward er geheißen Superbos.

Da hinabreichte seine Herrschaft bis zum 25. Jahre, so haben zweihundert und 44 Jahre nach umeinanderfolgenden Jahren geherrscht die Könige, Olympiaden aber 61. Also ist es vollends notwendig zu folgern, daß der erste Herrscher der Stadt, Romilos, im ersten Jahre der 7. Olympiade das Königtum übernommen habe, unter der Fürstenschaft des Charops über die Athener, in dessen 10jährigen Archontates erstem Jahre. Dieses verlangt schlechthin die Rechnung der Jahre, wieviel ihrer ein jeder einzelne von den Königen regiert hat Jahre; denn hierdurch ergibt sich schon aus der Sache an sich von selbst die Bewandtnis bezüglich der Zeit, wie lange her der jetzt herrschenden Stadt Besiedelung sei: wie hierüber die mir Vorangegangenen gesprochen haben, ebenso scheint es auch mir.« Dieses Dionisios.

Nach dem Sturze des Tarkinos aber, da die Monarchcnherrschaft aufhörte, gab es von da an keine Könige der Römer mehr, sondern zuerst Hypaten, Brutianer; sodann Volkshäuptlinge; und darnach Dikatoren; und wiederum Hypaten. Von denen einzelnen je ein Jahr die Obergewalt innehabenden ich für überflüssig erachte hier zu vermelden, eine maßlose Menge von Namen anhäufend. Und wenn wir erst auch noch dazu die Taten derselben eingehend aufzuzählen beabsichtigten, so würden sich allzu weitschweifig ausspinnen diese Gc-

schichtserzählungen, wie sie denn auch nicht einschlägig sind in den Plan, der uns vorgesetzt ist. Deshalb erachte ich dies für angebracht in eine andere Chronographie, und daß diese sich mit allem diesem ihr Zugehörigen beschäftige: mit den Hypaten, die nach Tarkinos bestanden, sage ich, und mit den Volkshäuptlingen und mit den Dikatoren, welche die Stadt der Körner gelenkt haben, und die Zahl der Jahre zusammen ausfüllen bis zum Kaisr.

Nach diesen Bemerkungen wollen wir uns nun zurückwenden wiederum zu der ersten Monarchie derselben <Stadt>. Es ergeben sich nun als Zwischenzeiten nach des Tarkinos Sturz bis auf Julios Kaisr 115 Olympiaden, das macht 60 über vierhundert Jahre. Denn Tarkinos wird nach Vollendung der siebenundsechzigsten Olympiade gestürzt; und Kaisr bemächtigt sich zu Anfang der 183ten der Alleinherrschaft: also erstreckt sich die Zwischenzeit auf 460 Jahre. Es waren von der siebenten Olympiade und der Gründung Roms <bis zum Sturze des Tarkinos> Jahre 244: so daß sich ergeben im ganzen von der Gründung Korns bis auf Julios Kaisr: Jahre 704, Olympiaden 176.

Es bezeugt dasselbe auch der Zeitenschreiber Kastor, in dem er einen kurzgedrängten Abriß der Zeiten gibt, schreibend in dieserlei Fassung nach diesem selben Wortlaute:

Des Kastor über der Römer Königtum.

»Der Römer Könige haben wir dargestellt der Keihe nach, anhebend mit Enias, dem Sohne des Anchises, zu der Zeit, in der er über die Latiner König ward; und haben geschlossen mit Amolios Silvios, welchen Komilos tötete, den Oheim seiner Mutter Rhea. An dasselbe werden wir nun anreihen auch den Romilos und die anderen, die nach ihm zu Rom regiert haben, bis auf Tarkinos, der geheißen war der Stolze: und es ist dies die Zeit von 244 Jahren. Nach welchen wir die Hypaten je gesondert erledigen werden, beginnend mit Leukios [und] Junios, dem Brutier, und mit Leukios Tarkinos Kolantinos, und abschließend auf Markos Valerios Messalia und Markos [und auf] Pison,

welche Hypaten waren unter Theophem, dem Fürsten der Athener: und es sind deren Jahre 460.« Dieses Kastör.

Und nun ist's angezeigt, hieran anzuschließen auch diejenigen, welche von Julios Kaisr ab Selbstherrscher der Römer gewesen; und je nach den einzelnen Jahren eines jeden auch die jeweiligen Hypaten, einen nach dem andern, durchzugehen, mit Beisetzung der unterdessen abgelaufenen Olympiaden.

<Der Könige Reihenfolge.>

1.  Jesu......Jahre 27

2.  Fremdgeschlechtige und Godoniel der Richter ..... Jahre 80

3. Fremdgeschlechtige und Debora und Barak ......Jahre 40

4.  Gedeon.....Jahre 40

5.  Abimelech .... Jahre 3 6. Thola.....Jahre 22

7.  Jair......Jahre 22

8.  Jephtai.....Jahre 6

Unter welchem Ilion eingenommen ward,

im 831. Jahre <Abrahams>.

9.  Esebon.....Jahre 7

10. Labdon.....Jahre 8

11.  Sampson .... Jahre 20

12.  Heli der Priester . Jahre 20

13.  Samuel und Saul . Jahre 40 Zusammen 940 Jahre.

Nach welchen gewesen sind Könige, deren erster Davith. Von den Richtern

bis zu Solomon 480 Jahre.

Könige von Juda. In des Derkilos, des Assyrerkönigs 30tem Jahre regierte als ersterüber die Ebräer von Judaea:

1.  Davith.....Jahre 40

2.  Solomon .... Jahre 40 Nach der Teilung des Reiches regiert über

2 Stämme:

3.  Roboam .... Jahre 15

4.  Abia.....Jahre 3

5.  Assa.....Jahre 41

6. Josaphat .... Jahre 25

7. Joram.....Jahre 8

8.   Ochozia .... Jahr 1

9.   Godolia die Mutter Jahre 7

10.  Joas......    Jahre 40

11.  Amasia.....    Jahre 28

12.  Azaria, der auch Ozia    Jahre 52

13.  Jöatham ....    Jahre 13

14.  Achaz.....    Jahre 16

Unter welchem Israel gefangen ward.

15.  Ezekia.....Jahre 29

16.  Manase .... Jahre 50

17.  Amos . . . . . Jahre 12

18.  Josia.....Jahre 31

19.  Joachaz .... Monate 3

20.  Eliakim, der auch Joakim . .... Jahre 12

21.  Joakim, der auch Je-

chonia.....Monate 3

22.  Sedekia .... Jahre 11 Unter welchem Juda gefangen ward, und

der Tempel in Brand gesteckt ward, von Nabuchodonosor, dem Könige der Assyrer; in der 47. Olympiade. Jahre: 405; Monate: 6.

Israels Könige. In des Laosthenes, des Assyrerkönigs, zweiunddreißigstem Jahre regiert als erster über die Ebräer Israels :

1.  Jeroboam .... Jahre 22

2.  Nabat.....Jahre 2

3.  Baas                           Jahre 23

4.  Ela......Jahre 2

5.  Zambri.....Tage 7

6. Amri.....Jahre 12

7. Achaab.....Jahre 22

8.  Ochozia .... Jahre 2

9.  Joram.....Jahre 12

10.  Jeu......Jahre 28

11. Joachaz .... Jahre 17

12. Joas......Jahre 10

13.  Jeroboam .... Jahre 41

14.  Zacharia .... Monate 6

15.  Sellum.....Monat 1

und Tage 15

10. Manaem .... Jahre .10 Unter welchem heraufzog Phua gegen Israel.

17.  Phakee......Jahre 10

18.  Phakee.....Jahre 20

unter welchem heraufzog Thaglath-

phalsar.

19.  Ose......Jahre 9

Gefangen abgeführt

von Salmanasar, dem Könige der Assyrer, hörte Israel auf in der 8. Olympiade, nachdem es ange-

hoben hatte vom Jahre 1021 und bestanden hatte 249 Jahre und 28 Tage.

Babylo nie r- K ö n ige.

1.  Phua, vom 1225. Jahre der Assyrer an.

2.  Thaglathphalsar der Assyrer.

3.  Salmanasar der Assyrer.

4.  Senecherib der Assyrer.

5. Marodach Baldan der Chaldäer.

6. Nabuchodonosor der Chaldäer.

7. Ilmarudach der Chaldäer.

S. Baltasar der Chaldäer.

9. Dareh der Meder. 10. Dareh Arsavir.

Nach welchen auf die Parther überging die Herrschaft in der 55. Olympiade.

Sik<y>onie-Könige, In des Ninos, des Königs der Assyrer 40 tem Jahre regierte über die Sik<y>onier als zweiter Europs, und er führte <damals> das 22. Jahr.

1.  Egialeus .... Jahre 52

2.  Europs.....Jahre 45

3.  Telchin .... Jahre 20

4.   Apis......Jahre 25

5.   Thelxion . . . . Jahre 22 6. Egidros .... Jahre 34 7. Thurimachos ... . Jahre 45 8. Leukippos .... Jahre 53 9. Messapes .... Jahre 47

10. Eratos.....   Jahre 20

11. Plemeos ....    Jahre 49

12.   Orthopolis ....    Jahre 64

13.  Marathios ....    Jahre 30

14.  Marath<on>ios . .    Jahre 20

15. Chereus ....    Jahre 55

16. Korax.....    Jahre 30

17.  Epopeus ....    Jahre 35

18.  Laomedon . .         Jahre 40

19.   Sikon.....    Jahre 44

20.   Polibos.....    Jahre 40

21.  Inachos ....    Jahre 42

22.   Phestos ....    Jahre 8

23.  Adrastos ....    Jahre 4 Unter welchem Ilion genommenwurde im

807. Jahre.

24.   Poliphides ....    Jahre 31

25.   Pelasgos ....    Jahre 20 26. Zeuxipos ....    Jahre 31

Der Sik<y>onier Könige haben aufgehört im 888. Jahre.

Egypter-Könige. Mit des Ninos Regierung über die Assyrer deckt sich der Egypter 16. Dynastie, womit regierten:

XVI.  Dynastie, die T<h>ebäer . . . Jahre 160

XVII.  Dynastie, die

Hirten ..... Jahre 100

XVIII. Dynastie, der Diopoliten:

1. Amösis.....Jahre 25

2.   Chebron ....    Jahre 13

3.   Amenophis . . .    Jahre 21

4.  Memphres ....    Jahre 12

5.   Mispharmuthosis .    Jahre 26 6. Tuthmosis....    Jahre 9

7.   Ammenöphis . .    Jahre 31

8.   Oros......    Jahre 38

9.  Achencheres . . .    Jahre 12 10. Athoris ....    Jahre 9 1l. Chencheres . . .    Jahre 16 12. Acheres ....    Jahre 8

13. Cheres.....    Jahre 12

14. Armais, der auch

Danaos.....    Jahre 5

15. Rameses, der auch

Egiptos ....    Jahre 68

16. Menophis ....    Jahre 40

XIX.   Dynastie, der Saiten; deren <erster>:

1.   Sethos.....    Jahre 55

2.  Rampses ....    Jahre 66

3.   Amenophis . . .    Jahre 8

4.   Amenemes ...    Jahre 26

5.   Thuoris ....    Jahre 7

XX.    Dynastie, der Diopoliten . . . Jahre 178

XXI.   Dynastie; deren erster:

1.   Mendis.....    Jahre 26

2.   Psusennes. . . .    Jahre 41

3.   Nephercheres . .    Jahre 4

4.  Amenophis . . .    Jahre 9

5.   Osochoris ....    Jahre 6 G. Phisinaches . . .    Jahre 9 7. Psusennes ....    Jahre 35

XXII.  Dynastie; deren erster:

1. Senechösis . . .    Jahre 21

2.   Osorthon .... Jahre 15

3.   Takeloths . . . Jahre 13 XXIII. Dynastie; deren erster:

1.   Petubastis .... Jahre 25

2.   Osorthon .... Jahre 9

3.   Psammus .... Jahre 10 XXIV.Dynastie, Bokchoriden.....Jahre 44

XXV. Dynastie; deren erster:

1.   Sabakon der Ethi-

opier.....Jahre 10

2.   Semichos .... Jahre 12

3.   Tarachos der Ethi-

opier ..... Jahre 20 XXVI. Dynastie; deren erster:

1.   Ammeres der Ethi-

opier.....Jahre 12

2.   Stephinatis . . . Jahre 7

3.   Nechepsos. . . . Jahre 6

4.   Nechao.....Jahre 8

5.   Psammetikos. . . Jahre 43 6. Nechao.....Jahre 6

7.   Psaneauthes. . . Jahre 17

8.   Vaphres ... Jahre 25

9.   Amasis.....Jahre 42

XXVII. Dynastie, Per-

ser. Denn es nimmt

Egiptos Kambyses

im 6. Jahre seiner

Regierung; bis auf

Dareh des Xerxes: <Jahre> 114 XXVllI.Dynastie, der

Saiten. 1. Amriteos .... Jahre 6

XXIX.  Dynastie, der Mendisier, deren <erster>:

1.  Nephirites.... Jahre 6

2.  Achöris .... Jahre 12

3.  Psammuthes . . . Jahr 1

4.  Muthes . . . . . Jahr 1

5.  Nephirites . . . Monate 3

6.  Nektinibos . . . Jahre 18

7.  Teös . . . . . Jahre 2

XXX.  Dynastie: Nechtanebos . . . Jahre 18 Der Egypter Dynastie -Herrschaft

endigte in der 107. Olympiade, im 1646. Jahre <Abrahams>. Jenes Egypter-Reich <aber>, das von des Ephestos Zeit bis auf Oros reicht, der als letzter von der Götterdynastie angegeben wird, ist, da sie sich allzu überschwenglich ins Ungemessene . ergehen über diese Vorzeits- Geschichte, schwer zu bestimmen.

Argiver-Könige. Während der Regierung des zweiten Königs der Egypter, Amesses, aus der XVI. Dynastie, im 101. Jahre <Abra-

hams> regiert über die Argiver:

1.  Inachos .... Jahre 50

2.  Phoroneus . . . Jahre 60

3.  Apis......Jahre 35

4.  Argos . . . . . Jahre 70

5.  Kriasos.....Jahre 54

6.  Phorbas .... Jahre 35

7.  Triopas .... Jahre 47

8.  Krotopos .... Jahre 21

9.  Sthenelos .... Jahre 11

10.  Danaos.....Jahre 50

11.  Linkeus .... Jahre 41

12.  Abas.....Jahre 23

13.  Proitos . . . . Jahre 17

14.  Akrisios .... Jahre 31 Beginnend im 161.

Jahre, bei der 16. Dynastie der Egypter, mit König Anlasses, haben sie aufgehört im 705. Jahre.

Athener-Könige. Im zweiunddreißigsten Jahre der Regierung des Phorbas, des Argiverkönigs, regierte die Athener als erster:

1.  Kekrops Diphies . Jahre 50

2.  Kranaos .... Jahre 9

3.  Amphiktion . . . Jahre 10

4.  Erichthonios . . . Jahre 50

5.  Pantion.....Jahre 40

6. Erechtheus . . . Jahre 50

7.  Kekrops der zweite Jahre 40

8.  Pantion .... Jahre 25

9.  Egeus des Pantion Jahre 48

10.   Theseus des Egeus    Jahre 30

11.  Menestheus des Pe-

teus.....    Jahre 23

12.  Demophon des Theseus ......    Jahre 33

13.   Oxintes.....    Jahre 12

14.  Aphidas ....    Jahre 1

15.  Thimoitos ....    Jahre 8

16.  Melanthos ....    Jahre 37

17.  Kodros.....    Jahre 21

Fürsten auf Lebenszeit.

1.  Medon des Kodros    Jahre 20

2.  Akastos ....    Jahre 36

3.  Archippos . . .    Jahre 19

4.  Thersippos . . .    Jahre 41

5.  Phorbas ....    Jahre 31

6.  Amegakles . . .    Jahre 30

7.  Diognitos ....    Jahre 28

8.  Phereklos ....    Jahre 19

9.   Ariphron ....    Jahre 20

10.  Thespieus ....    Jahre 27

11.   Agamestor . . .    Jahre 20

12.  Eschilos ....    Jahre 23

13.  Alkmeon. . . .    Jahre 2

<Fürsten auf zehn Jahre>.

14.   Charobs.....Jahre 10

15.  Esimedos ....    Jahre 10 16. Klidikos ....    Jahre 10

17.  Ippomenes . . .    Jahre 10

18.  Leokrates ....    Jahre 10

19.   Apsandros . . .    Jahre 10

20.  Erixias .....    Jahre 10

Beginnend vom 401. Jahre, haben sie aufgehört in der 24. Olympiade.

Latiner-Könige. Nach Ilions Einnahme , im vierten Jahre des Demophon, des Königs der Athener, regierte über die Latiner als erster:

1.  Enias.....Jahre 3

2.  Askanios .... Jahre 38

3.   Silvos des Enias . Jahre 29

4.  Enias der Silvier . Jahre 39

5.  Latinos der Silvier Jahre 50 6. Albas der Silvier . Jahre 39

7.  Epistos der Silvier .    Jahre 2<i

8.   Kapis der Silvier .    Jahre 28

9.   Karpentos der Silvier ......    Jahre 13

10.  Tiberios der Silvier    Jahre 8

11.   Archippas der Silvier    Jahre 41

12.  Aremulos der Silvier    Jahre 19

13.  Aventos der Silvier    »Jahre 37

14.  Porkas der Silvier    Jahre 21

15.  Amolos der Silvier    Jahre 42

1. Romilos, von dem

die Römer . . .    Jahre 38

2.  Numas Pompilios .    Jahre 41

3.  Tullos <O>stilios .    Jahre 32

4.  Ankos Markos . .    Jahre 23

5.  Tarkinios Siperbos Jahre 38

6.   Servios . . . . Jahre 34

7.  Tarkinos .... Jahre 35 Die Latiner-Könige

haben aufgehört in der 66. Olympiade, nachdem sie begonnenim Jahre 839: <im ganzen> 666 Jahre.

Lakedämonier-Könige. Im achten Jahre des Silviers Enias, des Latinerkönigs, regiert über die Lakedämonier als erster:

1.  Euristheus . . . Jahre 42

2.  Egis......Jahre 1

3.  Echestratos . . . Jahre 35

4.  Labotis .... Jahre 37

5.  Doristhos . . . . Jahre 29

6.  Agesilaos . . Jahre 4.4

7.  Archelaos.....Jahre 60

8.  Teleklos .... Jahre 40

9.  Alkemenos . . . Jahre 37 Jahre 325 der Lakedänionierkönige: anhebend mit dem

916. Jahre, haben sie nachgelassen in der ersten Olympiade.

Korinther-Könige. Im zwölften Jahre des Euristheus, Kö-

nigs der Lakedämonier, regiert über Korinthos als erster:

1.  Aletes.....Jahre 35

2.   Ixion.....Jahre 37

3.  Agelaos .... Jahre 37

4.  Primnes .... Jahre 35

5.  Backchis .... Jahre 35

6.  Agelas.....Jahre 30

7.   Eudemeos .... Jahre 25

8.   Aristomedes . . . Jahre 35

9.  Agemon .... Jahre 16

10.   Alexandras . . . Jahre 25

11.  Teletes.....Jahre 12

1.2. Automenes . . . Jahr 1

Jahre 323. Die Korinther-Könige , anhebend vom 916. Jahre, haben nachgelassen im Jahre 1239.

Makedonier-Könige. Im dritten Jahre der Regierung Alexanders des Korintherkönigs regiert über die Makedonier als erster:

1.  Karanos .... Jahre 2S

2.   Koindos .... Jahre 12

3.   Tirimmas .... Jahre 38

4.  Perdikas .... Jahre 51

5.   Argeos.....Jahre 38

6.   Philipos .... Jahre 38

7.  Aeropos .... Jahre 26

8.   Alketas ....    Jahre 29

9.   Amintas . . . .    Jahre 50

10.  Alexandros . . .    Jahre 43

11.   Perdikas . . . .    Jahre 28

12.   Archelaos ....    Jahre 23

13.   Orestes.....    Jahre 3

14.   Archelaos . . . .    Jahre 6

15.   Amintas ....    Jahr 1 16. Pausanias ...    Jahr 1 17. Amintas ....    Jahre 6

18.   Argeos.....    Jahre 2

19.   Amintas ....    Jahre 18

20.  Alexandros . . .    Jahr 1

21.  Ptlomeos der Alorite    Jahre 3

22.   Perdikas . . . .    Jahre 6

23.  Philipos ....   Jahre 26

24.  Alexandros des Philipos ......    Jahre 12

und  Monate 6

25.   Philipos, Bruder Alexanders . . .    Jahre 7

26. Kassandros . . .    Jahre 19

27.   Söhne Kassanders    Jahre 4

28.   Demetrios....    Jahre 6

29.   Phireus ....  Monate 7

30.  Lysimachos . . .    Jahre 5

31.  Ptlomeos Keraunos    Jahr 1

32.  Mel<e>agros . . .   Monate 2

33.   Antipatros . . .     Tage 45

34.   Sosthenes ....    Jahre 2

35.  Antigonos Gonatos Jahre 36

36.  Demetrios .... Jahre 10

37.  Antigonos .... Jahre 15

38.  Philipos ..... Jahre 42

39.  Perseus.....Jahre 10

Jahre 647, Monate 3,

Tage 45. Anhebend

im Jahre 1204 haben

sie aufgehört in der

150. Olympiade.

Lyder-Könige. Als regierte über die Makedonien Koindos, ward über die Lyder König als erster:

1.   Ardis des Aliates Jahre 36

2.   Aliates.....Jahre 14

3.   Meles.....Jahre 12

4.   Kandaules . . . Jahre 17

5.   Giges.....Jahre 36

6.  Ardis......Jahre 48

7.   Sardiattes .... Jahre 15

8.  Aliattes .... Jahre 45

9.   Kroisos ..... Jahre 15 Anhebend im Jahre

1239 haben sie aufgehört in der 58. Olympiade.

Meder-Könige. Beginnend im 1196. Jahre, hörten sie auf in der 58. Olympiade, als Kyros der Perser den Azdahak getötet, und die Herrschaft der Meder aufgehoben hatte.

1.  Varbakos .... Jahre 28

2.   Sosarmos .... Jahre 30

3.  Mamikos.....Jahre 40

4.  Kard<i>kes . . . Jahre 13

5.  Deiokes .... Jahre 54 6. Phraortes .... Jahre 24

7.  Kiaxares .... Jahre 32

8.  Azdahak .... Jahre 38 Jahre 259.

Perser-Könige. Nach Auf liebung des Meder-Reiches regierte über die Perser als erster:

1.  Kyros.....Jahre 30

2.  Kambyses .... Jahre 8

3.  Die Magier-Brüder Monate 7

4.  Dareh des Vystasp Jahre 30

5.  Xerxes des Dareh . Jahre 21 6. Artavan .... Monate 7

7.  Artases Langhand . Jahre 40

8.  Xerxes der Zweite . Monate 2

9.  Sogdianos .... Monate 7

10.  Dareh der Kebsensohn ......Jahre 19

11.  Artases Eingedenk. Jahre 40

12.  Artases der auch

Ochos.....Jahre 20

13.  Arses des Ochos . Jahre 4

14.  Dareh des Arsam . Jahre 6

15.  Alexandros der Makedonier: im siebenten Jahre seines Kö-

nigtumstötete erden Dareh und regierte Jahre 5 Jahre 235 und Monate 11. Anhebend in der 15. Olympiade, endigten sie in der 113ten.

Ptlomeer-Könige von Egiptos und Alexandria.

Die Ptlomeer erlangten in der 114. Olympiade, nachdem Alexandros in Babelon gestorben war, und als an mehrere verfiel dessen Herrschaft, von Egiptos und Alexandria das Königtum.

1.  Ptlomeos des Lagos Jahre 40

2.  Ptlomeos Philadel-

phos.....Jahre 38

3.  Ptlomeos Euergetes Jahre 20

4.  Ptlomeos Philopator Jahre 17

5.  Ptlomeos Epiphanes Jahre 24 6. Ptlomeos Philome-

tor......Jahre 35

7.  Ptlomeos Euergetes Jahre 29

8.  Ptlomeos Physkon,

der auch Söter . . Jahre 17 und Monate 6

9.  Ptlomeos, der auch Alexandros . . . Jahre 10

10. Ptlomeos Philadelphos, der Vertriebene ...... Jahre 8

1.1. Ptlomeos Dionisos . Jahre 30

12. Kleopatra.....Jahre 22

Jahre 296 und Monate 6. Beginnend in der 114. Olympiade sind sie den Hörnern unterworfen worden in der 188 . Olympiade.

Der Syrer und Babelons und

der Asianer Könige. Nach Alexandros dem Makedonier, im 13. Jahre der Regierung Ptlomeos', des Sohnes des Lagos, gelangt zur Regierung über Syrien und Babelon und Asien als König:

1. Seleukos Nikanor .    Jahre 32

2.  Antiochos Soter .    Jahre 15

3.  Antiochos Theos .    Jahre 15

4.  Seleukos Kallinikos   Jahre 20

5.  Seleukos Keraunos    Jahre 3 6. Antiochos der Große    Jahre 30

7.  Seleukos Philopator   Jahre 12

8.  Antiochos Epiphanes   Jahre 11

9.  Antiochos Eupator    Jahr 1

und. Monate 6

10.  Demetrios Soter .    Jahre 12

11.  Alexandros . . .    Jahre 9

und Monate 9 <11 Demetrios des Demetrios ....    Jahre 3>

12.  Antiochus der Sidäer    Jahre 9

13.  Demetrios abermals .....    Jahre 4

14.  Antiochos Gripos .    Jahre 12

15.  Antiochos Kyzike-

nos......    Jahre 184

16. Philipos ....    Jahre 2 Anhebend in der 117. Olympiade, endeten sie in der 171. Olympiade.

Der Juden Priesterfürsten, die zugleich auch Könige. Im dritten Jahre der Regierung des Demetrius Soter ward den Juden Hohepriestertums-Fürst:

1.  Judas, der auch Ma-

kabe......Jahre 8

2.  Jonathes .... Jahre 19 8. Simon.....Jahre 8

4.  Hyrkanos, der auch Johannes .... Jahre 20

5.  Aristabulos . . . Jahr 1 6. Janneos, der auch

Alexandras . . . Jahre 27

7.   Alexandra, dessen Gemahlin.....Jahre 9

8.  Hyrkanos .... Jahre 84 Darnach herrschen Ausländer

im Königtum des Volkes der Juden: l. Herodes .... Jahre 87

2. Archelaos des Herodes ..... Jahre 9

8. Herodes der Vierfürst ......Jahre 24

4.  Agripas .... Jahre 7

5.  Agripas der Jüngere ......Jahre 26

Jahre 285. ---- Anhebend von der

155. Olympiade werden sie den Römern Untertan unter Ves-pianos in der 212. Olympiade; und erleiden die endgültige Vernichtung unter Adrianos, in der 228. Olympiade.

<Der römischen Selbstherrscher Todesarten.>

[Gaios Kaisr wurde getötet im Palaste].

Augostos starb zu Nola,

Tiberras starb in Mysen.

<Gaios Kaisr wurde getötet im Palaste>.

Tiberios Klaudios starb im Palaste.

Neron ward flüchtig und begrub sich selbst lebendig.

Galbas wurde getötet in Rom.

Othon tötete sich selbst.

Vitelios wurde getötet im Palaste.

Vespianos verschied in den Salustianischen Gärten.

Titos verschied im Palaste.

Dometianos wurde getötet.

Nervas verschied in den Salustianischen Gärten.

Traianos verschied in Selinu<n>t.

Adrianos verschied wassersüchtig, ruhrbefallen.

Antoninos Eusebes verschied zu Silorios.

Beros verschied zu. Latinos <l. Altinon>.

Markos Antoninos verschied in Pannönia.

Komodos wurde begraben im Palaste des Vitelios <Vestilianos>.

Pertinax wurde getötet im Palaste.

Julianos wurde getötet im Palaste.

Seberos verschied zu Eburakos.

Antoninos Pisak <Bassianus> <wurde getötet> zwischen Charan und

Urha.

Makrinos wurde getötet zu Archelaid. Antoninos Eliogabalos wurde getötet zu Rom. Alexandras wurde getötet zu Mogentiakon. Maximinos wurde getötet zu Akileia. Gordianos erdrosselte sich selbst in Aphrike. Pupinios und Balbinios <wurden> getö<tet>.